Hewlett Packard Enterprise, US42824C1099

Hewlett Packard Enterprise im Fokus: Wie HPE seine Hybrid-Cloud-Strategie schärft und die HPE Aktie stützt

25.01.2026 - 17:12:19

Hewlett Packard Enterprise setzt konsequent auf Hybrid Cloud, KI-Infrastruktur und as-a-Service-Modelle. Ein Überblick, warum diese Strategie technologisch überzeugt und welche Rolle sie für die HPE Aktie spielt.

Hewlett Packard Enterprise: Wenn Rechenzentrum, Cloud und KI zusammenwachsen

Unternehmen stehen unter massivem Druck, ihre IT zu modernisieren: Datenmengen explodieren, KI-Workloads verlangen spezialisierte Hardware, gleichzeitig fordern Fachbereiche Agilität auf Cloud-Niveau – aber ohne die volle Kontrolle über sensible Daten aufzugeben. Genau an dieser Schnittstelle positioniert sich Hewlett Packard Enterprise mit einer klaren Hybrid-Cloud- und Edge-Strategie.

Im Kern geht es bei Hewlett Packard Enterprise nicht mehr um klassische Serververkäufe, sondern um eine Plattformlogik: Rechenleistung, Speicher, Netzwerk und Software werden in einem konsistenten Architekturmodell zusammengeführt – wahlweise im eigenen Rechenzentrum, am Edge oder in Hyperscaler-Clouds. Ergänzt wird das durch ein Pay-per-Use-Modell über HPE GreenLake, mit dem IT-Infrastruktur wie ein Cloud-Service konsumiert werden kann.

Für CIOs und CTOs soll Hewlett Packard Enterprise damit gleich mehrere Schmerzpunkte adressieren: Legacy-Infrastruktur, die sich nur schwer automatisieren lässt; stark fragmentierte Multi-Cloud-Landschaften; und die Frage, wie sich generative KI, High-Performance-Computing (HPC) und Datenanalytik wirtschaftlich sinnvoll betreiben lassen, ohne in eine vollständige Abhängigkeit von Hyperscalern zu geraten.

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Das Flaggschiff im Detail: Hewlett Packard Enterprise

Technologisch lässt sich die aktuelle Ausrichtung von Hewlett Packard Enterprise entlang einiger Kernbausteine beschreiben: Hybrid Cloud mit HPE GreenLake, KI- und HPC-Infrastruktur (u. a. ehemals Cray-Technologie), datenzentrierte Speicherlösungen sowie ein starkes Fokusfeld Edge-Computing mit Aruba Networking.

HPE GreenLake als Drehscheibe

GreenLake ist der zentrale Anker der Produktstrategie. Die Plattform bündelt Compute, Storage, Netzwerk, Backup, Datenbank-Services, KI-Services und zunehmend auch Softwareangebote in einem einheitlichen Operating- und Abrechnungsmodell. Unternehmen beziehen Ressourcen on-premises oder in Colocation-Rechenzentren, zahlen aber nutzungsbasiert ähnlich wie bei Public Clouds.

Zu den aktuellen Stärken von HPE GreenLake zählen:

  • Unified Management: Eine zentrale Konsole für die Verwaltung von Workloads in eigenen Rechenzentren, bei Colocation-Partnern und zunehmend auch bei Cloud-Anbietern. Ziel ist ein konsistentes Governance- und Compliance-Modell über alle Umgebungen.
  • Flexible Consumption: Pay-per-Use-Modelle, Reservierungsoptionen und Kapazitäts-Vorhaltung, die sich an Business-Zyklen anpassen lassen – wichtig für Unternehmen mit saisonalen Lastspitzen.
  • Service-Katalog: Fertige Services wie GreenLake für Backup & Recovery, für Datenbanken, für SAP-Workloads oder für KI-Inferenz, die die Time-to-Value verkürzen.

KI- und HPC-Infrastruktur

Hewlett Packard Enterprise hat sich durch Übernahmen wie Cray eine starke Position im HPC- und Supercomputing-Segment aufgebaut und überträgt diese Expertise zunehmend auf Enterprise-KI. Aktuell konzentriert sich HPE auf:

  • GPU-dichte Systeme für Training und Inferenz großer Modelle, ausgelegt auf NVIDIA- und AMD-GPUs sowie hochperformante Interconnects.
  • HPE Cray Supercomputing-Architekturen, die für nationale Forschungszentren und Großrechenzentren eingesetzt werden und als technologische Blaupause für Unternehmenslösungen dienen.
  • Integration in GreenLake: KI-Cluster können als Service bezogen werden, inklusive Betrieb, Monitoring und Abrechnung nach Kapazitätsnutzung.

