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Gorilla Technology Aktie: Cash statt Verlust-Optik

27.05.2026 - 15:25:43 | boerse-global.de

Gorilla Technology erzielt operativen Cashflow von 6,6 Mio. Dollar und hebt Umsatzprognose für 2026 auf bis zu 200 Mio. Dollar an.

Gorilla Technology Aktie: Cash statt Verlust-Optik - Foto: über boerse-global.de
Gorilla Technology Aktie: Cash statt Verlust-Optik - Foto: über boerse-global.de

Wer nur auf den IFRS-Nettoverlust schaut, verpasst die eigentliche Geschichte. Gorilla Technology hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Cashflow von 6,6 Millionen Dollar erwirtschaftet — ein Schwenk um 17,3 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal, das noch mit minus 10,7 Millionen abschloss. Das ist die Zahl, die zählt.

Warum der Buchverlust täuscht

Der ausgewiesene IFRS-Betriebsverlust von 41,1 Millionen Dollar klingt alarmierend, erklärt sich aber fast vollständig durch zwei Sonderposten: 20,9 Millionen Dollar nicht-zahlungswirksame Aktienoptionsvergütungen sowie 18,9 Millionen Dollar Devisenverluste — letztere überwiegend durch die Abwertung des ägyptischen Pfunds. Bereinigt man diese Effekte, schrumpft der adjustierte Nettoverlust auf lediglich 4,6 Millionen Dollar.

Der Umsatz wuchs unterdessen um 55 Prozent auf 28,2 Millionen Dollar. Cash und liquide Mittel lagen zum Quartalsende bei 98,4 Millionen Dollar — fast das Fünffache des Vorjahreswerts von 20,8 Millionen Dollar. Die Schulden bleiben mit 13,2 Millionen Dollar überschaubar.

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Ägypten liefert, Asien wartet

Ein konkreter Treiber des Cashzuflusses: das Ägypten-Projekt. Gorilla schloss im ersten Quartal wichtige Meilensteine ab, zog daraufhin Zahlungen ein und konnte Vorauszahlungsgarantien für abgeschlossene Projektphasen freigeben. Das Projekt läuft laut Unternehmensangaben weiter auf Kurs zur finalen Umsetzung.

Parallel baut das Unternehmen seine KI-Infrastruktur in Asien aus. In Korat, Thailand, soll ein 200-Megawatt-Rechenzentrumsgelände entstehen — die erste Grundstücksrate wurde bereits gezahlt. Ferner plant Gorilla Kapazitätserweiterungen in Malaysia, Indonesien, Taiwan und den Philippinen. Das kommunizierte Ziel: 500 Megawatt KI-Infrastrukturkapazität bis Ende 2028.

Guidance angehoben — Ambitionen sichtbar

Auf Basis der aktuellen Projektpipeline hat das Unternehmen die Jahresumsatzprognose für 2026 auf 160 bis 200 Millionen Dollar angehoben. CEO Jay Chandan verwies zudem auf den 2,8-Milliarden-Dollar-Vertrag mit dem indischen Anbieter Yotta Data Services, der über 20.000 GPU-Karten bis September 2026 umfasst. Für 2027 nannte er einen Umsatz von 500 Millionen Dollar als erreichbares Ziel.

Kein Wunder, dass die Aktie auf die Zahlen mit einem Kursanstieg von gut 12 Prozent reagierte. Ob das Bewertungsniveau hält, wird der Markt am nächsten Meilenstein messen: der Lieferung der GPU-Infrastruktur an Yotta bis zum kommunizierten September-Termin.

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