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Hanwha Solutions Aktie: Lieferstopp droht

13.03.2026 - 10:57:06 | boerse-global.de

Die Blockade der Straße von Hormus unterbricht die Naphtha-Versorgung für Hanwha Solutions. Das Unternehmen prüft die Ausrufung von Höherer Gewalt, was zu Produktionsausfällen und einem deutlichen Aktienkursverlust führt.

Hanwha Solutions Aktie: Lieferstopp droht - Foto: über boerse-global.de
Hanwha Solutions Aktie: Lieferstopp droht - Foto: über boerse-global.de

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten bringen die südkoreanische Petrochemie massiv in Bedrängnis. Hanwha Solutions bereitet Kunden derzeit auf den Ernstfall vor und prüft die Ausrufung von „Höherer Gewalt“ (Force Majeure) für zentrale Produktlinien. Die Blockade der Straße von Hormus unterbricht die lebenswichtige Versorgung mit Rohstoffen und gefährdet die Produktionsstabilität.

Rohstoffmangel legt Produktion lahm

Der Hauptgrund für die kritische Lage ist die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Für die südkoreanische Energieversorgung ist die Straße von Hormus eine unverzichtbare Ader: Mehr als 55 % der Naphtha-Importe des Landes werden über diese Route transportiert. Naphtha ist der entscheidende Rohstoff für die petrochemischen Prozesse von Hanwha Solutions.

Interne Mitteilungen an Kunden verdeutlichen die Schwere der Situation. Das Unternehmen spricht von einer „unvorhersehbaren Unmöglichkeit“, Verträge für spezifische Polyolefin-Linien wie Ethylen und Propylen zu erfüllen. Diese Entwicklung folgt auf eine ähnliche Erklärung des wichtigen Rohstofflieferanten Yeocheon NCC, der bereits am 4. März aufgrund von Naphtha-Mangel den Status der höheren Gewalt ausgerufen hatte.

Branche unter Druck

Hanwha Solutions steht mit diesen Problemen nicht allein da. Die gesamte südkoreanische Chemiebranche kämpft mit den Folgen der Blockade. Wettbewerber wie LG Chem und Lotte Chemical haben ihre Kunden ebenfalls vor Lieferverzögerungen und möglichen Produktionsstopps gewarnt.

Zusätzlich belasten die explodierenden Rohstoffkosten die operativen Margen. Der Preis für die Sorte Brent kletterte zuletzt um über 9 % auf mehr als 100 US-Dollar pro Barrel. In Kombination mit logistischen Engpässen entsteht ein enormer Kostendruck, den die Hersteller kaum abfedern können.

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Anleger reagieren nervös

Die Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Handelsverlauf wider. Marktdaten zeigen, dass insbesondere institutionelle Top-Anleger ihre Positionen bei Hanwha Solutions im frühen Handel reduziert haben. Die Aktie verlor heute 7,59 % und notiert aktuell bei 48.700 KRW. Zwar weist der Titel seit Jahresbeginn noch immer ein deutliches Plus von rund 82 % auf, doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch hat sich durch den jüngsten Rücksetzer auf fast 17 % vergrößert.

In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, wie lange die Blockade der Straße von Hormus andauert. Die Fähigkeit von Hanwha Solutions, alternative Naphtha-Quellen zu erschließen oder die gestiegenen Rohstoffkosten an die Endkunden weiterzugeben, ist nun der zentrale Faktor für die weitere Geschäftsentwicklung.

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