Gucci, Mailand

Gucci schockt Mailand mit provokanter Demna-Premiere

28.02.2026 - 21:39:11 | boerse-global.de

Guccis radikale Herbst/Winter-Show unter Kreativdirektor Demna löst Kontroversen aus. Die Strategie zielt auf kulturelle Relevanz, um sinkende Verkaufszahlen zu bekämpfen.

Guccis neue Herbst/Winter-Kollektion spaltet die Modewelt. Der erste Laufstegauftritt von Kreativdirektor Demna bei der Mailänder Modewoche setzte auf radikale, körperbetonte Mode und löste eine hitzige Debatte aus. Die Show markiert einen klaren Bruch mit der jüngeren Vergangenheit des Luxushauses.

Bereits im Vorfeld sorgte Gucci für Kontroversen. Die Kampagnenbilder zur Show waren offensichtlich KI-generiert – eine Entscheidung, die in den sozialen Medien auf massive Kritik stieß. Viele Nutzer empfanden die digitalen Visuals als seelenlos und unpassend für die traditionsreiche Marke. Der Shitstorm war der perfekte Brandbeschleuniger für die mit Spannung erwartete Premiere.

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Auf dem Laufsteg: Die Rückkehr der 90er-Provokation

Die Kollektion "Gucci Primavera" ließ dann keine Zweifel an Demnas Richtung. Hautenge Minikleider, transparente Spitzen-Ensembles und extrem tief sitzende Hosen mit gewagten Aussparungen dominierten den Laufsteg. Branchenbeobachter sprechen von einer direkten Anlehnung an die unverblümte Ästhetik der Tom-Ford-Ära in den 90er Jahren.

Den Höhepunkt setzte Supermodel Kate Moss. Sie schloss die Show in einem rückenfreien Kleid, das einen integrierten Gucci-G-String enthüllte – eine ikonische Reminiszenz. Die Reaktionen fielen gespalten aus: Die einen feiern die Rückkehr zu selbstbewusster, sexy Mode, die anderen kritisieren einen mangel an Tiefe und intellektuellem Anspruch.

Demnas Strategie: Kulturelle Relevanz um jeden Preis

Hinter der Provokation steckt eine klare Strategie. Demna, der im März 2025 ernannt wurde, steht unter enormem Druck, die sinkenden Verkaufszahlen des Hauses umzukehren. Seine Lösung: Gucci muss wieder ins Zentrum des kulturellen Gesprächs rücken.

Der Designer betonte vor der Show, dass Gucci zu einem "Gefühl" werden müsse. Sein Ziel ist es, kulturelle Relevanz aus der Subkultur zu schöpfen und eine neue, junge Community anzusprechen. Analysten sehen darin einen bewussten Schachzug, um mit begehrenswerten "Produkten" die kommerzielle Attraktivität wiederherzustellen.

Doch ist der Schockeffekt nachhaltig? Die Modewelt beobachtet nun gespannt, ob diese radikale Neuausrichtung die traditionellen Werte des Hauses untergräbt oder ihm tatsächlich zu neuer Stärke verhilft. Die ersten Reaktionen des Einzelhandels und der Key-Kunden werden entscheidend sein. Eines ist sicher: Unter Demna wird Gucci nicht mehr ignoriert.

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