Hamm führt digitales Baugenehmigungsverfahren ein
29.12.2025 - 17:22:13Ab 2026 können Bauherren und Architekten in Hamm Anträge komplett digital stellen und bearbeiten lassen. Die Stadt will damit die Verfahrensdauer deutlich verkürzen und Bürokratie abbauen.
End-to-End-Digitalisierung ohne Medienbrüche
Kern der Neuerung ist das Bauportal.NRW, das zur zentralen Schnittstelle wird. Anträge, die dort eingereicht werden, durchlaufen einen vollständig digitalen Workflow – von der technischen Prüfung durch die Verwaltung bis zum fertigen Bescheid und den Gebührenmitteilungen. Bisherige Medienbrüche zwischen Papier und digitalen Formaten sollen so der Vergangenheit angehören.
Die Stadtverwaltung erhofft sich von der Umstellung eine erhebliche Beschleunigung. Eine zentrale Kommunikationsplattform ermöglicht es, alle relevanten Dokumente bequem herunterzuladen. Sobald eine Entscheidung vorliegt, werden die Beteiligten automatisch per E-Mail benachrichtigt. Das soll für maximale Transparenz im Verfahren sorgen.
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Hybrid-Modell für analoge Antragsteller
Trotz des digitalen Fokus wird Hamm weiterhin Papieranträge annehmen, um allen Bürgern Zugang zu gewährleisten. Doch auch hier setzt die Stadt auf Digitalisierung: Bei Eingang eines Papierantrags können die Antragsteller freiwillig in den digitalen Prozess einsteigen. Sie erhalten dazu ein Einverständnisformular mit der Eingangsbestätigung.
Stimmen sie zu, wird ihr Antrag wie ein Online-Antrag digital bearbeitet und entschieden. Lehnen sie die Option ab, greift ein Hybrid-Modell: Die interne Bearbeitung erfolgt weiterhin digital, um die Effizienz der Verwaltung zu wahren. Die finale Entscheidung und die behördlichen Mitteilungen werden dann aber in Papierform zugestellt.
Technische Infrastruktur als Grundlage
Die Umstellung basiert auf einem Wechsel der Kommunikationsplattform zu einem leistungsfähigeren System. Dieser technische Migrationsprozess befindet sich laut Stadt in der finalen Phase und soll bis zum Start der neuen Verfahren Anfang 2026 abgeschlossen sein.
Das Upgrade soll nicht nur das aktuelle Aufkommen bewältigen, sondern auch eine skalierbare Grundlage für künftige Digitalisierungsprojekte der Verwaltung schaffen. Durch vereinheitlichte Dokumentenmanagement- und Kommunikationskanäle will die Stadt Datenredundanzen vermeiden und allen Fachbereichen Echtzeitzugriff auf den gleichen Aktenstand ermöglichen.
Teil der Smart-City-Strategie
Die Digitalisierung der Baugenehmigung ist ein zentraler Baustein von Hamms Smart-City-Strategie. Die Stadt hat 2025 in entsprechenden Rankings zuletzt aufgeholt. Oberbürgermeister Marc Herter betont stets das Ziel einer „menschlichen, lebenswerten und innovativen“ Stadt.
Die Modernisierung eines der komplexesten Verwaltungsverfahren adressiert einen bekannten Engpass für Investoren, Bauträger und private Bauherren. Für sie ist die Geschwindigkeit der Verwaltung oft ein entscheidender Faktor in der Bauplanung. Hamm positioniert sich damit als wirtschaftsfreundlicher Standort mit effizienter öffentlicher Verwaltung.
Der Schritt fügt sich zudem in landesweite Initiativen Nordrhein-Westfalens ein, Bauordnungen und Verfahren zu standardisieren und zu digitalisieren. Die Nutzung des Bauportal.NRW als Einreichungskanal bindet Hamms lokale Bearbeitung in die landesweite digitale Infrastruktur ein. Das schafft Planungssicherheit für Architekten und Ingenieure, die in verschiedenen Kommunen tätig sind.
Ausblick auf 2026
Vor dem Starttermin Anfang 2026 will die Stadt weitere Handlungsanleitungen für Architekten, Ingenieure und Bauträger veröffentlichen. Die finale Phase der technischen Migration ist entscheidend für einen reibungslosen Start.
Für die Bauwirtschaft in Hamm verspricht das papierlose und schnellere Genehmigungsverfahren eine positive Perspektive für das kommende Jahr. Sollte sich das vollständig digitale Baugenehmigungsverfahren bewähren, könnte es als Blaupause für andere Verwaltungsdienstleistungen der Stadt dienen und die digitale Transformation weiter beschleunigen.
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