Gran Turismo 7 im Test: Das wohl gefährlichste Spiel für deinen Schlafrhythmus
05.01.2026 - 17:38:12Du fährst – aber du fühlst es nicht
Vielleicht kennst du das: Du startest irgendein Rennspiel, die ersten Runden machen Spaß, du schaltest zwei, drei bunte Autos frei – und nach einem Wochenende ist die Luft raus. Alles fühlt sich gleich an, die KI klebt auf Schienen, der Sound ist austauschbar, und am Ende klickst du genervt zurück zu deinem Lieblings-Shooter oder Netflix.
Du willst eigentlich etwas anderes. Du willst dieses „Ich setze mich ins Auto und verliere mich komplett“-Gefühl. Schwitzige Hände auf dem Controller. Jede Bodenwelle spüren. Ein Rennen, bei dem du nach der Ziellinie wirklich durchschnaufst, statt nur „Retry“ zu drücken. Und vor allem: ein Spiel, das dich nicht nur unterhält, sondern dir Rennen beibringt.
Genau hier kommt ein Name ins Spiel, der seit der ersten PlayStation als Synonym für Autofetischismus gilt.
Die Lösung: Gran Turismo 7 – Liebesbrief an Auto-Nerds und Einsteiger zugleich
Gran Turismo 7 ist mehr als nur der nächste Teil einer alten Reihe. Es ist Polyphony Digitals Versuch, die komplette Historie von Auto- und Rennsport in ein Spiel zu pressen – und sie gleichzeitig für 2026 fit zu machen. PS5-Features wie Raytracing, 3D-Audio und DualSense-Haptik treffen auf eine fast schon altmodische Liebe zum Detail.
Ob auf PS4 oder PS5: Du bekommst einen Mix aus Fahrschule, Auto-Collection, Rennlexikon und beinhartem Wettbewerb. Und ja, auch etwas Grind – aber genau der ist für viele Fans Teil des Charmes.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Was macht Gran Turismo 7 im Alltag – nach Feierabend, nach der Uni – wirklich anders als Need for Speed, Forza & Co.? Hier die wichtigsten Punkte, übersetzt in deinen Nutzen:
- Fahrphysik, die dich besser macht: Die Physik ist deutlich simlastiger als bei Arcade-Racern, aber nicht so gnadenlos wie Hardcore-Sims auf dem PC. Du merkst Unter- und Übersteuern, Reifenverschleiß, Wetter – und lernst automatisch, sauberer zu fahren.
- DualSense-Haptik & 3D-Audio (PS5): Der Controller vibriert unterschiedlich bei Curbs, Asphalt und Regen, der adaptive Trigger simuliert Bremsdruck – du fühlst das Auto, statt nur Zahlen zu sehen. Mit Headset hörst du genau, von wo Motoren und Reifen quietschen.
- Gran Turismo Café & Kampagne: Statt liebloser Menüs wirst du durch Menübücher geführt: Sammle bestimmte Autos, bestehe Prüfungen, lerne Hintergründe. Das motiviert – und gibt Struktur, wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst.
- Legendäre und moderne Strecken: Von der Nürburgring-Nordschleife über Spa bis zu Fantasy-Strecken: Die Kurse sind so detailverliebt nachgebaut, dass du irgendwann Bremspunkte im Kopf hast – wie echte Trackday-Fahrer.
- Auto-Porno in 4K: Ob in Wiederholungen oder im Scapes-Fotomodus: GT7 ist visuell ein Fest. Lack, Licht, Regentropfen, Cockpits – alles schreit: „Mach noch ein Rennen! Nur eins noch…“
- Online-Rennen mit Lizenz: Sport-Modus und Fahrer-/Sportsmanship-Rating sorgen dafür, dass du mit ähnlich guten und fairen Spieler:innen gematcht wirst – wenn du sauber fährst, wirst du belohnt.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Plattform | PlayStation 4 und PlayStation 5 – du kannst jetzt auf PS4 starten und später auf PS5 umsteigen, ohne das Spiel zu verlieren. |
| Fuhrpark (über 400 Fahrzeuge) | Von Alltagskisten über JDM-Legenden bis zu Hypercars – du findest dein Auto und kannst es optisch & technisch tunen. |
| Strecken (30+ Locations, 90+ Layouts) | Genug Abwechslung, damit es monatelang spannend bleibt – inklusive ikonischer Rennstrecken wie Nürburgring, Spa, Le Mans. |
| PS5-Features: 4K, bis zu 60 FPS, Raytracing, 3D-Audio | Butterweiches Bild, realistische Spiegelungen und Soundkulisse, die sich wie eine Surround-Anlage im Helm anfühlt. |
| DualSense-Unterstützung (Haptik & adaptive Trigger) | Du spürst Grip, ABS-Regeln und Curbs direkt in den Fingern – selbst ohne teures Lenkrad intensiveres Feedback. |
| Singleplayer-Kampagne mit Gran Turismo Café | Klare Ziele, Belohnungen und Auto-Historien – perfekt, wenn du nicht nur stupide Rennen abspulen willst. |
| Online-Sport-Modus & Lizenzsystem | Weniger Crash-Kids, mehr faire Duelle – ideal, wenn du ernsthafte Rennen gegen andere Menschen suchst. |
Das sagen Nutzer und Experten
Schaut man in aktuelle Reviews, Foren und auf Reddit, ergibt sich ein ziemlich klares Bild:
- Fahrgefühl & Immersion werden immer wieder als „bestes Gran Turismo bisher“ gelobt – vor allem mit Lenkrad und auf der PS5 mit DualSense-Haptik.
