Hermès: Q1-Umsatz 4,07 Milliarden Euro
23.05.2026 - 16:17:41 | boerse-global.deHermès eröffnet renovierte Flagship-Stores in Berlin und Osaka — und die Aktie reagiert mit einem kleinen Wochenplus. Das klingt besser, als es ist. Denn der Chart erzählt eine andere Geschichte.
Expansion in Berlin und Osaka
In Berlin hat Hermès seinen Laden am Kurfürstendamm neu eröffnet. Das Gebäude im Gründerzeit-Stil stammt aus dem Jahr 1999 und zeigt jetzt alle sechzehn Métiers des Hauses — von Lederware und Mode bis zu Schmuck, Uhren und Reitsport.
Parallel dazu öffnete in Osaka ein erweiterter Laden im Hilton Plaza East. Der Standort verteilt sich nun auf zwei Etagen und verbindet das Sortiment mit Elementen japanischer Natur und Kultur. Japan ist für Hermès kein Randmarkt: Das Land steuert zehn Prozent des Konzernumsatzes bei. Im Jahr 2025 wuchs der Umsatz dort um 14,1 Prozent zu konstanten Wechselkursen.
Für Anleger geht es bei solchen Eröffnungen weniger um den Umsatz eines einzelnen Ladens. Entscheidend ist das Signal: Hermès investiert gezielt in Märkte, die wachsen.
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Wochenbilanz: Leichtes Plus, langer Schatten
Die Aktie schloss am Freitag bei 1.598 Euro — ein Minus von 1,08 Prozent am Tag, aber ein Wochenplus von 1,3 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier rund 25 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 2.465 Euro trennen die Aktie derzeit mehr als 35 Prozent.
Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.683 Euro — die Aktie notiert deutlich darunter. Der RSI von 78 signalisiert technisch überkaufte Bedingungen, obwohl der übergeordnete Trend klar nach unten zeigt. Kein Wunder, dass der Markt die Expansionsnachrichten nur verhalten honoriert.
Fundamentale Basis: Wachstum trotz Währungsgegenwind
Das erste Quartal 2026 lieferte Hermès einen Konzernumsatz von 4,07 Milliarden Euro. Zu konstanten Wechselkursen wuchs der Umsatz um 5,6 Prozent. Zu laufenden Kursen sank er dagegen um 1,4 Prozent — Währungseffekte kosteten rund 290 Millionen Euro.
Regional lief es in Europa außerhalb Frankreichs mit plus 9,7 Prozent stark. Japan legte 9,6 Prozent zu, Amerika sogar 17,2 Prozent. Asien-Pazifik ohne Japan wuchs nur um 2,2 Prozent. Frankreich und der Nahe Osten gaben nach.
Das Management bestätigte das mittelfristige Ziel: ambitioniertes Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen — trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
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Technisches Bild: Widerstand vor der Tür
Kurzfristig, mittelfristig, langfristig — alle technischen Trends zeigen laut Marktanalysten nach unten. Die Unterstützung liegt bei rund 1.578 Euro, knapp über dem aktuellen 52-Wochen-Tief. Der erste nennenswerte Widerstand befindet sich bei 1.668 Euro.
Solange die Aktie dieses Niveau nicht überwindet, bleibt die Lage klar: gute Fundamentaldaten auf der einen Seite, ein belasteter Luxussektor-Chart auf der anderen. Der nächste Impuls dürfte vom zweiten Quartalsbericht kommen — Hermès veröffentlicht die Umsatzzahlen für das zweite Quartal traditionell Mitte Juli.
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