GSK, Aktie

GSK Aktie: Deal-Marathon geht weiter

24.02.2026 - 13:22:36 | boerse-global.de

Der britische Pharmakonzern GSK erweitert sein Portfolio mit neuen Allianzen für RNA-Therapien, CRISPR-Technologie und Fertigungskapazitäten. Die strategischen Schritte stärken die Pipeline in Schlüsselbereichen.

GSK expandiert weiter – und zwar gleich an mehreren Fronten. Am 24. Februar 2026 verkündete der britische Pharmakonzern drei neue Partnerschaften, die das Portfolio in den Bereichen RNA-Therapien, Gen-Editing und Fertigung ausbauen. Die Deals verdeutlichen die strategische Ausrichtung: Plattformtechnologien und entzündungsgetriebene Erkrankungen stehen im Zentrum.

Zwei neue RNA-Programme für bis zu 963 Millionen Dollar

Der größte Coup des Tages ist die Zusammenarbeit mit Frontier Biotechnologies aus China. GSK sichert sich exklusive weltweite Rechte an zwei siRNA-Kandidaten des Unternehmens – einer befindet sich bereits in der klinischen Phase I, der andere in der präklinischen Entwicklung. Beide Programme zielen auf Nierenerkrankungen ab und könnten laut GSK als "First-in-Class"-Therapien in mehreren Indikationen eingesetzt werden.

Die Konditionen: 40 Millionen Dollar Upfront-Zahlung, zusätzlich sind bis zu 963 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen möglich, verteilt über Entwicklung, Zulassung und Vermarktung. Hinzu kommen gestaffelte Lizenzgebühren auf weltweite Nettoumsätze. Frontier Biotech übernimmt die frühe Entwicklung – Phase I in China sowie IND-relevante Arbeiten für das zweite Programm. Danach liegt alles in GSKs Händen: globale Studien, Zulassungen, Kommerzialisierung.

Kaivan Khavandi, Leiter von GSKs Immunologie-F&E, spricht von einer "weiteren Stärkung" der Pipeline im Bereich Immunologie. Oligonukleotid-Therapien wie siRNA gelten als Durchbruch, weil sie Gene gezielt stilllegen können – auch bei Zielen, die mit klassischen Wirkstoffen nicht erreichbar sind. Der Markt boomt, vor allem bei chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselleiden.

CRISPR-Zugang wird demokratisiert

Parallel dazu sichert sich GSK weiterhin Zugang zu CRISPR/Cas9-Technologie. ERS Genomics, der Lizenzgeber für das Nobelpreis-gekrönte Gen-Editing-Verfahren, hat am 24. Februar 2026 eine neue "Early Access Express License" vorgestellt. Diese ermöglicht Start-ups und akademischen Ausgründungen kostengünstigen Zugang zur CRISPR-Technologie – für bis zu drei Jahre. Nach Umsatzgenerierung oder Seed-Finanzierung wechseln Lizenznehmer automatisch in Standard- oder Kommerzlizenzen.

GSK gehört zu den bestehenden Lizenznehmern von ERS Genomics und profitiert von einem der umfangreichsten CRISPR-Patentportfolios weltweit: über 130 erteilte Patente, davon mehr als 50 in den USA, mit über 1.400 Ansprüchen. Die Technologie wird vor allem in der Zielidentifikation, bei Zelllinien-Engineering und in der Biopharmaproduktion eingesetzt – Bereiche, in denen GSK aktiv forscht.

250 Millionen Dollar für Fertigung über fünf Jahre

Der dritte Deal betrifft die Produktion: GSK verlängert seine Partnerschaft mit Bora Pharmaceuticals um weitere fünf Jahre bis 2030. Vertragsvolumen: 250 Millionen Dollar. Bora hatte GSKs Fertigungsstandort in Mississauga, Kanada, 2020 übernommen und produziert dort aktuell über 20 kommerzielle Produktlinien und mehr als 335 Einzelprodukte für GSK.

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Die neue Vereinbarung erweitert die Zusammenarbeit auf weitere Standorte im Bora-Netzwerk, darunter eine Anlage in Maple Grove, Minnesota. Seit der Übernahme durch Bora hat das Mississauga-Werk sein technisches Profil ausgebaut: 32 Kunden, 61 Produkte in Entwicklung, über 400 abgeschlossene Projekte. GSK bleibt der größte Partner am Standort.

Für Bora bedeutet der Deal Planungssicherheit – und Wachstum. Die Aktie reagierte prompt: Am 24. Februar 2026 legte das Papier an der Taiwan Stock Exchange um 4,84 Prozent auf 520 Taiwan-Dollar zu. GSK selbst gab an der Londoner Börse leicht um 0,32 Prozent auf 2.206 Pence nach – keine Überraschung bei einem Deal-Portfolio dieser Größenordnung.

Was bedeutet das für die Aktie?

GSK baut konsequent seine Plattformen aus. RNA-Therapien, Gen-Editing, Biologika-Produktion – alles strategische Pfeiler für die nächsten Jahre. Die Deals zeigen: Der Konzern setzt auf externe Innovation, statt alles intern zu entwickeln. Das spart Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig entstehen Verpflichtungen: Die Meilensteinzahlungen bei Frontier könnten langfristig fast eine Milliarde Dollar erreichen – wenn die Programme durchkommen.

Für Anleger ist das Zweierlei: Einerseits erweitert GSK die Pipeline um potenziell lukrative Kandidaten. Andererseits steigt das Entwicklungsrisiko. Noch sind die Frontier-Programme früh, der Weg zur Zulassung lang. Die Fertigungsvereinbarung mit Bora hingegen ist handfest: 250 Millionen Dollar über fünf Jahre, kalkulierbar, ohne große Überraschungen.

Kurz: GSK investiert breit. Die Deals vom 24. Februar 2026 sind konsequent, aber keine Sensation. Sie zeigen eine klare strategische Linie – mehr nicht.

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