Habsburg fordert wehrhaftes und wirtschaftlich starkes Europa
11.01.2026 - 15:42:12Karl Habsburg hat Europa zu mehr Eigenständigkeit und Härte aufgerufen. In seiner traditionellen Zukunftsrede forderte das Oberhaupt des Hauses Habsburg-Lothringen am Sonntag eine Abkehr von bürokratischer Selbstfesselung.
Die Veranstaltung in der Wiener Fuchs-Villa versammelte hochrangige Gäste wie Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Vor dem Hintergrund transatlantischer Spannungen und des Ukraine-Krieges skizzierte Habsburg ein düsteres Bild: Europa könne sich nicht mehr auf den Schutz der USA verlassen.
Für Habsburg ist wirtschaftliche Autonomie keine Option mehr, sondern eine Überlebensfrage. Er kritisierte eine überbordende EU-Bürokratie, die die Innovationskraft lähme. Wahre Verantwortung bedeute, Rahmenbedingungen für unternehmerische Freiheit zu schaffen.
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Nur ein wirtschaftlich potentes Europa könne sich die notwendige Verteidigungsfähigkeit leisten. „Echte europäische Außenpolitik ist untrennbar mit wirtschaftlicher Stärke verbunden“, so seine Kernaussage.
Scharfe Attacke gegen EU-Skeptiker
Besonders scharf ging Habsburg mit internen Kritikern der europäischen Einigung ins Gericht. Die Fraktion „Patrioten für Europa“ im EU-Parlament bezeichnete er als „fünfte Kolonne Moskaus“.
Diese Kräfte betrieben einen doppelten Hochverrat – an ihren Nationen und an der europäischen Idee. Eine Rückabwicklung der Integration würde den Binnenmarkt zerstören und Europa in die Bedeutungslosigkeit führen, warnte er.
Klare Forderung: Regimewechsel in Moskau
Zum russischen Angriffskrieg fand Habsburg klare Worte. Frieden gebe es nur durch die vollständige Wiederherstellung der Ukraine und einen Regimewechsel in Moskau.
Die Vorstellung einer wirtschaftlichen Normalität mit dem aktuellen Kreml-Regime wies er als gefährliche Illusion zurück. Europa müsse sich dauerhaft von russischen Rohstoffen entkoppeln.
- Sanktionen müssten nicht nur aufrechterhalten, sondern ausgebaut werden.
- Eingefrorene russische Vermögenswerte sollten konsequent für den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden.
Ein Appell im Jahr der Entscheidungen
Die Rede fällt in eine Zeit politischer Verschiebungen. Die Anwesenheit der pro-europäischen Außenministerin Meinl-Reisinger unterstreicht den Kurs der österreichischen Regierung. Auf EU-Ebene wächst der Druck, die strategische Autonomie schneller voranzutreiben.
Beobachter werten den Appell als Weckruf für das laufende Jahr. Die Diskussionen um ein EU-Außenministerium und eine Verteidigungsunion dürften an Fahrt aufnehmen. Die wirtschaftliche Komponente – weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit – wird zum entscheidenden Hebel für die Akzeptanz dieser Reformen.
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