Graphene, Manufacturing

Graphene Manufacturing: Markt wächst auf 1,56 Mrd. bis 2036

23.05.2026 - 02:24:21 | boerse-global.de

GMG profitiert von starkem Marktwachstum bei Graphen-Energiespeichern. Die Aktie legt zu, doch institutionelle Anleger halten sich zurück.

Graphene Manufacturing: Markt wächst auf 1,56 Mrd. bis 2036 - Foto: über boerse-global.de
Graphene Manufacturing: Markt wächst auf 1,56 Mrd. bis 2036 - Foto: über boerse-global.de

Das australische Unternehmen Graphene Manufacturing Group (GMG) positioniert sich in einem Markt, der in den kommenden Jahren massiv wachsen dürfte. Laut aktuellen Daten des Marktforschungsinstituts Fact.MR soll der globale Markt für Graphen-Energiespeicher von geschätzt 336 Millionen Dollar im Jahr 2025 auf über 1,56 Milliarden Dollar im Jahr 2036 zulegen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 15 Prozent.

Elektrofahrzeuge bleiben dabei der wichtigste Treiber. Sie machen aktuell 40,6 Prozent der Nachfrage aus. Lithium-Ionen-Graphen-Batterien dürften laut Prognose mit rund 63,8 Prozent den größten Marktanteil halten. GMG mischt in diesem Feld mit – neben Wettbewerbern wie Skeleton Technologies und Nanotech Energy. Besonders dynamisch entwickeln sich die Märkte in Indien, Japan und China.

Aktie mit Rückenwind

An der Börse zeigte sich die GMG-Aktie zuletzt freundlich. Der Kurs legte am Freitag um knapp sechs Prozent auf 1,67 Euro zu und notiert damit gut 13 Prozent über der 50-Tage-Linie bei 1,47 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 323 Prozent – ein klarer Ausdruck des gestiegenen Interesses an Graphen-Technologie. Der RSI von 60,3 signalisiert eine neutrale bis leicht positive Verfassung.

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Die gehandelten Volumina bleiben mit rund 156.000 Aktien jedoch unter dem 30-Tage-Durchschnitt von 310.000 Stück. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger noch abwarten – die Bewegung wird derzeit vor allem von privater Seite getragen.

Breitere Anwendungen in Sicht

Die Graphen-Technologie findet zunehmend auch jenseits von Batterien Einsatz. Forscher arbeiten an Festkörper-Kühlsystemen, die Graphen-Nanofluide für bessere Wärmeleitung nutzen. In Großbritannien treibt United Utilities zudem ein Projekt zur Methan-Spaltung voran – bei dem neben Wasserstoff auch Graphen als Nebenprodukt anfällt.

GMG selbst konzentriert sich weiter auf die Produktion von Graphen und graphenverstärkten Materialien. Das Unternehmen steht damit an der Schnittstelle zweier Megatrends: der Elektrifizierung des Verkehrs und der Suche nach leistungsfähigeren Materialien für die Industrie.

Ob die Kursrallye nachhaltig ist, hängt maßgeblich davon ab, ob GMG seine Technologie in skalierbare Umsätze übersetzen kann. Der Markt dafür wächst rasant – jetzt kommt es auf die Umsetzung an.

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