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Googles Aluminium OS: Desktop-Revolution erst ab 2028

07.02.2026 - 22:58:12

Googles vereinheitlichtes Betriebssystem für Laptops, intern Aluminium OS genannt, wird erst 2028 breit verfügbar sein. Der gestaffelte Rollout beginnt Ende 2026 mit Tests, während ChromeOS bis 2034 unterstützt wird.

Googles neues Einheits-Betriebssystem für Laptops lässt länger auf sich warten als gedacht. Gerichtsdokumente aus den USA offenbaren: Der Android-basierte Nachfolger von ChromeOS, intern „Aluminium OS“ genannt, wird erst 2028 für alle verfügbar sein. Für Millionen Chromebook-Nutzer beginnt damit eine lange Übergangsphase.

Die Enthüllungen korrigieren frühere Hoffnungen auf einen schnellen Wandel. Noch 2025 hatten Google-Manager einen Start für 2026 in Aussicht gestellt. Stattdessen plant der Konzern nun einen gestaffelten Rollout. Erste kommerzielle Tester sollen Ende 2026 Zugang erhalten. Der breite Marktstart für Privatkunden, Bildung und Unternehmen ist jedoch erst für 2028 vorgesehen. Parallel dazu sichert Google die Unterstützung des aktuellen ChromeOS bis mindestens 2034 zu.

Die Fusion von Android und ChromeOS

Bei Aluminium OS handelt es sich um Googles strategischen Versuch, seine eigenen Desktop-Systeme zu vereinen. Das Ziel: Die riesige App-Vielfalt und Flexibilität von Android mit der Einfachheit und Sicherheit von ChromeOS zu kombinieren. Das System basiert vollständig auf Android, was Entwicklern den Weg ebnen soll, ihre mobilen Apps nahtlos auf den Desktop zu bringen.

Erste Einblicke in die Oberfläche, die durch einen Fehlerbericht öffentlich wurden, zeigen eine an große Bildschirme angepasste Desktop-Umgebung. Sie orientiert sich an etablierten Paradigmen mit Taskleiste, App-Launcher und System-Icons.

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Gestaffelter Zeitplan: Vom Test bis zum Vollstart

Der neue, langsamere Fahrplan wurde durch Dokumente aus dem laufenden US-Kartellverfahren gegen Google bekannt. Die interne Roadmap sieht nun klar definierte Phasen vor:

  • Ende 2026: Geschlossene Testphase für ausgewählte, kommerzielle Partner.
  • 2028: Vollständiger Marktstart. Neue Geräte werden dann mit Aluminium OS ausgeliefert, und das System wird für alle Sektoren breit verfügbar.

Diese Verzögerung gibt Google mehr Zeit für Entwicklung und Optimierung. Sie stellt aber auch die Geduld von Nutzern und Entwicklern auf die Probe, die auf eine schnelle Plattform-Vereinheitlichung gehofft hatten.

ChromeOS: Ein langer, sicherer Ausklang

Für aktuelle Chromebook-Besitzer bringen die Neuigkeiten Planungssicherheit. Google hält an seiner Zehn-Jahres-Update-Garantie für Hardware fest. Daher wird ChromeOS mit Sicherheitsupdates voraussichtlich bis 2034 versorgt.

Allerdings wird nicht jedes ältere Chromebook-Modell ein Update auf das anspruchsvollere Aluminium OS erhalten. Für kompatible, leistungsfähigere Geräte arbeitet Google an Migrationslösungen. Die jahrelange Koexistenz beider Systeme wird eine Herausforderung für das Ökosystem, sichert aber einen sanften Übergang.

Strategisches Manöver im Desktop-Krieg

Mit Aluminium OS geht Google offensiv im Kampf um den Desktop-Markt vor. Die Nutzung des dominanten Android-Ökosystems soll eine echte Alternative zu Microsoft Windows und Apple macOS schaffen. Der große Trumpf: Die nahtlose Integration von Millionen mobiler Apps.

Die Verzögerung bis 2028 gibt der Konkurrenz jedoch Aufschub. Apple treibt die Annäherung von iOS und macOS voran, und Microsoft verbessert stetig die Android-Unterstützung unter Windows. Der Erfolg von Aluminium OS wird davon abhängen, ob Google eine stabile, leistungsstarke und überzeugende Desktop-Erfahrung liefern kann – für bestehende Nutzer und Neukunden gleichermaßen.

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