Heliad, Equity

Heliad Equity: GfBk bietet 14,25 Euro je Aktie

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 12:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Heliad Equity zieht sich von der Börse zurück. Hauptaktionär GfBk bietet 14,25 Euro je Anteilsschein für den Ausstieg der Anleger.

Heliad Equity Aktie: Delisting besiegelt – Barangebot für Aktionäre
Abstrakte, atmosphärische Darstellung des Eigenkapital-Investitionssektors, die Finanztransaktionen und Bewertungen andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Ära von Heliad Equity an der Frankfurter Wertpapierbörse endet. Das Management nimmt das Unternehmen vom öffentlichen Markt. Parallel dazu unterbreitet der Hauptaktionär den verbliebenen Anlegern ein Barangebot für ihre Anteile.

Abschied vom öffentlichen Parkett

Der Vorstand hat das Delisting offiziell beschlossen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ende der Notierung bereits am 24. Juni zu. Als Grund nennt das Unternehmen sein spezielles Geschäftsmodell. Das Venture-Capital-Geschäft leide unter den strengen Publizitätspflichten des Kapitalmarkts.

Für Beteiligungen mit mehrjährigem Horizont braucht Heliad laut eigenen Angaben viel Vertraulichkeit. Die Transparenzregeln der Börse passen demnach nicht zu dieser Strategie. Der Rückzug soll die langfristige Wertschöpfung sichern. Operative Probleme innerhalb des Portfolios gebe es hingegen nicht.

Die Details des Angebots

Der Hauptaktionär GfBk will 14,25 Euro je Aktie bieten. Anleger können ihre Anteile voraussichtlich ab Ende Juli einreichen. Die Frist endet Mitte August.

Zuletzt notierte das Papier bei 14,35 Euro. Damit liegt der aktuelle Marktpreis minimal über dem geplanten Angebotspreis. Dies bietet Aktionären vor dem endgültigen Delisting einen letzten Ausstieg über den regulären Handel. Ohne Börsennotiz verlieren die Anteile künftig ihre tägliche Handelbarkeit.

Schwaches Umfeld für Beteiligungen

Der gesamte Sektor kämpft derzeit mit Gegenwind. Im ersten Quartal 2026 sank die Zahl der Transaktionen in Europa deutlich. Steigende Zinsen und politische Krisen bremsen den Markt für Private Equity.

Dennoch verfügen viele Investmentfirmen über hohe Kapitalreserven. Diese Mittel warten noch auf ihren Einsatz. Heliad selbst veröffentlichte am 14. Juli ein Update zum Portfolio. Dieses zeigt den Stand der Beteiligungen zum 30. Juni.

Die Annahmefrist für das Barangebot startet voraussichtlich Ende Juli. Aktionäre müssen bis Mitte August eine Entscheidung treffen. Wer die Anteile behält, hält künftig ein Investment in einer nicht mehr börsengehandelten Gesellschaft.

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