Gran Turismo 7 im Test: Das ist nicht einfach ein Rennspiel – das ist Autofahren auf Steroiden
05.01.2026 - 14:39:46Du kennst das: Im Kopf fährst Du längst GT3-Boliden durch Eau Rouge, im echten Leben stehst Du im Feierabendstau auf der B27. Statt Racing-Line heißt es Reißverschlussverfahren, statt Rennsound sitzt hinten jemand im Kindersitz. Trackdays sind teuer, Sim-Rigs noch teurer – und selbst wenn: Wer hat schon die Zeit?
Gleichzeitig explodieren auf YouTube und TikTok die Onboard-Clips, iRacing-Setups und Nordschleifen-Livestreams. Alle reden von „Sim-Racing“, Realismus, Force Feedback, Splits und Setups – und Du fragst Dich: Wo zum Teufel soll ich anfangen, ohne direkt ein kleines Vermögen zu verbrennen?
Genau an diesem Punkt kommt ein Spiel ins Spiel, das seit über 25 Jahren wie kein zweites für digitalen Benzingeruch steht.
Die Lösung: Gran Turismo 7 – Deine Garage für 400+ Träume
Gran Turismo 7 für PS5 und PS4 ist Sonys Liebeserklärung an alles, was vier Räder hat – und gleichzeitig eine der zugänglichsten „Serious Driving“-Erfahrungen, die Du derzeit bekommen kannst. Polyphony Digital hat die komplette DNA der Reihe genommen und mit moderner Technik, Online-Funktionen und einer Prise Autokultur 2020er-Style aufgeladen.
Statt nur stumpf Rennen an Rennen zu reihen, baut Dir GT7 eine Geschichte rund um Dich und Deine Sammlung: Du startest mit kleinen Kisten, arbeitest Dich hoch, entdeckst Marken, Epochen, Tuning, Fotografie – und irgendwann merkst Du: Du kennst plötzlich den Unterschied zwischen einem klassischen 911er und einem modernen GT3 nicht nur aus Prospekten, sondern aus dem „Gefühl“ im virtuellen Lenkrad.
Die große Stärke: Du entscheidest, wie tief Du einsteigst. Du willst Feierabend-Rennen mit Controller auf der Couch? Kein Problem. Du hast ein Lenkrad, vielleicht sogar PS VR2? Dann kippt GT7 fast schon in den Semi-Simulator-Bereich – mit einer Immersion, die auf Reddit und YouTube immer wieder mit einem Wort beschrieben wird: krank.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Gran Turismo 7 ist nicht das einzige Rennspiel auf dem Markt. Es gibt Arcade-Boliden wie Need for Speed, es gibt Hardcore-Sims wie Assetto Corsa Competizione. GT7 setzt sich dazwischen – und genau das macht es so spannend für die DACH-Region, in der viele Spieler beides wollen: Spaß und Anspruch.
- Unglaubliche Fahrzeugvielfalt (über 400 Autos): Von europäischen Klassikern über japanische JDM-Ikonen bis zu modernen Hypercars. Für Dich heißt das: Du fährst nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern entdeckst Autos, die Du sonst nur in Foren oder Oldtimer-Treffen sehen würdest.
- Strecken, die Du kennst – und solche, die Du fühlen lernst: Nürburgring, Spa, Le Mans, Laguna Seca und viele mehr. Wenn Du aus der DACH-Region kommst, ist es ein besonderer Kick, die Nordschleife oder den Nürburgring GP-Kurs im Detail zu lernen – ohne teure Touristenfahrten.
- DualSense-Magie auf der PS5: Adaptive Trigger und haptisches Feedback übersetzen Grip, Curbs und Regen direkt in Deine Finger. Du spürst, wann das ABS regelt, wann der Reifen über die Kerbs rutscht, wann der Grip im Nassen abreißt – ein echter Gamechanger, auch ohne Lenkrad.
- PS VR2-Support (PS5): Mit PlayStation VR2 setzt GT7 nochmal eine Schippe drauf. Du sitzt virtuell im Cockpit, schaust in die Kurve, checkst die Spiegel – das fühlt sich für viele Nutzer auf Reddit „näher am echten Fahren“ an als alles, was sie bisher am Fernseher erlebt haben.
