Hannovers OB Onay: VW-Beschlüsse sind 'extrem frustrierend'
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 11:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die jetzt bekanntgewordene Einigung ist wirklich ein Rückschlag, das kann man, glaube ich, nicht anders sagen", sagte der Grünen-Politiker im Gespräch mit Antenne Niedersachsen. Die Unsicherheit bestehe weiter.
Kritik: Keine klaren Perspektiven
Mit dem Kompromiss seien Werksschließungen zwar vorerst vom Tisch, aber gleichzeitig gebe es keine klaren Perspektiven. Die Folgenutzung der Werke hängt Onay zufolge von dem Vorstand ab, der an diese Standorte eigentlich nicht mehr glaubt. Das sei denkbar schlecht als Voraussetzung, sagte der Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Das Sparpaket des Konzernvorstandes, dem der Aufsichtsrat einstimmig zugestimmt hatte, sieht vor, dass in den kommenden Jahren unter anderem 50.000 weitere Stellen wegfallen sollen. Vier Werke stehen auf der Kippe.
Neben Hannover auch Emden, Zwickau und Neckarsulm im Fokus
Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, erklärte VW DE0007664039. Für diese Werke würden "parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft".
Onay beschrieb es als unerklärlich, dass man den Standort nicht weiter stärken wolle. "Wir haben mit den Nutzfahrzeugen einen Bereich, der nicht in Konkurrenz zu China steht, der leistungsfähig ist, der wahnsinnig viel Expertise hier vor Ort hat", sagte er dem Radiosender.
Onay: Beschäftigte dürfen keine Managementfehler ausbaden
Da es aus Sicht des Grünen-Politikers eine Perspektive gibt, werde er in den nächsten Monaten gemeinsam mit den Beschäftigten kämpfen. "Es darf nicht sein, dass die Beschäftigten hier Managementfehler ausbaden und das Management einfach hier einfach durchmarschiert mit diesem Beschluss", haderte Onay. Für viele Kolleginnen und Kollegen sei es "extrem frustrierend", was am Standort Hannover gerade passiert.
