GSK Aktie: Zwei Fronten, ein Kurs
28.04.2026 - 10:19:50 | boerse-global.deGSK kämpft gleich auf zwei juristischen und regulatorischen Schauplätzen — und die Aktie reagierte heute mit einem Abschlag von 2,70 Prozent auf 2.020 Pence an der Londoner Börse.
Lizenzstreit um Dostarlimab nimmt neue Wendung
Im Rechtsstreit zwischen der GSK-Tochter Tesaro und AnaptysBio hat das Delaware Chancery Court einen Teilantrag abgewiesen: Die Klage auf Schadensersatz wegen vorweggenommener Vertragsverletzung findet vorerst kein Gehör bei Gericht. Wichtig dabei: Das Urteil berührt nicht den eigentlichen Kern des Streits. Die Hauptfrage — ob Tesaro seine Lizenzpflichten aus einem Vertrag von März 2014 erfüllt hat — bleibt offen und wird vor Gericht verhandelt.
AnaptysBio hatte behauptet, Tesaro sei seinen Verpflichtungen aus dieser Vereinbarung nicht nachgekommen, und drohte, die Lizenz für Dostarlimab zu entziehen. Für GSK ist das kein abstraktes Szenario: Dostarlimab, unter dem Handelsnamen Jemperli vermarktet, ist in mehr als 35 Ländern für bestimmte Gebärmutterkrebsformen zugelassen und zählt zu den wachstumsstärksten Präparaten im Portfolio — gestützt durch Indikationserweiterungen in den USA und der EU sowie laufende Studien in weiteren Tumorarten wie Rektum-, Kolon- und Kopf-Hals-Krebs.
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Hepatitis-B-Kandidat erhält beschleunigten FDA-Review
Auf der anderen Seite ein positives Signal: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassungsantragsprüfung für Bepirovirsen unter Priority-Review-Status aufgenommen. Als PDUFA-Zieldatum gilt der 26. Oktober 2026. Das Antisense-Oligonukleotid soll künftig Erwachsene mit chronischer Hepatitis B behandeln — eine Indikation, für die bislang weltweit keine Zulassung besteht.
Die Datenbasis bilden die positiven Ergebnisse der Phase-III-Studien B-Well 1 und B-Well 2. Bepirovirsen wurde ursprünglich von Ionis Pharmaceuticals entwickelt; GSK lizenzierte den Wirkstoff und begleitete die klinische Entwicklung. Zusätzlich verfügt das Mittel über eine Breakthrough-Therapy-Designation der FDA — ein Status, der auf besonders vielversprechende frühe Studiendaten hinweist.
Zwei unterschiedliche Nachrichten, beide mit erheblichem kommerziellem Gewicht für GSK: Der Ausgang des Tesaro-Prozesses entscheidet über die Zukunft eines bereits etablierten Umsatzträgers, während der Hepatitis-B-Kandidat das Pipeline-Portfolio um eine potenzielle Ersttherapie ergänzen könnte.
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