Damit adressiert Hewlett Packard Enterprise ein zentrales Problem vieler Unternehmen: den Aufbau und Betrieb hochkomplexer KI-Infrastruktur, die oft Spezialwissen benötigt und in klassischen Rechenzentren nur schwer wirtschaftlich zu betreiben ist.

Speicher und Datenplattformen

Im Storage-Bereich setzt Hewlett Packard Enterprise auf All-Flash-Arrays, softwaredefinierten Speicher und datengetriebene Services. Unter Marken wie Alletra und den ehemals unter Nimble oder 3PAR bekannten Technologien bietet HPE:

  • Block- und File-Storage mit hoher Performance und integrierter Datenreduktion.
  • Cloud-native Speicher-Services, die sich über GreenLake konsumieren lassen.
  • Data Services für Replikation, Snapshot-Management, Backup-Integration und Analytics.

Der Fokus liegt darauf, Daten möglichst nah an den Workloads bereitzustellen und gleichzeitig übergreifend verwaltbar zu machen – ein wichtiger Baustein für KI-Anwendungen, bei denen Datenlokalität und -durchsatz geschäftskritisch sind.

Edge und Netzwerk: Aruba als Türöffner

Im Netzwerk- und Edge-Segment ist Aruba Networking das zentrale Produktportfolio von Hewlett Packard Enterprise. Es umfasst Campus- und Rechenzentrums-Switche, WLAN-Infrastrukturen, SD-WAN-Lösungen und Sicherheitsfunktionen. Gerade für verteilte Standorte, Retail-Filialen, Produktionswerke und IoT-Szenarien ist Aruba ein wichtiger Baustein, um Datenströme vom Edge in Richtung Rechenzentrum oder Cloud zu orchestrieren.

In Kombination mit GreenLake entstehen dadurch End-to-End-Szenarien: Sensoren und Maschinen senden Daten über Aruba-Infrastruktur, werden in Edge-Systemen und lokalen Rechenzentren verarbeitet und können bei Bedarf in Public Clouds oder zentrale KI-Cluster verschoben werden.

Software- und Management-Layer

Ein zunehmend wichtiger USP von Hewlett Packard Enterprise ist die Management- und Automatisierungsebene. Plattformen wie HPE Unified Compute Operations oder die KI-gestützten Analysewerkzeuge für Infrastruktur-Health zielen auf einen hohen Automatisierungsgrad und verringerten Administrationsaufwand. Das ist essenziell, um dem Fachkräftemangel im IT-Betrieb zu begegnen.

Der Wettbewerb: HPE Aktie gegen den Rest

Im Infrastruktur- und Hybrid-Cloud-Markt ist Hewlett Packard Enterprise in einem intensiven Wettbewerbsumfeld unterwegs. Drei zentrale Vergleichsgrößen sind:

  • Dell Technologies mit Apex als as-a-Service-Plattform.
  • Lenovo mit TruScale für Infrastructure-as-a-Service.
  • Die großen Hyperscaler, insbesondere Amazon Web Services (AWS) mit AWS Outposts und Azure mit Azure Stack HCI.

Im direkten Vergleich zu Dell Apex positioniert sich Hewlett Packard Enterprise mit GreenLake ähnlich: Beide Hersteller bieten eine nutzungsbasierte Bereitstellung von Compute, Storage und Netzwerk im eigenen Rechenzentrum. Dell punktet mit einer sehr engen Verzahnung zu seinem Storage-Portfolio (PowerStore, PowerFlex) und der PC- und Endpoint-Welt, während Hewlett Packard Enterprise mit seiner HPC- und KI-Expertise sowie Aruba im Netzwerkbereich einen anderen Schwerpunkt setzt.

HPEs Vorteil: ein besonders starker Fokus auf Hybrid-Szenarien, bei denen Workloads sowohl in eigenen RZs als auch in Colocations und mit Anbindung an mehrere Clouds laufen. Dell ist hier zwar ebenfalls aktiv, setzt aber stärker auf die eigene Dell-Ökosystemlogik, während HPE sich strategisch offener gegenüber Hyperscalern und ISVs positioniert.

Im direkten Vergleich zu Lenovo TruScale zeigt sich Hewlett Packard Enterprise als breiter aufgestellt. Lenovo punktet mit einem engen Schulterschluss mit Hyperscalern, einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und starker Präsenz im x86-Server-Markt, insbesondere in Asien. TruScale adressiert Infrastructure-as-a-Service, Device-as-a-Service und zunehmend KI-Workloads.

Hewlett Packard Enterprise hingegen bietet mit GreenLake einen deutlich größeren Katalog an Enterprise-Services, kombiniert mit der Supercomputing-Historie aus dem Cray-Portfolio und einem starken Standbein im Netzwerkbereich. Für große, global agierende Konzerne und den öffentlichen Sektor ist das kombinierte Hybrid- und HPC-Angebot häufig ein entscheidendes Argument pro HPE.

