Google, Millionen

Google zahlt Hunderte Millionen an Android-Nutzer

17.02.2026 - 06:01:12

Google muss in zwei Sammelklagen 835 Millionen Dollar an US-Android-Nutzer zahlen. Eine Frist für Widerspruch im größeren Play-Store-Vergleich endet am 19. Februar 2026.

Millionen US-Android-Nutzer erhalten Entschädigungen aus zwei Sammelklagen gegen Google. Eine Frist für Widerspruch endet in zwei Tagen.

Der Internetkonzern muss sich gleich zwei teuren Vergleichen stellen. Der größere betrifft den Google Play Store und hat ein Volumen von 700 Millionen US-Dollar. Nutzer, die den Vergleich ablehnen oder eigene Klagen anstrengen wollen, müssen bis zum 19. Februar 2026 aktiv werden. Parallel wurde ein zweiter Vergleich über 135 Millionen Dollar vorläufig gebilligt. Er betrifft heimliche Datenübertragungen über Mobilfunknetze.

Dringende Frist im Play-Store-Vergleich

Hinter dem 700-Millionen-Dollar-Vergleich steht eine Klage von 53 US-Bundesstaaten. Sie warfen Google vor, mit seinem Play Store den Markt für App-Vertrieb und Bezahlungen monopolisiert zu haben. Dies habe den Wettbewerb erstickt und zu überhöhten Preisen für Apps und In-App-Käufe geführt.

Google räumte kein Fehlverhalten ein, willigt aber in die Zahlung ein. 630 Millionen Dollar sind für ein Entschädigungsfonds vorgesehen. Anspruch haben Nutzer in allen 50 Bundesstaaten, die zwischen August 2016 und September 2023 über den Play Store eingekauft haben.

Wer den Vergleich ablehnen oder sich ausklagen möchte, hat nur noch bis zum 19. Februar Zeit. Eine Anhörung zur endgültigen Genehmigung ist für den 30. April angesetzt.

So läuft die automatische Auszahlung ab

Die meisten betroffenen Nutzer müssen nichts tun. Nach gerichtlicher Genehmigung werden die Zahlungen automatisch an die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Google-Kontos überwiesen. Die Auszahlung erfolgt vor allem über Dienste wie PayPal und Venmo.

Jeder Berechtigte erhält mindestens zwei Dollar. Die genaue Summe hängt von den getätigten Ausgaben im Play Store ab. Nutzer, die ihre Kontaktdaten geändert haben, finden Informationen auf der offiziellen Vergleichs-Website.

Zweiter Vergleich: 135 Millionen für heimliche Datenübertragung

In einem separaten Fall hat Google zugesagt, 135 Millionen Dollar zu zahlen. Die Klage Taylor et al. v. Google LLC warf dem Unternehmen vor, Android-Geräte zu „passiven Datenübertragungen“ über Mobilfunknetze programmiert zu haben – ohne Wissen der Nutzer und selbst bei WLAN-Verbindung.

Das verbrauchte teures Datenvolumen der Kunden. Der Vergleich sieht Entschädigungen für über 100 Millionen US-Android-Nutzer seit November 2017 vor. Die Auszahlung erfolgt ebenfalls automatisch, mit einer Obergrenze von 100 Dollar pro Person. Eine Anhörung zur endgültigen Genehmigung ist für den 5. August 2026 geplant.

Anzeige

Besorgt über heimliche Datenübertragungen auf Ihrem Smartphone? Das kostenlose Telegram‑Startpaket zeigt in einer leicht verständlichen Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, wie Sie zu einem datenschutzfreundlichen Messenger wechseln, wichtige Einstellungen schützen und neugierige App‑Zugriffe stoppen. Ideal für alle, die ihre Privatsphäre auf Android sofort verbessern möchten. Telegram-Startpaket gratis herunterladen

Signale für mehr Wettbewerb und Transparenz

Die Vergleiche spiegeln den wachsenden regulatorischen Druck auf Tech-Giganten wider. Der Play-Store-Fall ist ein landmark effort der Bundesstaaten, die Marktmacht von App-Stores herauszufordern. Neben der Geldzahlung muss Google Änderungen umsetzen, die mehr Wettbewerb ermöglichen – etwa flexiblere Abrechnungssysteme für Entwickler.

Der Daten-Vergleich unterstreicht die wachsende Bedeutung von Transparenz. Google verpflichtet sich, Nutzer klarer über Hintergrund-Datenübertragungen zu informieren und explizitere Einwilligungen einzuholen. Branchenbeobachter sehen darin einen Präzedenzfall für die gesamte Tech-Branche.

Ausblick auf die Auszahlungen

Für Millionen Nutzer steht zunächst die Frist am 19. Februar im Fokus. Nach der Anhörung Ende April beginnt die Auszahlung des 630-Millionen-Dollar-Fonds. Die genaue Timeline hängt vom Gericht und möglichen Berufungen ab.

In dem Daten-Vergleich ist der nächste Meilenstein die Anhörung im August. Die Auszahlungen in beiden Fällen werden voraussichtlich später im Jahr 2026 erfolgen. Für die Betroffenen bedeutet das eine späte, aber finanzstarke Anerkennung ihrer Vorwürfe gegen den Tech-Riesen.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.