Hanwha, Solutions

Hanwha Solutions Aktie: Aktionärsaufstand droht

02.04.2026 - 12:45:24 | boerse-global.de

Das Management von Hanwha Solutions kündigt eine milliardenschwere Kapitalerhöhung an, nachdem es Kreditbedingungen gebrochen hat. Kleinaktionäre organisieren Widerstand und die Finanzaufsicht prüft die Vorgänge.

Hanwha Solutions Aktie: Aktionärsaufstand droht - Foto: über boerse-global.de

Hanwha Solutions steht vor einer Zerreißprobe. Nur zwei Tage nach der Hauptversammlung überraschte das Management die Anleger mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung, um eine drohende Schuldenkrise zu entschärfen. Nun formiert sich organisierter Widerstand unter den Kleinaktionären, während die Finanzaufsicht eine Sonderprüfung der Vorgänge eingeleitet hat.

Bruch der Kreditbedingungen

Der Grund für den drastischen Schritt liegt in der prekären finanziellen Verfassung des Unternehmens. Ende 2025 türmte sich die Nettoverschuldung auf 12,2 Billionen Won auf. Besonders kritisch: Das Verhältnis der Schulden zum Betriebsergebnis (EBITDA) erreichte den Faktor 29,1. Damit wurde das in Kreditverträgen festgeschriebene Limit von 5,0 massiv überschritten.

Dieser eklatante Bruch der Vereinbarungen löste einen sogenannten „Event of Default“ aus. Zwar konnte das Unternehmen einen vorübergehenden Verzicht der Gläubiger auf die sofortige Rückzahlung erwirken, doch die Schulden mussten in der Bilanz als kurzfristige Verbindlichkeiten umklassifiziert werden. Die nun angekündigte Ausgabe von 72 Millionen neuen Aktien soll die Liquidität sichern und die Bilanz stabilisieren.

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Vertrauensverlust und Gegenwehr

Die Kommunikation des Vorstands sorgt für erhebliche Verärgerung. Dass der Plan für die 2,4 Billionen Won schwere Kapitalmaßnahme unmittelbar nach der Hauptversammlung verkündet wurde, empfinden viele Investoren als Vertrauensbruch. Über die Plattform „Act“ versuchen Minderheitsaktionäre derzeit, einen Anteil von zehn Prozent zu bündeln, um die Entscheidung des Vorstands rechtlich anzufechten.

Das Management bemüht sich um Schadensbegrenzung:
- 1,5 Billionen Won: Geplante Summe für den Schuldenabbau
- 900 Milliarden Won: Investitionen in das US-Solargeschäft
- 3 Milliarden Won: Geplante Aktienkäufe durch Vize-Chef Kim Dong-kwan als Vertrauensbeweis
- 3. und 4. April 2026: Termine für außerordentliche Investoren-Briefings

An der Börse hinterließen die Nachrichten deutliche Spuren. Die Aktie verlor allein heute über fünf Prozent an Wert und setzt damit ihren Abwärtstrend fort. Seit dem Jahreswechsel konnte der Titel zwar noch ein Plus behaupten, notiert jedoch inzwischen fast 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Februar.

Klarheit über die weitere Strategie und die Erfolgsaussichten der Sanierung erhoffen sich Marktteilnehmer von den anstehenden Briefings am Freitag und Samstag. Dort muss das Management erklären, wie es das Vertrauen der Aktionäre zurückgewinnen und die Verschuldung nachhaltig senken will.

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