- Fahrhilfen nach Maß: Von Einsteiger bis Profi kannst Du Brems- und Lenkhilfen, Traktionskontrolle & Co. extrem fein einstellen. So lernst Du Stück für Stück, wie sich ein Auto ohne elektronische Rettungsleinen anfühlt – aber in sicherer Umgebung.
- Car Collection als Motivation, nicht als Grind: Die Kampagne baut auf einem Café-System mit Menükarten. Statt stupiden „fahr 20 Runden“-Aufgaben bekommst Du thematische Herausforderungen („deutsche Kompaktsportler“, „JDM-Legenden“), dazu kleine Story-Schnipsel und Autokultur. Es fühlt sich eher wie eine Reise an als wie Arbeit.
- Live-Service, aber (mittlerweile) fairer: Ja, zum Launch hagelte es Kritik für die In-Game-Credits. Inzwischen hat Sony/Polyphony via Updates an der Belohnungsstruktur geschraubt, Belohnungen erhöht und Events ergänzt – der Konsens im Netz: Es ist deutlich spielbarer geworden, ohne Echtgeld zu investieren.
Auf einen Blick: Die Fakten
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| Plattform | Verfügbar für PS5 und PS4 – Du brauchst keine neue Konsole, profitierst aber auf PS5 von besserer Grafik, 60 fps und DualSense-Features. |
| Fahrzeuganzahl (400+ Autos) | Von Alltagskarren bis Hypercars – Du findest Dein Traumauto (oder Dein erstes reales Auto) und kannst es virtuell bis an die Grenze treiben. |
| Streckenvielfalt (real & fiktiv) | Legendäre Rennkurse wie Nürburgring, Spa oder Suzuka helfen Dir, echte Strecken kennenzulernen, während Fantasy-Kurse für Abwechslung sorgen. |
| PS5 DualSense-Unterstützung | Adaptive Trigger und Vibration vermitteln Bremsdruck, Traktion und Untergrund – Du fährst intuitiver und lernst, das Limit zu spüren. |
| PS VR2-Modus (PS5) | Volle Immersion im Cockpit: Du siehst die Strecke in 3D, schaust in die Kurve und erlebst Racing auf einem völlig neuen Level. |
| Singleplayer-Kampagne & Online-Rennen | Allein entspannen oder im kompetitiven Sportmodus gegen echte Fahrer antreten – je nach Laune und Zeitbudget. |
| Dynamisches Wetter & Tageszeit | Regen, Trockenphasen und Dämmerung zwingen Dich zu Strategie und Feingefühl – jede Session fühlt sich anders an. |
Das sagen Nutzer und Experten
Ein Blick in aktuelle Reviews, Reddit-Threads und YouTube-Kommentare zeigt ein klares Bild: Wenn Du Autos liebst, kommst Du an Gran Turismo 7 kaum vorbei.
- Lobeshymnen auf das Fahrgefühl: Viele Spieler beschreiben GT7 als „perfekte Mischung“ aus Realismus und Zugänglichkeit. Profis loben die Physik besonders mit Lenkrad, Einsteiger freuen sich, dass sie mit Fahrhilfen schnell Spaß haben.
- Grafik & Sound als „Wow“-Moment: Auf PS5 wird die Grafik mit Raytracing in Replays, feinem Licht und detaillierten Fahrzeugmodellen immer wieder als „Foto-Realismus“ bezeichnet. Der Motorsound ist hörbar kerniger als in älteren Teilen – auch wenn Hardcore-Fans immer noch Luft nach oben sehen.
- PS VR2 als heimlicher Star: Speziell DACH-Simracer schwärmen in Foren: Wer GT7 mit PS VR2 spielt, spricht von einem „anderen Spiel“. Das räumliche Gefühl im Cockpit, das Einschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten – das macht Dich als Fahrer besser, sagen viele.
