Grab und GAC starten Elektro-Offensive mit 20.000 E-Autos
08.01.2026 - 19:25:12Der Fahrdienst-Riese Grab und der chinesische Autobauer GAC schmieden eine strategische Allianz für Südostasien. Gemeinsam wollen sie 20.000 Elektroautos in sechs Ländern auf die Straße bringen – ein Quantensprung für die regionale Verkehrswende.
Die Partnerschaft, die an diesem Donnerstag offiziell vorgestellt wurde, zählt zu den größten Flotten-Elektrifizierungsprojekten der Region. Sie unterstreicht den aggressiven Expansionskurs chinesischer Autohersteller in Südostasien und treibt gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele des dominierenden Ride-Hailing-Anbieters voran. Für GAC eröffnet der Deal einen Massenabsatzkanal in einem hart umkämpften Markt.
Großoffensive: 20.000 E-Autos für sechs Märkte
Herzstück der Kooperation ist die gestaffelte Einführung von 20.000 Elektrofahrzeugen der Marke AION von GAC in Grabs Netzwerk. Die Fahrzeuge sollen in Singapur, Malaysia, Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Thailand zum Einsatz kommen.
Ausgewählt wurden drei Modelle: die bereits in einigen Märkten als Taxis erprobten AION Y und AION ES sowie das erst seit Ende 2024 in der Region erhältliche SUV AION V. Diese Mischung soll unterschiedliche Bedürfnisse im Fahrdienst abdecken – vom kompakten Stadtauto bis zum komfortablen Familienfahrzeug.
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Die massive Aufstellung ist mehr als ein einfacher Kauf. Sie ist ein koordinierter Feldversuch für den großflächigen E-Auto-Einsatz. Die Verteilung über sechs Länder mit unterschiedlicher Infrastruktur – von den hoch entwickelten Städten Singapurs bis zu den aufstrebenden Märkten Jakartas – macht das Projekt zu einer Blaupause für die regionale E-Mobilität. Für GAC wird die Flotte zur rollenden Werbung in einem Schlüsselmarkt.
Revolution am Steuer: Die App fährt mit
Was diese Partnerschaft von einer Standard-Flottenbeschaffung abhebt, ist die tiefgreifende technologische Integration. Die Grab Driver App wird direkt in das „Intelligente Cockpit“-System der GAC-Fahrzeuge eingebettet.
Diese Lösung adressiert ein Hauptproblem von Fahrern in der Gig-Economy: das ständige Hin- und Herwechseln zwischen Smartphone und Armaturenbrett. Künftig können sie Navigation, Fahrtaufträge und Einnahmen auf dem großen zentralen Display des Autos verfolgen.
Das System soll auch die Sicherheit erhöhen. Echtzeit-Warnungen und Hinweise auf stark nachgefragte Gebiete werden direkt auf dem Dashboard angezeigt. Dieser „Heads-up“-Ansatz soll Ablenkungen minimieren, indem der Blick aufs Handy im dichten Verkehr überflüssig wird. Der Schritt hin zum softwaredefinierten Dienstfahrzeug zeichnet eine Zukunft vor, in der das Auto selbst zum dedizierten Arbeitsgerät wird.
Für Fahrer gemacht: Komfort und Finanzierung im Fokus
Die ausgewählten AION-Modelle sind physisch auf den harten Berufsalltag zugeschnitten. Merkmale wie 90-Grad-Türen für leichteres Ein- und Aussteigen und großzügiger Beinfraum hinten sollen den Komfort für Fahrgäste und Fahrer während langer Schichten erhöhen.
Die größte Hürde für die E-Mobilität in Südostasien sind jedoch die hohen Anschaffungskosten. Hier setzt die Partnerschaft mit umfassenden Finanzierungsmodellen an. Grab bietet seinen Fahrpartnern flexible Miet- und Kaufoptionen über Flottenpartner oder spezielle Finanzierungsprogramme an.
Dies senkt die Einstiegsschwelle für Fahrer, die auf Elektroantrieb umsteigen wollen, aber nicht über das nötige Kapital verfügen. Die Kombination aus Fahrzeug, Finanzierung und den potenziell niedrigeren Betriebskosten von E-Autos soll den Umstieg wirtschaftlich attraktiv machen.
Markt im Wandel: Chinesische Hersteller drängen in den Süden
Die Allianz fällt in eine Phase aggressiver Expansion chinesischer E-Auto-Hersteller in Südostasien. GAC verfolgt dabei die Strategie „Tech-Driven GAC“ und exportiert ein komplettes Ökosystem aus Produkten und Dienstleistungen – nicht nur Autos.
Für Grab passt der Deal in eine Reihe von Nachhaltigkeitsinitiativen. Erst im Januar 2025 hatte das Unternehmen eine noch größere Partnerschaft mit BYD bekannt gegeben, die bis zu 50.000 E-Autos vorsieht. Die zusätzlichen 20.000 Fahrzeuge von GAC zeigen, dass Grab seine Lieferkette diversifizieren und durch Wettbewerb die Kosten für die Fahrer senken will.
Für GAC ist der Vertrag ein Türöffner in Märkte mit traditionell starker Loyalität zu japanischen Automarken. Tausende alltägliche Einsätze können das Vertrauen der Verbraucher stärken. Die Partnerschaft ergänzt zudem jüngste Infrastrukturinvestitionen von GAC in der Region, wie den Aufbau von Montagewerken im Jahr 2025.
Was kommt als Nächstes?
Die ersten AION Y und AION ES sollen in den kommenden Monaten in Singapur und Thailand auf die Straße kommen. Der langfristige Erfolg des Projekts wird maßgeblich von der Ladeinfrastruktur und dem Kundendienst abhängen – beides weiterhin kritische Hürden in der Region.
Wenn Grab und GAC ein nahtloses Ökosystem aus Fahrzeug, Finanzierung, Technologie und Wartung schaffen können, hätten sie einen Blaupause für die Elektrifizierung der Gig-Economy in Schwellenländern entwickelt. Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Südostasien wird zunehmend elektrisch – und diese Partnerschaft gibt dem Wandel spürbaren Schub.
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