Graphite One Aktie: September-Deadline für Umweltprüfung
19.05.2026 - 00:50:46 | boerse-global.deMilliardenkredite in Aussicht, ein prominenter Abnehmer an Bord und ein Projekt auf der Überholspur der US-Behörden. Eigentlich stehen die Signale für das Graphit-Projekt von Graphite One in Alaska auf Grün. Allerdings wächst vor Ort der Widerstand indigener Gemeinden gegen die geplante Mine. Der straffe Zeitplan bis zum anvisierten Baubeginn 2027 wackelt.
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 38 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 0,73 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch im Januar hat sich das Papier damit mehr als halbiert.
Umweltprüfung am Scheideweg
Das "Graphite Creek"-Projekt durchläuft derzeit das beschleunigte FAST-41-Genehmigungsverfahren des Bundes. Die zuständige US-Heeresbehörde erstellt aktuell eine sogenannte Umweltprüfung (Environmental Assessment). Kritiker fordern wegen der massiven Eingriffe in die Natur eine umfassendere Umweltverträglichkeitsprüfung. Ein Wechsel zu diesem strengeren Verfahren würde den Abschluss der Überprüfung bis zum Stichtag Ende September 2026 wohl unmöglich machen.
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Die Bedenken der Anwohner wiegen schwer. In einer jüngsten Anhörungsphase äußerten sich über 80 Prozent der Teilnehmer kritisch oder ablehnend. Die indigenen Gemeinden Teller und Brevig Mission fordern direkte Konsultationen auf höchster Ebene. Geplant ist ein massiver Tagebau samt Aufbereitungsanlagen, der Gewässer dauerhaft beeinträchtigen würde.
Konkurrenz holt auf
Während Graphite One in Alaska um Akzeptanz ringt, schwindet der zeitliche Vorsprung. Lange war das Unternehmen das einzige Graphit-Projekt im FAST-41-Programm. Inzwischen haben zwei Konkurrenten diesen Status ebenfalls erreicht:
- Kilbourne Graphite Project: Seit Oktober 2025 im Programm, geplante Produktion von 40.000 Tonnen Graphitkonzentrat pro Jahr.
- Coosa Graphite Deposit (Westwater Resources): Seit März 2026 gelistet, anvisierter Abbau auf rund 1.600 Hektar in Alabama.
Finanzierung steht bereit
Auf der finanziellen Seite hat das Management seine Hausaufgaben gemacht. Die US-Export-Import-Bank (EXIM) hat unverbindliche Absichtserklärungen für Kredite in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar ausgestellt. Diese Summe würde etwa 70 Prozent der gesamten Kapitalkosten für die Mine und eine geplante Verarbeitungsanlage in Ohio decken. Für die restlichen Mittel laufen Gespräche mit nordamerikanischen Investmentbanken.
Mit Lucid Motors existiert bereits ein Abnahmeabkommen für das Material aus Ohio. Die Produktion von batteriefähigem Anodenmaterial soll dort 2028 anlaufen. Ob dieser Zeitplan hält, entscheidet sich in den kommenden Monaten in Alaska. Bleibt die US-Heeresbehörde beim schlanken Prüfverfahren, rückt der Baubeginn näher. Erzwingt der öffentliche Druck eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung, drohen jahrelange Verzögerungen.
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