- Kritikpunkte bleiben, aber werden relativiert: Häufig genannte Downsides: Der always-online-Zwang für große Teile des Spiels, eine teils grindige Ingame-Ökonomie und das Fehlen mancher Fan-Lieblingsstrecken beim Launch. Viele dieser Punkte wurden zwar per Update verbessert, aber: Wenn Du strikt offline spielen willst, ist GT7 nicht ideal.
- Fazit aus der Community: „Wenn du ein PS5-Racing-Game willst, ist GT7 das Standard-Paket“ – dieses Sentiment liest man sinngemäß immer wieder. Nicht perfekt, aber im Gesamtpaket für Konsolen-Fahrer extrem stark.
Nebenbei bemerkt: Hinter Gran Turismo 7 steht kein Indie-Studio, sondern ein Schwergewicht – Sony Group Corp. (ISIN: JP3435000009). Das spürst Du an Produktionsqualität, Lizenzbreite und der klaren Strategie, GT7 als langfristige Plattform zu pflegen.
Alternativen vs. Gran Turismo 7
Natürlich gibt es Alternativen. Die wichtigsten im DACH-Markt – und warum GT7 für viele trotzdem die erste Wahl bleibt:
- Forza Motorsport / Forza Horizon (Xbox/PC): Forza Horizon ist das bessere Arcade-Open-World-Erlebnis, Forza Motorsport die härtere Konkurrenz im Sim-Bereich – aber eben nicht auf PlayStation. Wenn Du im Sony-Ökosystem bist, ist GT7 Dein Go-to-Titel.
- Assetto Corsa Competizione (ACC): ACC ist die erste Wahl für Hardcore-GT3-Fans mit Sim-Rig – physikalisch top, aber für Controller-Spieler oft frustrierend. GT7 bietet die rundere Erfahrung für Mixed-Hardware-Setups und Couch-Gaming.
- F1-Serie von EA: Grandios, wenn Du nur Formel 1 willst. Aber: keine Fahrzeugvielfalt abseits der Single-Seater, weniger „Car Culture“. GT7 ist breiter aufgestellt und fühlt sich mehr wie eine Autoliebhaber-Plattform an.
- Need for Speed & Co.: Super, wenn Du Polizei-Verfolgungen und Tuning-Storys willst. Realistisches Fahrgefühl und Streckenkenntnis bekommst Du aber in Gran Turismo 7 deutlich besser vermittelt.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis punktet GT7 vor allem durch seine Langzeitmotivation: Regelmäßige Online-Wettbewerbe, Time-Trials, Events und Content-Updates halten das Spiel frisch. Wenn Du gerne stetig an Deinen Zeiten feilst und neue Autos testest, bekommst Du hier hunderte Stunden Entertainment – ganz ohne Abo.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Wenn Du im DACH-Raum lebst, Autos liebst und eine PlayStation zuhause stehen hast, ist Gran Turismo 7 mehr als nur „noch ein Rennspiel“. Es ist eine Autobiografie – nur dass Du sie nicht liest, sondern fährst.
Du startest als Feierabend-Racer, lernst Strecken, Tuning, Bremspunkte. Du merkst, wie Du besser wirst, wie Deine Rundenzeiten fallen, wie sich der virtuelle GT3 auf der Nordschleife irgendwann fast vertraut anfühlt. Und wenn Du willst, setzt Du Dir ein VR-Headset auf und machst aus Deinem Wohnzimmer für zwei Stunden eine Boxengasse.
Ja, GT7 ist nicht perfekt. Der Online-Zwang nervt manche, die Ingame-Wirtschaft war anfangs zu aggressiv, und Sim-Puristen finden auf dem PC noch realistischere Alternativen. Aber als Gesamtpaket auf der PlayStation – mit DualSense, VR2, fetter Kampagne und riesiger Garage – ist Gran Turismo 7 aktuell der stärkste Allrounder für alle, die virtuelles Fahren ernst nehmen, ohne den Spaß zu verlieren.
Die eigentliche Frage ist also nicht, ob sich der Kauf lohnt, sondern: Wie lange willst Du Deinem inneren Rennfahrer noch sagen, dass „irgendwann“ auch reicht?


