Harvard-Studie, Brokkoli

Harvard-Studie: Brokkoli und Kohl senken Brustkrebsrisiko

27.12.2025 - 13:01:12

Eine Langzeitstudie zeigt, dass der tägliche Verzehr von Brokkoli und Co. das Risiko für aggressive Brustkrebsarten um etwa neun Prozent reduziert.

Brokkoli, Kohl und andere Kreuzblütler können das Brustkrebsrisiko senken. Das belegt eine neue Langzeitstudie der Harvard University, die diese Woche auf einem großen Krebskongress für Aufsehen sorgte. Besonders aggressiven Tumorarten scheinen die Gemüsesorten entgegenzuwirken.

Schutzeffekt in großen Gesundheitskohorten nachgewiesen

Forscher analysierten über drei Jahrzehnte die Daten von mehr als 169.000 Frauen aus den bekannten Nurses‘ Health Studies. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen, die täglich mehr als eine Portion Kreuzblütler-Gemüse aßen, hatten ein um etwa 9 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko. Der Effekt zeigte sich besonders bei schwer behandelbaren, aggressiven Tumorsubtypen.

„Diese Daten liefern eine starke epidemiologische Bestätigung für das, was wir aus dem Labor kennen“, kommentierte ein Experte die Studie. Sie wurde im Dezember als Highlight auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium präsentiert.

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Glucosinolate wirken als natürliche Waffe

Verantwortlich für den Schutz sind die in Kreuzblütlern enthaltenen Glucosinolate. Diese schwefelhaltigen Pflanzenstoffe werden im Körper in wirksame Verbindungen wie Sulforaphan umgewandelt.

Diese Substanzen können:
* Das Wachstum von Krebszellen direkt hemmen.
* Die Blutversorgung von Tumoren stören.
* Entzündungsprozesse im Körper reduzieren.
* Körpereigene Entgiftungsenzyme aktivieren.

„Sulforaphan hilft, DNA-Schäden zu reparieren – genau dort setzt Krebs an“, erklärt ein Mediziner den präventiven Mechanismus.

Das ganze Gemüse ist entscheidend

Experten betonen: Der Schutz kommt vom Verzehr des ganzen Gemüses, nicht von Pillen. Die Wirkstoffe werden erst durch Kauen und Verdauung optimal freigesetzt. Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel bergen dagegen Risiken wie Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Zu den effektivsten Sorten zählen:
* Brokkoli (und Brokkolisprossen)
* Blumenkohl
* Rosenkohl
* Grünkohl
* Rucola

Trend zu „Food as Medicine“ gestärkt

Die Studie markiert einen Schritt weg von allgemeinen Ratschlägen hin zu präziser Prävention. Sie bestätigt den Trend „Essen als Medizin“ und reiht sich in ähnliche aktuelle Erkenntnisse etwa zu Darmkrebs ein. Könnten künftig onkologische Leitlinien spezifische Gemüse-Empfehlungen enthalten?

Für 2026 planen die Forscher weitere Analysen. Sie wollen klären, ob die genetische Veranlagung einer Frau die Wirkung der Pflanzenstoffe beeinflusst – ein Schritt zur personalisierten Vorsorge. Die klare Botschaft für heute lautet: Der tägliche Griff zu Brokkoli ist eine wissenschaftlich fundierte, einfache Schutzmaßnahme.

@ boerse-global.de