Google-Wiz-Übernahme, Check

Google-Wiz-Übernahme: EU genehmigt, Check Point erweitert KI-Sicherheit

15.02.2026 - 13:31:12

EU genehmigt Google-Wiz-Fusion zur Stärkung der Cloud-Sicherheit. Parallel erwirbt Check Point drei Start-ups für KI-Governance. Kritische Sicherheitslücken in führenden Systemen verschärfen die Lage.

EU genehmigt Google-Wiz-Übernahme; Check Point setzt auf KI-Sicherheit. Die Europäische Kommission erteilte die Freigabe für den rund 32 Milliarden US-Dollar schweren Deal. Für Deutschland und die EU bedeutet dies eine Stärkung der Cloud-Sicherheit im Wettbewerb gegen AWS und Microsoft Azure. Stand heute (15. Februar 2026) gilt der Abschluss als nächste große Hausnummer im europäischen Tech-Markt.

EU ebnet Weg für Cloud-Sicherheitsfusion

Die EU-Kommission bestätigte die unbedingte Genehmigung des Zusammenschlusses von Alphabet, dem Mutterkonzern von Google, und Wiz. Regulatorsinnen und Regulatoren attestieren, dass der Deal den europäischen Wettbewerb nicht gefährdet, da Kundinnen und Kunden weiterhin von Alternativen wie Microsoft und AWS profitieren. Die Fusion öffnet Google Cloud den Zugang zu Wiz’ CNAPP-Lösung (Cloud-Native Application Protection Platform) und erhöht damit die Integration von Sicherheit direkt in die Cloud-Infrastruktur. Analystinnen und Analysten sehen in der vollständigen Integration einen entscheidenden Schritt, um Marktanteile gegenüber den Platzhirschen AWS und Azure zu gewinnen. Könnte diese Erweiterung langfristig das Sicherheitsniveau in europäischen Cloud-Umgebungen maßgeblich anheben?

Check Point kauft Trio von Start-ups – AI im Fokus

Gleichzeitig kündigt Check Point Software Technologies drei israelische Übernahmen an: Cyata, Cyclops und Rotate. Ziel der Zukäufe ist der Ausbau der Position von Check Point in der KI-Sicherheit und im Exposed-Management für MSP-Umgebungen. Cyata bietet Governance- und Kontrolle von autonomen KI-Agenten; Cyclops stärkt das Continuous Threat Exposure Management (CTEM) über Cloud-, On-Prem- und SaaS-Landschaften; Rotate liefert eine Plattform speziell für Managed Service Provider. Die Transaktionen folgen auf das vierte Quartal 2025, in dem Check Point den Umsatz um 6 Prozent auf rund 745 Millionen US-Dollar steigerte, jedoch die Analystenschätzungen leicht verfehlte. Die Aktie reagierte darauf mit rund 8 Prozent Kursverlust. CEO Nadav Zafrir betonte, die Zukäufe seien essenziell für eine integrierte KI-Sicherheitsplattform – ein strategischer Schritt, um verlorenes Terrain zurückzuholen.

Kritische Sicherheitslücken: Hochrisiko-Risiken nehmen zu

Neben den Transaktionen rücken konkrete Schwachstellen in den Fokus. BeyondTrust meldete eine kritische Remote-Code-Execution-Schwachstelle (CVE-2026-1731) in seinen Remote-Support- und Privileged-Remote-Access-Produkten. Die CVSS-Wertung liegt bei 9,9. Bereits im Februar wurden Cloud-Kunden gepatcht; Self-Hosted-Umgebungen sollten zeitnah Updates anwenden. Sicherheitsforscher warnen vor der leichten Ausnutzbarkeit des Fehlers – unpatched Systeme bleiben ein hohes Risiko.

Gleichzeitig veröffentlichte Microsoft am Patch Tuesday im Februar Updates für 59 Schwachstellen, darunter sechs Zero-Days, die aktiv ausgenutzt wurden. Besonders kritisch: ein Windows-Shell-Bypass (CVE-2026-21510). Zusätzlich sorgt eine gravierende Authentifizierungslücke in SmarterMail-Servern (CVE-2026-24423) für vermehrte Warnungen der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA). Hersteller und Betreiber stehen damit erneut vor der Aufgabe, schnelles, gesamtheitliches Patch-Management sicherzustellen.

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Die Ära der AI-Agenten beginnt

Die jüngsten Entwicklungen markieren laut Beobachtern einen Wandel in der Priorisierung der Cybersicherheit. Die Akquisition von Cyata durch Check Point richtet sich gezielt auf KI-Agenten, die künftig autonom Aufgaben ausführen können – eine Entwicklung, die neue Wege für Datendurchsatz, Zugriffskontrollen und potenzielle Missbrauchsszenarien eröffnet. Gleichzeitig deutet der Druck zu umfassender KI-Governance darauf hin, dass „agentengesteuerte“ Sicherheit bald kein Nischenprojekt mehr ist. Für CISOs entsteht eine Zweiklassen-Landschaft: Auf der einen Seite Plattformen wie Google Cloud + Wiz, die eine basal-absicherte Struktur liefern, auf der anderen spezialisierte Anbieter, die gezielt KI-Governance und Identitätssicherheit vertiefen.

Ausblick: Fokus auf Integration und Reaktion der Märkte

In den kommenden Wochen wird der Schwerpunkt auf der Integration von Wiz in Google Cloud liegen. Branchenbeobachter erwarten intensive M&A-Aktivitäten von Wettbewerbern, um Googles zunehmende Dominanz im Sicherheitsmarkt zu begegnen. Für Check Point gilt es, die drei Neuzugänge rasch in eine schlagkräftige End-to-End-Plattform zu überführen und Investoren von der Wachstumsdynamik zu überzeugen. Gleichzeitig bleibt die Infrastruktur verwundbar: Bereits heute zeigen sich Hochrisiko-Schwachstellen in verbreiteten Tools, weshalb SOC-Teams weltweit auf Hochtouren arbeiten müssen.

Hinweis: Alle zeitlichen Bezüge beziehen sich auf den aktuellen Stand vom 15. Februar 2026.

@ boerse-global.de

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