GoPro Aktie: 99,1 Millionen Umsatz, Verkauf geprüft
16.05.2026 - 02:15:28 | boerse-global.deGoPro geht einen formalen Schritt weiter in der laufenden strategischen Prüfung. Das Unternehmen hat Houlihan Lokey als Finanzberater und Fenwick & West als Rechtsberater an Bord geholt. Im Kern geht es um mögliche Transaktionen bis hin zu einem Verkauf oder einer Fusion.
Der Hintergrund ist ernüchternd. Nach einem schwachen ersten Quartal stehen sinkende Erlöse, ein höherer Verlust und eine angespannte Bilanz im Raum. Genau dieser Druck erklärt, warum das Management nun auch außenstehende Interessen und mögliche strategische Alternativen ernsthaft prüft.
Schwaches Quartal belastet
Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 99,1 Millionen US-Dollar, ein Minus von 26,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich weitete sich der Nettoverlust auf 80,8 Millionen US-Dollar aus. Gleichzeitig rutschte das Eigenkapital mit 1,9 Millionen US-Dollar ins Negative.
Auch der operative Mittelabfluss von 36,6 Millionen US-Dollar zeigt, wie angespannt die Lage ist. Das Management sprach deshalb von erheblichen Zweifeln an der Fortführung des Unternehmens innerhalb der nächsten zwölf Monate. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde gestrichen.
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Hinzu kommt ein Umbauprogramm. GoPro will die globale Belegschaft im laufenden Jahr um etwa 23 Prozent reduzieren. Dafür rechnet das Unternehmen mit Abfindungskosten zwischen 11,5 und 15 Millionen US-Dollar.
Suche nach Werttreibern
Die Prüfung strategischer Optionen soll vor allem den Aktionärswert maximieren. Dabei verweist GoPro auf unaufgefordert eingegangene Interessen aus der Verteidigungs-, Verbraucher- und Finanzbranche. CEO Nicholas Woodman unterstützt den Prozess und sieht in Technologie, Patenten und Marke weiterhin ungenutztes Potenzial.
Parallel dazu testet das Unternehmen neue Geschäftsfelder jenseits des klassischen Action-Camera-Markts. Mit der MISSION 1 Series hat GoPro im Mai Kameras vorgestellt, die auf den High-End-Bereich mit 8K- und 4K-Anwendungen zielen und sich an Filmer sowie Creator richten. Der Vorstoß zeigt, dass der Konzern mehr als nur einen Käufer sucht: Es geht auch um eine neue Erzählung für das eigene Geschäftsmodell.
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An der Börse bleibt das Bild volatil. Am Freitag schloss die Aktie bei 0,97 Euro, nach minus 2,81 Prozent an diesem Tag. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Rückgang von 17,62 Prozent, seit Jahresbeginn liegt das Papier 22,06 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 2,44 Euro ist der Kurs weit entfernt, auch wenn er über dem Tief von 0,50 Euro notiert.
Ein Enddatum für die Prüfung gibt es nicht. Genau das macht die Lage offen, aber nicht beliebig: Solange keine belastbare Transaktion auf dem Tisch liegt, bleibt GoPro in einer Phase zwischen Sanierung, Suche nach Partnern und der Frage, wie viel Substanz der Markt dem Geschäft noch zutraut.
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