Grab, Foodpanda-Deal

Grab: Foodpanda-Deal erst Oktober 2026

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die taiwanesische Kartellbehörde verzögert die Foodpanda-Übernahme durch Grab bis Oktober. Positive Gewinne aus Indonesien können die Aktie nicht stützen.

Grab Holdings: Kartellverzögerung in Taiwan belastet Aktie
Abstrakte Darstellung eines modernen Logistikzentrums mit dynamischen Bewegungseffekten bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Grab Holdings braucht in Taiwan einen langen Atem. Die dortige Kartellbehörde verzögert die Übernahme des Foodpanda-Geschäfts deutlich länger als erwartet. Erst im Oktober 2026 soll eine endgültige Entscheidung über den Deal fallen.

Kartellwächter prüfen Uber-Verflechtung

Die Fair Trade Commission (FTC) sieht Klärungsbedarf beim Wettbewerb. Ein kritischer Punkt bleibt die Rolle von Uber Technologies. Der US-Konzern hält 13 Prozent der Anteile an Grab. Da Uber mit seinem Dienst „Uber Eats“ in Taiwan bereits eine führende Position besetzt, befürchten Aufseher eine indirekte Marktmacht.

Die geplante Akquisition hat ein Volumen von rund 600 Millionen US-Dollar. Um regulatorische Bedenken zu zerstreuen, gab Uber-Chef Dara Khosrowshahi bereits seinen Sitz im Grab-Verwaltungsrat auf. Lokale Lieferanten-Gewerkschaften fordern trotzdem weiterhin eine strenge Blockade des Vorhabens.

Indonesische Banksparte liefert Gewinne

Operative Lichtblicke kommen derweil aus Indonesien. Die dortige „Superbank“ erzielte im ersten Quartal 2026 einen Vorsteuergewinn von rund 5,8 Millionen US-Dollar. Damit setzt die Sparte ihren Erfolgskurs fort. Bereits im Gesamtjahr 2025 gelang mit einem Plus von 8,5 Millionen US-Dollar der dauerhafte Sprung in die Gewinnzone.

Während die Einheiten in Singapur und Malaysia noch rote Zahlen schreiben, profitiert die indonesische Tochter von einem stark wachsenden Kreditvolumen. Die Integration der Finanzdienste in die bestehende App-Infrastruktur scheint sich dort auszuzahlen.

Managementverkäufe und Ausblick

Hinzu kommen Meldungen über Aktienverkäufe aus der Führungsebene. CEO Anthony Tan trennte sich im Juli von 400.000 Anteilen, während Finanzchef Peter Oey 50.000 Papiere veräußerte. Diese Verkäufe folgten festen Handelsplänen aus dem Jahr 2025. Sie stehen damit nicht in direktem Zusammenhang mit der aktuellen Nachrichtenlage.

An der Börse bleibt die Stimmung dennoch gedrückt. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 31 Prozent an Wert verloren. Investoren blicken nun auf die Veröffentlichung der ungeprüften Quartalsergebnisse im August. Hier wird sich zeigen, ob die Fortschritte im Bankensektor die regulatorische Hängepartie in Taiwan kompensieren können.

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