- Grafik und Sound bekommen viel Liebe: Die Autos wirken wie aus dem Showroom, Motoren klingen wuchtiger und individueller als in älteren Teilen.
- Der Café-Ansatz kommt gut an, weil er Newcomern Struktur gibt und gleichzeitig Auto-Historie charmant erklärt – fast wie ein interaktives Autokunstbuch.
Aber es wäre unfair, nur zu schwärmen. Es gibt auch Kritikpunkte, die du kennen solltest:
- Always-Online für große Teile des Spiels: Viele Inhalte benötigen eine Internetverbindung, selbst im Singleplayer. Fällt PSN aus, ist der Spaß eingeschränkt.
- In-Game-Wirtschaft & Microtransactions: Zu Release hagelte es Kritik für den Grind bei teuren Autos und für Echtgeld-Credits. Polyphony hat mit Updates gegenjustiert, aber das Thema bleibt sensibel.
- KI-Gegner: Trotz Verbesserungen finden manche Spieler die KI noch zu zahm und vorhersehbar, vor allem im Vergleich zu PC-Sims.
Unterm Strich ist der Tenor auf Reddit, YouTube und in Fachmagazinen aber eindeutig: Wenn du Autos liebst und dir die Zeit nimmst, in GT7 einzutauchen, bekommst du eines der komplettesten Rennspiele auf Konsole.
Hinter dem Spiel steht übrigens Sony Group Corp. (ISIN: JP3435000009) mit dem hauseigenen Studio Polyphony Digital – sprich: direkter Draht tief in das PlayStation-Ökosystem und langfristige Pflege durch Updates.
Alternativen vs. Gran Turismo 7
Natürlich ist GT7 nicht allein auf der Strecke. Ein kurzer Reality-Check zu den üblichen Verdächtigen:
- Forza Motorsport / Forza Horizon (Xbox/PC): Forza Horizon ist der König des Open-World-Arcade-Racings, extrem zugänglich und wild. Gran Turismo 7 ist fokussierter, strukturierter und mehr auf Streckenracing und Fahrschule getrimmt. Wenn du eine PlayStation hast und echtes Track-Feeling willst, ist GT7 die logische Wahl.
- Assetto Corsa Competizione (PC/PS/Xbox): Für absolute Sim-Fans mit Lenkrad oft die Nummer 1 – aber brutal, was Lernkurve, Menüführung und Zugänglichkeit angeht. GT7 trifft die goldene Mitte: ausreichend realistisch, aber mit klarem Fortschrittssystem und Komfort.
- Need for Speed & Arcade-Racer: Hier geht’s um Polizei, Story und Nitro. Spaßig für zwischendurch, aber wenn du dir wünschst, wirklich besser zu fahren und Rundenzeiten zu jagen, fühlt sich GT7 langfristig befriedigender an.
Preis-Leistung? Gran Turismo 7 ist inzwischen häufig im Sale oder in Bundles zu bekommen. Angesichts der Spielzeit, die du in die Kampagne, Lizenzen, Online-Rennen und das Sammeln deiner Traumgarage stecken kannst, ist der Gegenwert enorm – vor allem, wenn du noch keinen vergleichbaren Racer auf PS5 hast.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Wenn du nur ein bisschen Arcade-Ballern mit Autos willst, ist Gran Turismo 7 vielleicht zu ernst für dich. Aber wenn du beim Wort „Nordschleife“ Gänsehaut bekommst, wenn du schon mal einen YouTube-Trackguide geguckt hast oder wenn du einfach spüren willst, wie es ist, sich in ein Auto wirklich hineinzuarbeiten – dann führt auf PlayStation kaum ein Weg an GT7 vorbei.
Du bekommst ein Rennspiel, das dich nicht wie ein Fast-Food-Burger nach drei Stunden satt und gelangweilt zurücklässt, sondern eher wie eine gute Trainingsroutine: Du wirst besser, deine Zeiten fallen, du lernst Strecken, Autos, Linien. Und ja, manchmal verfluchst du eine Lizenzprüfung – um fünf Versuche später jubelnd vor dem Bildschirm zu sitzen.
Mit seiner Mischung aus Liebe zum Detail, starker Technik (vor allem auf der PS5), motivierender Kampagne und ernsthaften Online-Rennen ist Gran Turismo 7 2026 immer noch eines der stärksten Argumente, warum man überhaupt eine PlayStation im Wohnzimmer stehen haben sollte.
Also: Bist du bereit, nicht nur zu fahren, sondern Rennen wirklich zu lernen?


