Halliburton, Aktie

Halliburton Aktie: InformatiQ-Übernahme für Landmark-Suite

01.06.2026 - 19:19:13 | boerse-global.de

Halliburton übernimmt InformatiQ AS und treibt die Digitalisierung voran. Neue Bohrtechnik und Partnerschaft mit Pertamina untermauern die Wachstumsstrategie.

Halliburton Aktie: InformatiQ-Übernahme für Landmark-Suite - Bild: über boerse-global.de
Halliburton Aktie: InformatiQ-Übernahme für Landmark-Suite - Bild: über boerse-global.de

Der Ölfelddienstleister Halliburton kauft sich norwegisches Tech-Know-how ein. Das Unternehmen übernimmt InformatiQ AS, einen Anbieter cloud-nativer Software aus Stavanger. Ziel: die digitale Plattform geologiQ in die eigene Landmark-Suite integrieren. Ein strategischer Schritt, der die Position im wachsenden Markt für digitale Bohrloch-Management-Systeme stärken soll.

Software statt Schmieröl

InformatiQ bringt eine 3D-Digital-Twin-Plattform mit. Mit geologiQ können Betreiber komplexe Bohrlochdaten visualisieren und Logistikprozesse steuern. Ulf Vegard Jensen, bisher CEO von InformatiQ, wechselt in die Halliburton-Organisation. Das ist kein Zufall: schon im April 2026 hatte Halliburton Sekal AS übernommen, einen Spezialisten für Bohrautomation. Die Stoßrichtung ist klar: Das Unternehmen setzt auf Digitalisierung, nicht nur auf Hardware.

Neue Bohrer, neue Märkte

Parallel dazu bringt Halliburton frische Technik in den Bohrkeller. Im Januar stellte der Konzern den HyperSteer MX vor, einen matrixbasierten Bohrmeißel ohne Schaft – eine Premiere in der Branche. Das Teil soll in abrasiven Hochfluss-Umgebungen länger durchhalten und die Zahl der Bohrlochfahrten reduzieren. Amr Hassan, Vice President Drill Bits and Services, spricht von geringeren Gesamtkosten pro Bohrloch.

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Ein weiteres Standbein: die Zusammenarbeit mit Indonesiens Staatskonzern Pertamina. Seit Februar läuft eine Absichtserklärung, im Mai wurde sie bestätigt. Geplant sind unter anderem KI-gestützte Untergrundinterpretation, Multi-Lateral-Bohrungen und integriertes Asset-Management für reife Felder. Auch internationale Projekte im Nahen Osten sind im Gespräch.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die Aktie notiert aktuell bei 33,96 Euro – ein Plus von gut zwei Prozent an diesem Montag. Sie liegt damit knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,03 Euro, das Mitte Mai erreicht wurde. Analysten geben im Schnitt ein "Outperform"-Rating, das Kursziel liegt bei umgerechnet rund 43,68 Dollar. Die Bewertung spiegelt das Vertrauen in die Strategie: Digitalisierung plus Bohrexpertise, ausgerollt über globale Partnerschaften. Ob das reicht, um das Allzeithoch zurückzuerobern, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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