Hecla Mining Aktie: Greens-Creek-Tailings in Australien angekommen
27.04.2026 - 14:38:05 | boerse-global.deJahrzehntelang galten sie als Abfall. Jetzt könnten die Abraumhalden des Greens-Creek-Bergwerks in Alaska zu einer neuen Einnahmequelle für Hecla Mining werden — und gleichzeitig eine Umweltlast beseitigen.
6,8 Milliarden Dollar im Abraum
Am 22. April 2026 bestätigte EnviroGold Global den Eingang einer Probe der Greens-Creek-Tailings im australischen Fremantle. Das Material soll dort in einer kommerziellen Validierungskampagne verarbeitet werden.
Der potenzielle Wert ist beträchtlich. Hecla schätzt, dass die Abraumhalden aus über 36 Jahren Betrieb rund 50 Millionen Unzen Silber, 567.000 Unzen Gold sowie erhebliche Mengen Zink, Blei, Kupfer und Nickel enthalten — insgesamt rund 6,8 Milliarden Dollar.
Vier Phasen bis zur Marktreife
Die ersten beiden Testphasen sind abgeschlossen. Ihre Ergebnisse waren bemerkenswert: Das eingesetzte NVRO-Verfahren erzielte Rückgewinnungsraten von 98,1 % bei Silber und 99,5 % bei Gold. Fast alle Sulfide wurden oxidiert.
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Jetzt folgt Phase 3: eine Pilotanlage mit rund 50 Kilogramm Tageskapazität. Danach soll Phase 4 die kommerzielle Produktion mit etwa 300 Tonnen pro Jahr demonstrieren. Beide Phasen sollen bis Ende August 2026 abgeschlossen sein.
Das Verfahren kann laut EnviroGold auch rund 95 % der Nebenmetalle wie Kupfer zurückgewinnen. Bei selteneren Tertiärmetallen liegt die Rate zwischen 60 und 90 %.
Silberpreis als Rückenwind
Der Zeitpunkt ist günstig. Silber notierte am 27. April 2026 bei rund 75,73 Dollar je Unze — ein Plus von etwa 129 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Silver Institute verzeichnet bereits fünf aufeinanderfolgende Jahre mit globalem Angebotsdefizit. Ein sechstes wird für 2026 erwartet.
Die Hecla-Aktie notiert aktuell bei 16,07 Euro und liegt damit rund 7 % unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Zwölfmonatssicht hat das Papier seinen Wert mehr als verdreifacht.
Greens Creek als Kostenbasis
Das Greens-Creek-Bergwerk bleibt Heclas wichtigster Ergebnisträger. Hohe Nebenproduktgutschriften aus Zink, Blei und Gold drücken die Silberförderkosten stark. Für 2026 erwartet das Management All-in-Sustaining-Kosten von 0,00 bis 0,50 Dollar je Unze — eine außergewöhnlich niedrige Basis.
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Hecla plant, die Explorationsausgaben 2026 auf 55 Millionen Dollar nahezu zu verdoppeln. Schwerpunkte sind Nevada, Greens Creek, Keno Hill und Lucky Friday.
Bewertung lässt wenig Spielraum
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 39,6x — deutlich über dem Branchendurchschnitt von 22,8x und dem geschätzten fairen Wert von 34,1x. Viel Optimismus ist also bereits eingepreist.
Der nächste konkrete Prüfstein: die anstehenden Quartalszahlen. Sie werden zeigen, wie sich der schuldenfreie Konzern beim freien Cashflow schlägt. Ob das Tailings-Programm bis Ende August die Phase-4-Hürde nimmt, dürfte die längerfristige Neubewertung des Unternehmens beeinflussen.
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