Grab und WeRide starten autonome Shuttles in Singapur
12.01.2026 - 14:12:12Singapur testet erstmals autonome Shuttle-Flotte im öffentlichen Nahverkehr – mit deutscher Beteiligung? Der Ride-Hailing-Riese Grab und der chinesische Autonomie-Spezialist WeRide haben heute in Singapurs Punggol-Bezirk die öffentliche Testphase ihres fahrerlosen Shuttle-Dienstes gestartet. Das Pilotprojekt namens „Ai.R“ (Autonomously Intelligent Ride) markiert einen wichtigen Schritt zur Kommerzialisierung selbstfahrender öffentlicher Verkehrsmittel in Südostasien.
Seit heute Morgen sind elf autonome Fahrzeuge auf festgelegten Routen im Punggol Digital District unterwegs. Die Flotte besteht aus zehn fünfsitzigen WeRide GXR-Robotaxis und einem acht-sitzigen Robobus. Noch ist der Dienst einer geschlossenen Gruppe vorbehalten – darunter lokale Vertreter und Anwohner. Die breite Öffentlichkeit soll erst im zweiten Quartal 2026 Zugang erhalten.
Die erste Strecke erstreckt sich über etwa zehn Kilometer und verbindet Wohngebiete wie Matilda Court und Punggol Clover mit wichtigen Einrichtungen wie dem Einkaufszentrum Punggol Plaza und der Poliklinik in Oasis Terraces. Eine komplette Rundfahrt dauert etwa 35 Minuten. Zwar fahren die Fahrzeuge autonom, doch ein ausgebildeter Sicherheitsfahrer sitzt stets hinter dem Steuer, um bei Bedarf eingreifen zu können – eine behördliche Vorgabe für diese Testphase.
„Diese Phase ist ein entscheidender Meilenstein“, erklärt Dennis Wong, Leiter strategischer Projekte bei Grab Singapur. „Wir gehen über die reine Technikverifikation hinaus und wollen reale Passagierinteraktionen verstehen.“ Das Pilotprojekt sammelt Betriebsdaten und Nutzerfeedback, bevor später in diesem Jahr kommerzielle Gebühren eingeführt werden.
Sicherheit hat oberste Priorität
Die Flotte hat erfolgreich Singapurs Milestone 1 (M1) Sicherheitsbewertung absolviert. Diese bescheinigt, dass die Fahrzeuge öffentliche Straßen im autonomen Modus befahren und dabei die lokalen Verkehrsregeln einhalten können. Laut der Land Transport Authority (LTA) haben die Shuttles bereits über 10.000 Kilometer unfallfreie Testfahrten absolviert – seit Beginn der Kartierungs- und Einarbeitungsphase im Oktober 2025.
Die Fahrzeuge sind mit einem Bündel von LiDAR-Sensoren und hochauflösenden Kameras ausgestattet. Diese können Hindernisse in bis zu 200 Metern Entfernung erkennen. Die Technologie ermöglicht es den Shuttles, komplexe urbane Szenarien zu bewältigen – wie starken Regen oder dichten Verkehr, die in Singapurs tropischem Klima häufig vorkommen.
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Arbeitsplätze im Wandel
Um mögliche Bedenken der Belegschaft zu adressieren, arbeitet Grab mit dem National Trades Union Congress (NTUC) zusammen, um bestehende Fahrer weiterzubilden. Die Initiative konzentriert sich darauf, private Mietwagenfahrer in neue Rollen zu überführen – etwa als Sicherheitsfahrer oder Flottenmanager. „Das Trainingsprogramm umfasste über 100 Stunden Unterricht“, berichtet Sarah Binte Ahmad, eine Sicherheitsfahrerin im Pilotprojekt. „Es deckt sowohl manuelles Fahren als auch die Überwachung autonomer Systeme ab.“
Blaupause für die urbane Mobilität der Zukunft?
Der Pilot in Punggol ist Teil einer breiteren Regierungsinitiative zur Zukunftssicherung der Verkehrsinfrastruktur des Stadtstaates. Das Verkehrsministerium hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 zwischen 100 und 150 selbstfahrende Fahrzeuge auf der ganzen Insel einzusetzen. Eine zweite autonome Route in Punggol, die über zwölf Kilometer zum Punggol Coast Mall und One Punggol führt, befindet sich bereits in der Entwicklung.
Experten sagen voraus, dass der Erfolg dieses Pilots die Einführung von „Hybrid-Netzwerken“ im Ride-Hailing beschleunigen könnte. Dabei würden menschliche Fahrer komplexe, individuelle Fahrten übernehmen, während autonome Flotten vorhersehbare, hochfrequentierte Zubringerstrecken bedienen. Singapurs Modell in Punggol könnte so zur Blaupause für Smart-City-Mobilitätslösungen in ganz Südostasien werden.
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