GSK Aktie: 300 Millionen Dollar Deal
09.03.2026 - 10:12:08 | boerse-global.deGSK hat heute den Verkauf der weltweiten Rechte an seinem experimentellen Medikament Linerixibat an das italienische Pharmaunternehmen Alfasigma bekannt gegeben. Der britische Pharmakonzern erhält dafür eine Vorauszahlung von 300 Millionen Dollar – weitere Meilensteinzahlungen von bis zu 690 Millionen Dollar könnten folgen.
Linerixibat befindet sich derzeit in der Zulassungsprüfung bei mehreren Gesundheitsbehörden, darunter FDA, EMA und die chinesischen Regulierer. Das Medikament soll Juckreiz bei Patienten mit primärer biliärer Cholangitis lindern, einer seltenen Lebererkrankung. In den USA, der EU und Japan hat der Wirkstoff bereits den Orphan-Drug-Status erhalten.
FDA-Entscheidung steht unmittelbar bevor
Die US-Zulassungsbehörde FDA will am 24. März über Linerixibat entscheiden – in zwei Wochen also. Sollte grünes Licht kommen, fließen weitere 100 Millionen Dollar an GSK. Bei Zulassungen in der EU und Großbritannien würden zusätzlich 20 Millionen Dollar fällig. Darüber hinaus hat sich GSK umsatzabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu 270 Millionen Dollar sowie zweistellige prozentuale Lizenzgebühren auf die weltweiten Nettoumsätze gesichert.
Die Zulassungsanträge basieren auf Daten der Phase-III-Studie GLISTEN, die sowohl beim primären als auch bei wichtigen sekundären Endpunkten positive Ergebnisse zeigte. Patienten berichteten über eine schnelle, signifikante und anhaltende Verbesserung des Juckreizes sowie eine bessere Schlafqualität im Vergleich zu Placebo.
Strategische Neuausrichtung bei GSK
Tony Wood, wissenschaftlicher Vorstand bei GSK, erklärte, der Deal ermögliche es dem Unternehmen, sich stärker auf andere Lebertherapien zu konzentrieren. Im Fokus stehen künftig Behandlungen für chronische Hepatitis B, MASH und alkoholbedingte Lebererkrankungen – Krankheiten, die nach Unternehmensangaben jährlich zwei Millionen Todesfälle verursachen.
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Für Alfasigma eröffnet die Vereinbarung den Eintritt in einen Nischenmarkt für seltene Erkrankungen. Das italienische Unternehmen übernimmt sämtliche Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsrechte für Linerixibat weltweit. Aktuell ist der Wirkstoff noch nirgendwo zugelassen.
Die GSK-Aktie notierte zuletzt bei 2.043 Pence an der Londoner Börse.
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