Im direkten Vergleich zu AWS Outposts und Azure Stack HCI wird der strukturelle Unterschied besonders deutlich: Die Hyperscaler bringen ihre Cloud-Stacks ins Rechenzentrum der Kunden. Das schafft eine sehr homogene Umgebung, bindet Unternehmen aber eng an einen Anbieter. AWS Outposts etwa liefert AWS-Hardware und -Software on-premises, Azure Stack HCI erlaubt eine tiefe Integration in die Microsoft-Welt.

Hewlett Packard Enterprise setzt dagegen auf ein Multi-Cloud-fähiges Hybrid-Modell. Die Infrastruktur bleibt HPE, die Management- und Automatisierungs-Tools sind auf Interoperabilität ausgelegt. Für Organisationen, die aus regulatorischen Gründen oder aus Risikoabwägung keine Single-Cloud-Abhängigkeit eingehen wollen, ist das ein starkes Argument. Gleichzeitig kooperiert Hewlett Packard Enterprise mit den Hyperscalern, statt in einen direkten Kannibalisierungskurs zu gehen – ein Balanceakt, der bislang vergleichsweise gut funktioniert.

Im Kern läuft der Wettbewerb auf folgende Frage hinaus: Entscheidet sich ein Unternehmen für die Cloud-first-Logik eines Hyperscalers mit lokalem Footprint (Outposts, Azure Stack), oder für eine Hybrid-first-Architektur, bei der ein Infrastruktur-Spezialist wie Hewlett Packard Enterprise die Integrationsrolle übernimmt?

Warum Hewlett Packard Enterprise die Nase vorn hat

Die Stärken von Hewlett Packard Enterprise lassen sich entlang mehrerer Achsen systematisieren: Technologiebreite, Hybrid-Fokus, KI- und HPC-Kompetenz, Edge-Integration und ökonomisches Modell.

1. Konsequente Hybrid-Cloud-Ausrichtung

Während viele Anbieter noch zwischen klassischem Hardwaregeschäft und Cloud-Services pendeln, hat Hewlett Packard Enterprise seine Strategie klar auf Hybrid Cloud ausgerichtet. GreenLake ist nicht nur ein Abrechnungsmodell, sondern der zentrale Steuerungspunkt der gesamten Infrastruktur. Dadurch bekommen Unternehmen eine durchgehende Governance-Schicht über unterschiedliche Deployment-Modelle hinweg – ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber fragmentierten Insellösungen.

2. Tiefe KI- und HPC-Expertise

Mit seiner Supercomputing-Historie adressiert Hewlett Packard Enterprise einen Markt, der durch generative KI massiv an Dynamik gewonnen hat. KI- und HPC-Workloads haben ganz andere Anforderungen an Bandbreite, Latenz, Speicherarchitektur und Energieeffizienz als klassische Business-Anwendungen. HPEs Fähigkeit, Cluster, Interconnects und Storage-Backends für diese Szenarien zu optimieren, verschafft dem Unternehmen einen technologischen Vorsprung gegenüber reinen Standard-Server-Anbietern.

Gleichzeitig senkt das GreenLake-Modell Einstiegshürden: Unternehmen müssen keine kompletten KI-Cluster kaufen, sondern können Kapazitäten schrittweise aufbauen und nutzungsbasiert abrechnen. Das reduziert das Investitionsrisiko in einem noch jungen Marktsegment.

3. Starke Edge- und Netzwerkstory mit Aruba

Viele Digitalisierungs- und KI-Projekte scheitern nicht an der Rechenleistung im Rechenzentrum, sondern an der letzten Meile: Filialnetze, Produktionslinien, IoT-Randgeräte. Mit Aruba verfügt Hewlett Packard Enterprise über ein Netzwerk- und Edge-Portfolio, das sich nahtlos in die Hybrid-Strategie einfügt. Policies, Sicherheitsregeln und Qualitätsanforderungen lassen sich so vom Campus bis ins Rechenzentrum durchziehen.

Im Vergleich zu Wettbewerbern, die Netzwerk- und Compute-Geschäft organisatorisch und technisch getrennt halten, kann Hewlett Packard Enterprise dadurch End-to-End-Angebote schnüren – ein Pluspunkt bei Großausschreibungen.

4. Ökonomische Planbarkeit für Kunden

Durch das as-a-Service-Modell von Hewlett Packard Enterprise werden IT-Kosten planbarer und transparenter. Statt großer Capex-Blöcke verschieben sich Ausgaben in Richtung Opex, Kapazitäten lassen sich dynamisch anpassen. Für CFOs und Controlling-Abteilungen ist das attraktiv, insbesondere in volatilen Märkten.

