Harvard-Studie: Kaffee und Tee senken Demenz-Risiko
12.02.2026 - 05:21:12Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich könnten das Gehirn schützen. Eine große Langzeitstudie der Harvard University liefert die bisher stärkste Evidenz für diesen Effekt. Die Ergebnisse wurden diese Woche im Fachjournal JAMA veröffentlicht.
Die Forscher analysierten Gesundheitsdaten von über 130.000 Teilnehmern, die bis zu 43 Jahre lang begleitet wurden. Ihr Fazit: Der regelmäßige, moderate Konsum koffeinhaltiger Getränke ist mit einem deutlich geringeren Demenzrisiko verbunden.
So stark sinkt die Wahrscheinlichkeit
Die Zahlen sind eindeutig. Im Vergleich zu Menschen, die kaum Kaffee tranken, hatten diejenigen mit dem höchsten Konsum ein um bis zu 18 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Bei Teetrinkern lag die Risikoreduktion bei etwa 16 Prozent.
Die schützende Wirkung erreichte ein Plateau bei einer bestimmten Menge:
* Kaffee: 2-3 Tassen pro Tag
* Tee: 1-2 Tassen pro Tag
Eine entscheidende Erkenntnis: Für entkoffeinierten Kaffee fand sich kein vergleichbarer Schutzeffekt. Das legt nahe, dass Koffein selbst der Schlüssel sein könnte.
Warum schützt Koffein das Gehirn?
Die Studie zeigt eine Korrelation, kann aber keine direkte Ursache beweisen. Die Ergebnisse passen jedoch zu bekannten biologischen Mechanismen. Kaffee und Tee enthalten neben Koffein bioaktive Substanzen wie Polyphenole. Diese wirken antioxidativ und entzündungshemmend – zwei Faktoren, die bei der Entstehung von Demenz eine Rolle spielen.
Frühere Laborstudien deuten zudem darauf hin, dass Koffein die Ansammlung schädlicher Proteine im Gehirn hemmen kann, die für Alzheimer typisch sind.
Effekt gilt auch bei genetischem Risiko
Ein bemerkenswertes Ergebnis: Der schützende Effekt zeigte sich unabhängig von der genetischen Veranlagung. Selbst Personen mit einem erhöhten genetischen Risiko für Alzheimer, etwa Träger des APOE4-Gens, profitierten in ähnlichem Maße.
Das unterstreicht, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung das individuelle Risiko modifizieren können – eine gute Nachricht für viele.
Ein Puzzleteil der Prävention
Trotz der robusten Daten betonen die Autoren die Grenzen ihrer Arbeit. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Nicht erfasste Faktoren, wie der allgemein gesündere Lebensstil von Kaffeetrinkern, könnten den Zusammenhang beeinflussen.
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Die Forscher sehen ihre Ergebnisse als ermutigendes Puzzleteil. Die absolute Risikoreduktion sei moderat. Die Studie ist daher keine Aufforderung, mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. Für diejenigen, die moderate Mengen gut vertragen, bietet sie aber eine weitere Bestätigung.
Die wichtigsten Säulen der Demenzprävention bleiben ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und geistiger Aktivität. Der morgendliche Kaffee oder Tee kann diesen Ansatz sinnvoll ergänzen.
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