Harvard-Studie, Kaffee

Harvard-Studie: Kaffee und Tee senken Demenzrisiko

11.02.2026 - 17:01:12

Eine Langzeitstudie zeigt, dass moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee das Risiko für Demenz um bis zu 18 Prozent reduzieren kann. Die Forscher sehen darin einen Baustein für die Gehirngesundheit.

Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich können das Demenzrisiko um 18 Prozent senken. Das zeigt eine neue Langzeitstudie aus den USA, die diese Woche im Fachjournal JAMA veröffentlicht wurde. Auch Teetrinker profitieren deutlich.

Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health und assoziierter Institute analysierten Gesundheitsdaten von mehr als 131.000 Menschen über bis zu 43 Jahre. Die Ergebnisse sind eindeutig: Moderater Konsum koffeinhaltiger Getränke geht mit einem deutlich geringeren Risiko für Demenzerkrankungen wie Alzheimer einher.

Die optimale Dosis fürs Gehirn

Die Studie identifizierte eine Art „Sweet Spot“ für den Schutzeffekt. Den größten Nutzen brachte eine tägliche Aufnahme von:
* Zwei bis drei Tassen koffeinhaltigem Kaffee (Risikoreduktion: 18 Prozent)
* Ein bis zwei Tassen Tee (Risikoreduktion: bis zu 16 Prozent)

Ein entscheidendes Detail: Entkoffeinierter Kaffee zeigte keine signifikante Schutzwirkung. Das legt nahe, dass Koffein selbst der Schlüsselfaktor ist – oder andere Stoffe, die beim Entkoffeinieren verloren gehen.

Wie schützt Koffein das Gehirn?

Die Wissenschaftler vermuten, dass eine Kombination aus Koffein und Antioxidantien wie Polyphenolen für den Effekt verantwortlich ist. Diese Substanzen könnten das Gehirn auf zwei Wegen schützen:
1. Sie reduzieren Entzündungen und oxidativen Stress – beides Triebkräfte für Demenzerkrankungen.
2. Laborstudien deuten darauf hin, dass Koffein die Ansammlung schädlicher Amyloid- und Tau-Proteine hemmen kann, die typisch für Alzheimer sind.

„Die Ergebnisse gelten auch für Menschen mit genetischer Veranlagung“, betont Studienleiter Yu Zhang von der Harvard Chan School. Das unterstreicht die breite Relevanz der Erkenntnisse.

Korrelation, nicht Kausalität: Die Grenzen der Studie

Trotz der robusten Datenlage mahnen die Forscher zur Vorsicht. Die Studie zeigt eine klare Korrelation, beweist aber keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung. Könnten andere Lebensstilfaktoren von Kaffeetrinkern den Effekt verstärken?

„Der beobachtete Effekt ist statistisch signifikant, aber in der Größe gering“, ordnet Seniorautor Daniel Wang von der Harvard Medical School ein. Kaffee oder Tee seien nur „ein Teil des Puzzles“ für die Gehirngesundheit.

Externe Experten wie Dr. Susan Kohlhaas von Alzheimer’s Research UK betonen: Die Studie beweise nicht, dass die Getränke das Gehirn direkt schützen. Weitere Forschung sei nötig.

Ein Baustein von vielen für ein gesundes Gehirn

Die Harvard-Ergebnisse fügen sich in ein wachsendes Bild ein: Lebensstil entscheidet mit über das Demenzrisiko. Neben moderatem Kaffee- oder Teegenuss gelten als weitere Säulen der Prävention:
* Ausgewogene Ernährung
* Regelmäßige Bewegung
* Geistige Aktivität
* Ausreichend Schlaf

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Für die öffentliche Gesundheit wirft die Studie eine spannende Frage auf: Sollte moderater Koffeinkonsum offiziell als Präventionsbaustein empfohlen werden? Die Forschung muss hier noch die genauen biologischen Mechanismen entschlüsseln. Bis dahin kann die morgendliche Tasse Kaffee aber mit einem zusätzlichen Pluspunkt genossen werden.

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