Anders als bei reinen Cloud-Anbietern bleibt die physische Infrastruktur jedoch im Einflussbereich des Kunden – ein nicht zu unterschätzendes Argument in regulierten Branchen wie Finanzwesen, Gesundheitswesen oder öffentlicher Verwaltung.

5. Ökosystem und Partnerschaften

Hewlett Packard Enterprise arbeitet eng mit Softwarehäusern, Hyperscalern und Colocation-Anbietern zusammen, um GreenLake- und Infrastrukturangebote in vertikale Branchenlösungen zu übersetzen. Diese Öffnung macht das Angebot anschlussfähig und reduziert den Eindruck eines klassischen Hardware-Monolithen. Im Wettbewerb ist das ein wichtiger Differenzierungsfaktor gegenüber Anbietern, die stärker auf proprietäre Komplettstacks setzen.

Bedeutung für Aktie und Unternehmen

Die Produktstrategie von Hewlett Packard Enterprise wirkt direkt auf die Wahrnehmung der HPE Aktie (ISIN: US42824C1099). An der Börse wird Hewlett Packard Enterprise zunehmend weniger als klassischer Hardware-Hersteller, sondern als Hybrid-Cloud- und Serviceanbieter bewertet.

Aktuelle Kurs- und Performancedaten

Laut aktuellen Börsendaten (abgerufen am selben Tag aus zwei unabhängigen Finanzquellen, darunter u. a. Yahoo Finance und eine große Nachrichtenagentur) notiert die HPE Aktie im Bereich der jüngsten Jahresspanne. Da zum Zeitpunkt der Recherche der US-Markt geschlossen war, stützen sich die Angaben auf den jeweils zuletzt festgestellten Schlusskurs. Intraday-Daten können daher leicht abweichen, sobald der Handel wieder eröffnet ist.

Wesentlich ist: Die Kursentwicklung der HPE Aktie spiegelt die Erwartung wider, dass das wiederkehrende Umsatzmodell über GreenLake, die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur sowie die Edge- und Netzwerkservices ein stabileres, margenträchtigeres Geschäftsmodell ermöglichen als das traditionelle Einmalgeschäft mit Servern und Speicherhardware.

GreenLake als Wachstumstreiber

Analysten beobachten insbesondere die Wachstumsraten im as-a-Service-Segment von Hewlett Packard Enterprise. Steigende wiederkehrende Umsätze gelten am Markt als wichtiges Signal für die Transformation des Geschäftsmodells. Positive Überraschungen bei den Quartalszahlen in diesem Segment wirken sich erfahrungsgemäß überproportional auf die HPE Aktie aus.

KI- und HPC-Projekte als Bewertungsfantasie

Großaufträge im Bereich Supercomputing oder Enterprise-KI liefern zusätzlich Fantasie für Investoren. Sie sind meist margenstärker und erzeugen hohe Eintrittsbarrieren für Wettbewerber. Für die HPE Aktie kann jeder größere KI- oder HPC-Deal als Bestätigung dafür gewertet werden, dass Hewlett Packard Enterprise technologisch vorne mitspielt und langfristige Kundenbindungen aufbaut.

Risiken im Wettbewerbsumfeld

Gleichzeitig ist das Umfeld für die HPE Aktie anspruchsvoll. Der Wettbewerb durch Hyperscaler nimmt zu, Preisdruck im Standard-Servergeschäft bleibt bestehen, und die Transformation hin zu einem stärker serviceorientierten Modell erfordert hohe Vorleistungen – sowohl technologisch als auch organisatorisch. Investoren beobachten daher genau, ob Hewlett Packard Enterprise seine Margenziele hält und das Servicegeschäft schnell genug skalieren kann, um zyklische Schwächen im klassischen Hardwaregeschäft auszugleichen.

Fazit: Produktstrategie als Bewertungsanker

Insgesamt lässt sich festhalten: Die klare Fokussierung von Hewlett Packard Enterprise auf Hybrid Cloud, KI und Edge schafft einen strategischen Rahmen, der für institutionelle Anleger nachvollziehbar ist. Je konsequenter es HPE gelingt, diese Story mit konkreten Umsatz- und Ertragszahlen zu unterlegen, desto stärker dürfte sich das in der Bewertung der HPE Aktie niederschlagen.

Für IT-Entscheider ist Hewlett Packard Enterprise damit in einer Doppelrolle relevant: als potenzieller Kernlieferant der eigenen Hybrid- und KI-Infrastruktur – und für Finanzverantwortliche gleichzeitig als Indikator, wie sich der Markt für Enterprise-IT strategisch verschiebt.

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