Großbrand, Innsbrucks

Großbrand auf Innsbrucks Nordkette fordert Masseneinsatz

27.12.2025 - 22:30:12

Ein verheerender Waldbrand hielt Innsbruck am Samstag in Atem. Rund 150 Einsatzkräfte und vier Löschhubschrauber bekämpften das Feuer auf der Nordkette, das sich auf acht Hektar ausbreitete. Die dichte Rauchwolke war weithin über dem Inntal sichtbar.

Der Alarm ging kurz vor 13 Uhr ein. Im Gebiet “Tobl” auf etwa 1.400 Metern Höhe breitete sich ein anfangs kleiner Brand rasch aus. Das extrem steile Gelände erschwerte den Zugang für die Feuerwehr massiv. Ein Großaufgebot aus Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren rückte an.

Da Löschfahrzeuge nicht hinkamen, verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Luft und lange Schlauchleitungen. Die Einsatzkräfte errichteten Löschwasserbecken, um die Versorgung sicherzustellen.

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Hubschrauber verhindern Schlimmeres

Vier Hubschrauber aus Tirol, Vorarlberg und Salzburg waren entscheidend. Sie nahmen im Minutentakt Wasser aus dem Inn auf und warfen es über den Flammen ab. Bis zum Abend brachten sie den Brand unter Kontrolle.

Ein “Brand aus” gab es jedoch noch nicht. Die Löscharbeiten mussten in der Nacht unterbrochen werden. Eine Brandwache soll ein Wiederaufflammen sofort melden.

Ermittlungen: War es Pyrotechnik?

Die Polizei nahm erste Ermittlungen auf. Der Fokus liegt auf menschlichem Fehlverhalten. Zeugen berichteten von Personen, die in der Nähe des Brandherds mit pyrotechnischen Gegenständen hantiert hätten.

Die Behörden riefen weitere Zeugen auf, sich zu melden. Trockene Vegetation begünstigte die rasche Ausbreitung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Verantwortlichen strafrechtliche Konsequenzen.

Warum dieser Wald so wichtig ist

Der Nordkettenwald ist mehr als nur Erholungsgebiet. Er fungiert als kritischer Schutzwald für die Stadtteile Hötting und Hungerburg. Er schützt die Siedlungen vor Lawinen, Muren und Steinschlag.

Ein größerer Waldverlust hätte massive Folgen: Es wären teure technische Verbauungen nötig, um das Sicherheitsniveau zu halten. Experten betonen, dass der Zustand dieses Waldes sogar den Immobilienwert in den Hanglagen beeinflusst.

Sperrungen und weitere Löscharbeiten

Für Sonntag gelten strikte Betretungsverbote im betroffenen Gebiet. Wanderer und Sportler sollen die Zone weiträumig meiden. Am Vormittag wollen die Hubschrauber erneut starten, um letzte Glutnester zu bekämpfen.

Erst nach dem endgültigen Löschen können Experten das volle Ausmaß der Schäden begutachten. Der Vorfall dürfte die Debatte über ein Verbot von Pyrotechnik in sensiblen Alpenregionen neu entfachen.

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