Google, Milliarde

Google warnt: Über eine Milliarde Android-Geräte akut gefährdet

07.02.2026 - 16:30:11

Google schlägt Alarm: Mehr als 40 Prozent aller Android-Smartphones und -Tablets weltweit sind durch neue Schadsoftware und Spionage-Apps gefährdet. Der Grund ist veraltetete Software, die keine Sicherheitsupdates mehr erhält. Damit geraten persönliche Daten, Finanzinformationen und die Privatsphäre von über einer Milliarde Nutzern in unmittelbare Gefahr.

Das Kernproblem ist der begrenzte Lebenszyklus der Software-Unterstützung. Geräte, die mit Android 12 oder älter laufen, erhalten von Google keine regelmäßigen Sicherheits-Patches mehr. Sie sind damit schutzlos gegen neu entwickelte Cyberangriffe. Aktuelle Spionagekampagnen nutzen diese Schwachstellen bereits gezielt aus. IT-Sicherheitsexperten sprechen von einem der größten, aktiv ausgenutzten Sicherheitslücken-Cluster weltweit.

Die Zahlen sind eindeutig: Die neueste Version Android 16 läuft aktuell nur auf 7,5 Prozent der Geräte. Selbst Android 13 – die älteste noch voll unterstützte Version – ist nur auf 13,9 Prozent der Smartphones installiert. Der Großteil der Nutzer surft also mit veralteter und anfälliger Software.

Anzeige

Veraltete Android-Versionen sind derzeit das Einfallstor Nummer eins für Spionage-Apps und Trojaner – Google meldet, dass ein erheblicher Anteil der Geräte betroffen ist. Der kostenlose E‑Book-Report „Cyber Security Awareness Trends“ erklärt, wie aktuelle Angriffe (RATs, Botnetze, Social‑Engineering) funktionieren und zeigt sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen für Privatnutzer und kleine Unternehmen. Praxisnahe Checklisten und klare Konfigurations-Tipps helfen, Ihre Daten und Konten schnell zu härten. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen

Aktive Bedrohungen: Spionage-Apps und getarnte Trojaner

Die Gefahr ist keineswegs theoretisch. Google bestätigt bereits laufende Angriffe. Die Methoden der Cyberkriminellen werden dabei immer raffinierter:
* Ein neuartiger Android-Fernzugriffstrojaner (RAT) nutzt die KI-Plattform Hugging Face, um seine schädliche Nutzlast zu hosten und so Erkennungssysteme zu umgehen.
* Botnetze wie Kimwolf kapern unsichere IoT-Geräte, inklusive Android-TV-Streamingboxen, um Angriffe auf Unternehmens- und Regierungsnetze zu starten.
* Per Social Engineering locken Betrüger Nutzer in die Falle, etwa mit gefälschten Behördenschreiben zu angeblichen Verkehrsverstößen.

Diese Beispiele zeigen: Wer mit einem alten Android-System online geht, wird zum leichten Ziel.

Googles Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht aus

Zwar verbessert Google kontinuierlich den Schutz für unterstützte Versionen – wie mit dem aktuellen Sicherheits-Bulletin vom Februar 2026. Auch der hauseigene Schadscanner Google Play Protect läuft auf Geräten bis zurück zu Android 7.

Doch Sicherheitsexperten sind sich einig: Diese Maßnahmen sind kein Ersatz für vollständige System-Updates. Sie patchen nicht die tiefliegenden Schwachstellen im Betriebssystem, die Spionage-Apps ausnutzen. Googles klare Empfehlung lautet daher: Nutzer unsicherer Geräte sollten auf ein aktuelles Modell umsteigen.

Das strukturelle Problem des Android-Ökosystems

Die massive Sicherheitslücke ist hausgemacht und resultiert aus der offenen Natur von Android. Nachdem Google eine neue Version veröffentlicht, liegt es an den Dutzenden Hardware-Herstellern – wie Samsung oder OnePlus –, diese für ihre spezifischen Modelle anzupassen und auszuliefern.

Dieser Prozess ist langsam und endet für ältere oder preiswertere Modelle oft nach nur zwei bis drei Jahren. Es entsteht ein vorhersehbares Sicherheitsvakuum: Das Gerät funktioniert hardwaretechnisch einwandfrei, wird aber zur digitalen Schwachstelle. Der Nutzer steht vor der frustrierenden Wahl: ein funktionierendes, aber unsicheres Gerät weiterzuverwenden oder ein neues zu kaufen.

Was Nutzer jetzt tun müssen

Die Bedrohungslage wird sich für veraltete Geräte weiter verschärfen. Die wichtigsten Schritte für jeden Android-Nutzer:
1. Überprüfen Sie Ihre Android-Version in den Einstellungen.
2. Läuft Ihr Gerät mit Android 12 oder älter? Prüfen Sie, ob ein Update auf Android 13 oder neuer verfügbar ist. Falls nicht, ist das Risiko eines Angriffs hoch.
3. Erwägen Sie einen Gerätewechsel. IT-Profis raten dringend dazu, nicht mehr unterstützte Smartphones zu ersetzen.
4. Achten Sie beim Neukauf auf Update-Garantien. Entscheidend ist der Ruf des Herstellers für langfristige und zeitnahe Software-Updates.

In einer Zeit, in der das digitale Leben immer mobiler wird, ist ein sicheres Betriebssystem keine Option mehr – es ist die grundlegende Verteidigungslinie gegen allgegenwärtige Cyberbedrohungen.

Anzeige

Übrigens: Wenn Ihr Smartphone keine Sicherheitsupdates mehr erhält, reicht ein reiner Scan oft nicht aus. Holen Sie sich den Gratis-Report „Cyber Security Awareness Trends“ — kompakt, praxisorientiert und speziell mit Schutzmaßnahmen für Privatnutzer und kleine Unternehmen. Der Leitfaden enthält eine einfache Umsetzungs-Checkliste, Prioritäten für Sofortmaßnahmen und Hinweise, wann ein Geräteaustausch dringend empfohlen ist. Gratis-Report jetzt sichern

@ boerse-global.de