Graz startet Bürger-Abstimmung über Verkehrsberuhigung
19.01.2026 - 00:32:12Graz lässt Anwohner über ein neues Verkehrskonzept für Harmsdorf abstimmen. Die zweite Phase der Bürgerbeteiligung läuft noch bis Ende Januar. Bewohner und Gewerbetreibende können jetzt konkrete Maßnahmen bewerten, die aus einer ersten Befragung hervorgegangen sind.
Ziel ist es, den zunehmenden Durchgangsverkehr im dicht besiedelten Stadtteil zu reduzieren. Das soll die Lebensqualität nachhaltig verbessern – und könnte auch den Wert der Immobilien steigern.
Warum Harmsdorf jetzt handelt
Der Stadtteil, der Teile von St. Peter, Liebenau und Jakomini umfasst, kämpft mit wachsendem Verkehr. Frühere Maßnahmen wie die Fahrradstraße in der Marburgerstraße hatten einen unerwünschten Nebeneffekt: Der Autoverkehr verlagerte sich in die umliegenden Wohnstraßen.
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Viele Anwohner wünschen sich mehr Sicherheit und weniger Lärm. Zukünftige Bauprojekte könnten die Situation weiter verschärfen. Die Stadt will deshalb jetzt gegensteuern.
So können Sie mitentscheiden
Vom 15. bis 29. Januar läuft die entscheidende Abstimmungsphase. Alle Bewohner ab 16 Jahren und lokale Gewerbetreibende können online über konkrete Vorschläge der Verkehrsplaner abstimmen.
- Online-Fragebogen: Bewertung der ausgearbeiteten Maßnahmen
- Infonachmittage: Persönliche Gespräche am 19. und 20. Januar
Dieser inklusive Ansatz soll breite Akzeptanz für die finale Lösung schaffen.
Diese Maßnahmen stehen zur Debatte
Das Maßnahmenpaket ist vielfältig und zielt darauf ab, Schleichverkehr unattraktiv zu machen:
- Geschwindigkeitsreduktionen in Wohnstraßen
- Einrichtung von Einbahnsystemen
- Bauliche Veränderungen wie Straßenversätze oder -einengungen
Die Schaffung eines lebenswerteren urbanen Raums steht im Vordergrund. Weniger Lärm, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie mehr Raum für soziales Miteinander sind die erhofften Effekte.
Ein Trend mit Mehrwert für Immobilien
Verkehrsberuhigte Zonen steigern nachweislich die Attraktivität eines Viertels. Stadtentwicklungsexperten beobachten: Solche Verbesserungen führen mittelfristig oft zu einer Stabilisierung oder sogar Wertsteigerung von Wohnungen und Häusern.
Das Projekt in Harmsdorf ist Teil der größeren Grazer Mobilitätsstrategie. Ähnliche Konzepte wurden bereits am Lendplatz oder am Ruckerlberg erfolgreich umgesetzt. Die Erkenntnis dahinter: Die Gestaltung des öffentlichen Raums beeinflusst direkt das Wohlbefinden der Bürger.
Vom Testlauf zur Dauerlösung
Nach der aktuellen Befragung werden die Ergebnisse ausgewertet. Anschließend sollen die favorisierten Maßnahmen zunächst temporär umgesetzt werden. Diese Testphase wird genau evaluiert.
Erst nach etwa einem Jahr entscheidet die Stadt auf Basis der gesammelten Erfahrungen, welche Veränderungen dauerhaft bleiben. Für Harmsdorf könnte das der Weg zu einem ruhigeren und sichereren Zuhause werden.
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