Hensoldt Aktie: 9,8 Milliarden Euro Auftragsbestand
15.05.2026 - 09:23:38 | boerse-global.deHensoldt geht in die Offensive. Eine Woche vor der Hauptversammlung veröffentlicht der Rüstungskonzern die Rede seines Chefs Oliver Dörre. Das Signal an die Aktionäre ist klar: Die Strategie steht, die Zahlen stimmen.
Auftragsbestand stützt Jahresziele
Das Management bekräftigt die Ziele für das Jahr 2026. Hensoldt erwartet einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll zwischen 18,5 und 19,0 Prozent liegen.
Basis dafür ist ein prall gefülltes Orderbuch. Zum Ende des ersten Quartals lag der Auftragsbestand bei 9,8 Milliarden Euro. Dörre setzt beim künftigen Wachstum stark auf die Skalierung der Produktion. Ferner will der Konzern seine softwarebasierten Verteidigungslösungen konsequent ausbauen.
Soweit so gut. Allerdings gibt es auch Gegenwind. Ein Dachverband kritischer Aktionäre fordert, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Die Aktivisten bemängeln die Exportpraxis und die Maßnahmen zur Korruptionsprävention.
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Hensoldt weist diese Vorwürfe strikt zurück. Der Konzern halte alle Exportregeln ein. Auch die internen Kontrollsysteme entsprächen höchsten industriellen Standards. Das Management hält daher an seinen Beschlussvorschlägen fest.
Analysten bleiben zuversichtlich
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke derzeit nur bedingt wider. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 75,32 Euro. Damit notiert das Papier rund 34 Prozent unter seinem Jahreshoch.
Analysten bewerten die Lage optimistischer. Jefferies ruft ein Kursziel von 90 Euro aus und lobt den starken Auftragsfluss. JP Morgan positioniert sich mit 85 Euro etwas vorsichtiger. Die Experten sehen nur begrenzten Spielraum für Margenüberraschungen.
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Am 22. Mai stimmen die Aktionäre nun über den Kurs des Managements ab. Neben der Entlastung rückt der im März übernommene Optronik-Spezialist Nedinsco in den Fokus. Neue Geschäftszahlen liefert Hensoldt am 31. Juli mit dem Halbjahresbericht.
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