Grundfreibetrag 2026: Steuerentlastung auf 12.348 Euro festgelegt
03.02.2026 - 20:33:12Die Bundesregierung hat den steuerfreien Grundbetrag für das kommende Jahr offiziell festgelegt. Millionen Bürger profitieren 2026 von einer moderaten, aber planbaren Entlastung – doch die politische Debatte um größere Steuersenkungen ist neu entfacht.
Kern der Entlastung: 252 Euro mehr bleiben steuerfrei
Ab Januar 2026 gilt ein Grundfreibetrag von 12.348 Euro. Das sind 252 Euro mehr als im laufenden Jahr. Bis zu dieser Einkommensgrenze muss kein Bürger Einkommensteuer zahlen. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare verdoppelt sich der Betrag auf 24.696 Euro.
Die Erhöhung ist Teil eines Pakets, das bereits 2024 beschlossen wurde. Parallel steigt der Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro. Das Kindergeld soll ab Juli 2026 auf 259 Euro monatlich pro Kind angehoben werden. Ziel ist der Schutz des Existenzminimums vor Steuern und die Abfederung der Inflation.
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Verfassungsauftrag gegen „kalte Progression“
Die regelmäßige Anpassung ist gesetzlich verankert. Sie soll verhindern, dass Bürger durch reine Preissteigerungen in höhere Steuerprogression rutschen – ein Effekt, der als „kalte Progression“ bekannt ist. Die Höhe leitet sich aus Gutachten zu den Lebenshaltungskosten ab.
„Der Staat darf das Existenzminimum nicht besteuern“, erklärt ein Steuerexperte. „Die automatische Erhöhung ist daher weniger eine Großzügigkeit der Politik, sondern die Erfüllung eines verfassungsrechtlichen Auftrags.“
Wirtschaftsrat der CDU fordert deutlichere Sprünge
Während die Regierung auf Kontinuität setzt, prescht die Opposition vor. Der Wirtschaftsrat der CDU fordert eine spürbar höhere Anhebung des Grundfreibetrags. In einem aktuellen Positionspapier spricht sich der einflussreiche Verband für eine „spürbare Entlastung der Arbeitnehmer“ aus.
Die Forderungen gehen weit über die geplante Anpassung hinaus. Sie umfassen auch eine Anhebung der Grenze für den Spitzensteuersatz und eine automatische Inflationsanpassung aller Steuerstufen. „Die aktuellen Mini-Schritte reichen nicht aus“, argumentiert ein Vertreter. „Mittelschicht und Wirtschaft brauchen echte Impulse.“
Bundesregierung lehnt weitergehende Pläne ab
Aus der Bundesregierung kommt umgehend klare Ablehnung. Ein stellvertretender Regierungssprecher erklärte bereits am Montag, solche Vorschläge stünden „nicht auf der Tagesordnung“. Die Koalition verweist auf ihren eingeschlagenen Haushaltskurs.
Kritiker der Oppositionspläne warnen vor milliardenschweren Löchern im Staatshaushalt. Wo sollen die Mittel für zusätzliche Entlastungen herkommen, ohne Ausgaben zu kürzen oder Schulden zu erhöhen? Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet.
Was bedeutet das für Steuerzahler?
Für den einzelnen Bürger bringt die festgelegte Erhöhung eine konkrete, wenn auch überschaubare Entlastung. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent bleiben netto etwa 75 Euro mehr im Jahr. Für Geringverdiener und Rentner ist jeder steuerfreie Euro besonders wertvoll.
Die politische Diskussion zeigt jedoch: Die Frage nach der Steuerlast bleibt hoch umkämpft. Soll der Staat vorrangig Haushaltsdisziplin wahren oder die Konjunktur durch Kaufkraftstimulation ankurbeln? Die Antwort darauf wird die Steuerpolitik der kommenden Jahre prägen – und wohl auch den nächsten Bundestagswahlkampf.
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