Grippewelle klingt ab, aber 5,8 Millionen sind erkältet
08.03.2026 - 10:56:06 | boerse-global.deDie Erkältungssaison in Deutschland hat ihren Höhepunkt überschritten. Das zeigen aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Für Arbeitgeber gibt es vorsichtige Entwarnung, doch Atemwegsinfekte bleiben ein dominierender Faktor im Betriebsalltag. Rund 5,8 Millionen Menschen sind derzeit neu an Grippe, Erkältung oder anderen Infekten erkrankt.
Grippe-Höhepunkt ist überstanden
Die Grippewelle 2025/26 hat ihren Zenit hinter sich gelassen. Die Zahl der Arztbesuche und Krankenhauseinweisungen liegt mittlerweile unter den Werten der Vorsaison. Dennoch machen Influenzaviren weiterhin 28 Prozent der nachgewiesenen Erreger aus. Der dominierende Subtyp ist Influenza A (H3N2).
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Für die Arbeitswelt bedeutet das: Die Grippe bleibt ein Hauptgrund für längere Fehlzeiten. Sie verursacht fast ein Drittel aller aktuellen Atemwegsinfektionen und führt weiter zu Hospitalisierungen.
Corona spielt kaum noch eine Rolle
Das Coronavirus tritt im aktuellen Infektionsgeschehen stark in den Hintergrund. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei nur 0,6 pro 100.000 Einwohner. Bei schweren Infektionen in Krankenhäusern machen COVID-19-Diagnosen laut RKI nur noch rund ein Prozent aus.
Dafür hält das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) weiter an. Es ist für 16 bis 17 Prozent der zirkulierenden Viren verantwortlich. RSV löst auch in der Erwerbsbevölkerung hartnäckige Symptome aus. Die niedrigen Corona-Zahlen entlasten jedoch das Gesundheitssystem und die Krankenstandsstatistiken.
So wirkt sich die Lage auf Betriebe aus
Die Infektionszahlen schlagen sich direkt im Büroalltag nieder. Es gab zuletzt rund 6.900 akute Atemwegserkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Woche. Das führte zu schätzungsweise 1,4 Millionen Arztbesuchen. Epidemiologen stufen das Niveau als moderat und jahreszeittypisch ein.
Krankenkassendaten zeigen die anhaltende Belastung: Erwerbstätige waren 2025 im Schnitt 18,6 bis 19,5 Tage krankgeschrieben. Für 2026 zeichnet sich bei Erkältungen allerdings ein leichter Rückgang ab. Auffällig ist ein anderer Trend: Der ärztliche Bereitschaftsdienst verzeichnet 25 Prozent mehr Anrufe wegen Augenrötungen. Grund ist der frühe Pollenflug, dessen Symptome oft mit Erkältungen verwechselt werden.
Geschwächte Abwehrkräfte im März
Warum sind viele Menschen jetzt besonders anfällig? Ein Hauptgrund ist der weit verbreitete Vitamin-D-Mangel. Nach dem Winter sind über 50 Prozent der Deutschen unzureichend versorgt. Das "Sonnenvitamin" ist jedoch zentral für ein funktionierendes Immunsystem.
Im Vergleich zu den Pandemiejahren normalisiert sich das Geschehen. Die massiven Nachholeffekte der Post-Pandemie-Phase pendeln sich ein. Die aktuelle Erregerverteilung ähnelt wieder den klassischen Mustern der Vor-Corona-Zeit.
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Was kommt auf die Arbeitswelt zu?
Für die kommenden Wochen erwarten Experten einen weiteren Rückgang der Grippe- und Erkältungsviren. Steigende Temperaturen und mehr Aktivitäten im Freien dürften die Übertragung in Büros reduzieren. Arbeitsmediziner raten dennoch zu bewährten Hygienemaßnahmen: Gründliche Händehygiene und regelmäßiges Lüften bleiben effektiv.
Der Fokus im betrieblichen Gesundheitsmanagement verlagert sich. Der zunehmende Pollenflug wird Allergiker belasten – was ebenfalls zu Produktivitätsverlusten führen kann. Die Empfehlung lautet weiterhin: Bei akuten Symptomen möglichst im Homeoffice arbeiten oder sich krankmelden, um Ausbrüche zu vermeiden. Ein proaktiver Umgang mit Gesundheit wird entscheidend sein, um die Krankenquote im Frühjahr niedrig zu halten.
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