Handgelenksarthrose: Sanfte Bewegung stoppt Schmerzen
21.01.2026 - 16:34:12Sanfte Mobilisationsübungen lindern Schmerzen bei Handgelenksarthrose. Das zeigen aktuelle Empfehlungen von Fachleuten. Statt das Gelenk zu schonen, fördert gezielte Bewegung die Produktion von Gelenkflüssigkeit und erhält die Beweglichkeit.
Warum Schonung der falsche Weg ist
Handgelenksarthrose entsteht durch Verschleiß des Knorpels zwischen den Knochen. Frühere Verletzungen oder Überlastung können die Ursache sein. Die Folge: Schmerzen, Schwellungen und steife Gelenke. Viele Betroffene schonen die Hand dann instinktiv – ein fataler Fehler.
Denn der Knorpel ernährt sich durch Bewegung. Fehlt diese, verschlechtert sich sein Zustand weiter. Muskeln und Bänder verkürzen sich, die Gelenkkapsel wird starrer. Ein Teufelskreis aus Schonung und zunehmender Steifigkeit beginnt.
So wirkt sanfte Mobilisation
Der Schlüssel liegt in Bewegung ohne Schmerz. Sanfte, kontrollierte Übungen stimulieren die Durchblutung und regen die Produktion der Synovialflüssigkeit an. Diese Gelenkschmiere ernährt den verbliebenen Knorpel und wirkt wie ein Schmiermittel.
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Organisationen wie die Deutsche Rheuma-Liga und die European League Against Rheumatism (EULAR) empfehlen diese Übungen als ersten Schritt im Krankheitsmanagement. Die Devise: Regelmäßig und mehrmals täglich kurz üben – aber niemals in den Schmerz hineinarbeiten.
Drei einfache Übungen für zu Hause
Ein Physio- oder Ergotherapeut erstellt individuelle Programme. Diese Grundübungen können Sie aber direkt ausprobieren:
- Beugen und Strecken: Den Unterarm auf einen Tisch legen, die Hand ragt über die Kante. Die Hand langsam nach unten und wieder nach oben bewegen.
- Seitliches Winken: In derselben Position die Hand langsam von links nach rechts schwenken.
- Unterarm drehen: Ellbogen am Körper anwinkeln. Die Handfläche langsam nach oben und dann nach unten drehen.
Ein warmes Handbad vor den Übungen lockert die Muskulatur und macht das Gelenk geschmeidiger.
Bewegung ist nur ein Baustein
Die Mobilisation allein reicht meist nicht aus. Erfolgversprechend ist ein multimodaler Ansatz, der mehrere Maßnahmen kombiniert:
- Gezielte Bewegungstherapie
- Ergonomische Anpassungen im Alltag
- Eventuell medikamentöse Schmerzbehandlung
- Einsatz von Hilfsmitteln oder Schienen
Spezialisierte Handtherapeuten spielen eine zentrale Rolle. Sie können durch passive Mobilisation Verspannungen lösen und die Beweglichkeit gezielt verbessern. Für diese Therapie ist eine ärztliche Verordnung nötig.
Die Zukunft des Arthrose-Managements setzt auf aktive Patienten. Digitale Anwendungen und Telemedizin könnten individualisierte Übungsprogramme bald noch besser unterstützen. Das Ziel bleibt: Lebensqualität erhalten und dem Fortschreiten der Arthrose aktiv entgegenwirken.


