Herzinfarkt, Frauen

Herzinfarkt bei Frauen: Arbeitsplatz wird zum Risikofaktor

10.03.2026 - 00:00:24 | boerse-global.de

Beruflicher Stress und langes Stehen verdoppeln das Herz-Kreislauf-Risiko für Frauen. Experten fordern eine geschlechtersensible Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.

Herzinfarkt bei Frauen: Arbeitsplatz wird zum Risikofaktor - Foto: über boerse-global.de
Herzinfarkt bei Frauen: Arbeitsplatz wird zum Risikofaktor - Foto: über boerse-global.de

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weiterhin die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Neue Daten zeigen jetzt: Der Job spielt dabei eine gefährliche Rolle.

Alarmierende Zahlen: Jede dritte Frau stirbt am Herz

Im vergangenen Jahr starben fast 179.000 Frauen an Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Vorhofflimmern. Das sind über 35 Prozent aller Todesfälle. Doch warum bleiben die spezifischen Risiken für Frauen so oft unerkannt?

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Kardiologinnen kritisieren eine Medizin, die noch immer auf den männlichen Körper ausgerichtet ist. Während Männer oft den typischen Brustschmerz spüren, äußert sich ein Infarkt bei Frauen diffus: durch Übelkeit, Kurzatmigkeit, Müdigkeit oder Rückenschmerzen. Diese Symptome führen zu gefährlichen Fehldiagnosen – mit tödlichen Folgen. Frauen haben nach einem Herzinfarkt ein deutlich höheres Risiko, innerhalb eines Jahres zu sterben.

Stress-Doppelbelastung trifft Frauenherzen härter

Der Herzinfarkt gilt immer noch als Managerkrankheit. Ein Trugschluss, wie Expertinnen betonen. Frauen sind durch die Doppelbelastung aus Beruf und Familie chronischem Stress ausgesetzt. Und der schlägt direkt aufs Herz.

Arbeitsbedingter Stress, Ängste und Depressionen treiben das Infarktrisiko in die Höhe. Studien zeigen: Millionen Erwerbstätige leben mit einem psychischen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Frauen sind dabei prozentual häufiger betroffen als Männer. Besonders alarmierend: Junge Frauen reagieren überproportional empfindlich auf Stress – sowohl bei der Entstehung als auch beim Verlauf von Herzkrankheiten.

Stehen bis zum Infarkt: Die unterschätzte Gefahr

Langes Sitzen ist als Risiko bekannt. Doch jetzt warnen Arbeitsmediziner vor einem anderen Faktor: stundenlanges Stehen. Betroffen sind vor allem frauendominierte Berufe wie Pflege, Einzelhandel oder Gastronomie.

Eine kanadische Langzeitstudie mit über 7.300 Teilnehmern brachte es ans Licht: Wer mehr als 15 Stunden pro Woche stehen muss, verdoppelt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zu sitzenden Tätigkeiten. Der Grund? Das Blut sammelt sich in den Beinen, erhöht die Venenspannung und verursacht oxidativen Stress. In Kombination mit Bluthochdruck wird diese Belastung zur tickenden Zeitbombe für Frauenherzen.

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Prävention: Fünf Faktoren, die alles verändern

Mehr als die Hälfte aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen ließen sich verhindern. Der Schlüssel liegt in fünf Risikofaktoren: Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Diabetes und Rauchen.

Doch hier zeigt sich erneut die Geschlechterlücke: Bluthochdruck und Diabetes erhöhen das Risiko bei Frauen prozentual stärker als bei Männern. Die Kontrolle des Blutdrucks bringt den größten Zugewinn an herzgesunden Lebensjahren. Initiativen wie die GoRed-Kampagne fordern deshalb geschlechtersensible Vorsorge im Betrieb – bisher oft Fehlanzeige.

Paradigmenwechsel: So müssen Unternehmen handeln

Die betriebliche Gesundheitsförderung steht vor einer Reform. Sie muss endlich die spezifischen Belastungen von Frauen berücksichtigen. Das bedeutet konkret: ergonomische Arbeitsplätze mit Wechsel zwischen Stehen, Gehen und Sitzen.

Gleichzeitig braucht es Programme zur Stressbewältigung und besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nur wenn Arbeitgeber, Betriebsärzte und Politik gemeinsam handeln, lässt sich die hohe Sterblichkeit senken. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache – jetzt ist die Wirtschaft am Zug.

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