Hecken-Schnittverbot, Tagen

Hecken-Schnittverbot startet in acht Tagen

20.02.2026 - 11:18:12 | boerse-global.de

Ab 1. März tritt ein bundesweites Schnittverbot für Hecken in Kraft, um brütende Vögel zu schützen. Gleichzeitig erfordert ein prognostizierter warmer Frühling besondere Vorsicht bei der Gartenarbeit.

Der Countdown für den radikalen Rückschnitt läuft. Ab dem 1. März sind tiefgreifende Schnitte an Hecken und Gebüschen bundesweit verboten. Gleichzeitig prognostizieren Meteorologen einen ungewöhnlich warmen Frühling – doch Vorsicht vor voreiligen Gartenaktionen ist geboten.

Gesetzliche Frist: Was jetzt noch erlaubt ist

Am 28. Februar endet die Saison für radikale Rückschnitte. Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes schützt vom 1. März bis 30. September brütende Vögel und Kleintiere. Das sogenannte „Auf-den-Stock-setzen“, also das Kappen knapp über dem Boden, ist dann tabu.

Leichte Form- und Pflegeschnitte bleiben dagegen erlaubt. Dabei darf nur der frische Zuwachs entfernt werden, solange keine brütenden Vögel gestört werden. Verstöße gegen das Verbot können als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet werden.

Naturschutzverbände wie der NABU weisen aktuell eindringlich auf die Frist hin. Der Hintergrund ist alarmierend: Der Bestand vieler heimischer Vogelarten ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Dichte Hecken sind für Arten wie Grünfink oder Goldammer überlebenswichtige Rückzugsorte.

DWD-Prognose: Frühling auf der Überholspur

Der Deutsche Wetterdienst sieht einen warmen Frühling kommen. Seine aktuelle saisonale Klimavorhersage zeigt eine hohe Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen von März bis Mai. Der phänologische Frühling beginnt immer früher.

Doch Meteorologen warnen vor trügerischer Sicherheit. Das Risiko von Kälterückfällen, dem sogenannten Märzwinter, bleibt bestehen. Experten raten dringend davon ab, den Winterschutz bei empfindlichen Pflanzen wie Rosen oder Kübelpflanzen bereits zu entfernen. Vliese und Abdeckungen sollten griffbereit bleiben.

Boden und Aussaat: Geduld schlägt Eifer

Trotz verlockender Sonnenstrahlen warnen Fachleute vor zu frühem Aktivismus. Solange die Bodentemperaturen nicht dauerhaft über 10 Grad Celsius liegen, schadet Vertikutieren mehr als es nützt. Der feuchte Boden würde sich verdichten.

Stattdessen liegt der Fokus jetzt auf der Vorzucht. Auf der Fensterbank ist der ideale Zeitpunkt für wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten, Paprika und Auberginen. Im abgetrockneten Freiland können erste Reihen von Spinat oder Dicken Bohnen gesät werden.

Für Ziergärtner gilt die Faustregel der Forsythien-Blüte: Erst wenn diese Sträucher blühen, ist der optimale Zeitpunkt für den Rosenschnitt gekommen.

Trendthema Wasser: Trockenheit im Osten erwartet

Die DWD-Daten zeigen eine Tendenz zu trockeneren Bedingungen in Teilen Ostdeutschlands. Das rückt das Wassermanagement in den Fokus. Landschaftsgärtner empfehlen, jetzt Regentonnen zu installieren oder Bewässerungssysteme zu warten.

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Der Trend geht zu klima-resilienten Flächen. Die Verwendung von torffreier Erde wird nicht nur aus Umweltschutzgründen empfohlen – moderne Substrate speichern Wasser oft besser. Der Garten im Jahr 2026 muss flexibler denn je auf Wetterextreme reagieren.

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