Google, Samsung

Google und Samsung machen gestohlene Handys wertlos

07.01.2026 - 00:52:12

Google erweitert mit einem Januar-Update die lokale KI-Erkennung für Diebstahl, während Samsung auf der CES 2026 Hardware-Blockaden für USB-Zugriffe vorstellt. Ziel ist eine mehrschichtige Verteidigung.

Google erweitert mit dem Januar-Update seine KI-Schutzmechanismen massiv. Zeitgleich präsentiert Samsung auf der CES 2026 neue Hardware-Blockaden. Ihr gemeinsames Ziel: Gestohlene Smartphones sollen für Diebe nutzlos werden.

KI erkennt Diebstahl in Millisekunden

Das Sicherheitsupdate vom 5. Januar führt die nächste Generation der “AI Live Threat Detection” ein. Der Clou: Die KI arbeitet jetzt lokal auf der NPU des Smartphones. Sie analysiert Bewegungsmuster in Echtzeit, um einen Raub von einem harmlosen Stolpern zu unterscheiden.

Diese “Zero-Latency”-Verarbeitung reduziert die Reaktionszeit auf Millisekunden. Registrieren die Sensoren einen Diebstahl, sperrt sich der Bildschirm augenblicklich. Die Erfolgsquote der Sperrung soll so drastisch steigen. Zudem überwacht das System nun auch anomales App-Verhalten direkt auf dem Gerät.

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Android 16 schließt kritische Lücken

Ein wesentlicher Kritikpunkt war bisher die Persistenz der Diebstahlschutz-Einstellungen. Mit den aktuellen Google Play Services Updates für Android 16 “Baklava” ist dieses Problem behoben. Einstellungen wie “Theft Detection Lock” werden nun automatisch im Google-Konto gesichert und bei einem Reset wiederhergestellt.

Das schließt eine bekannte Angriffsmethode aus. Selbst nach einem erzwungenen Werksreset erzwingt die erweiterte “Factory Reset Protection” eine Authentifizierung mit den Original-Besitzerdaten. Google gibt an, diese Kombination habe bereits Hunderttausende Datendiebstähle verhindert.

Samsungs Auto Blocker 3.0 blockiert USB-Zugriff

Auf der CES 2026 kontert Samsung mit hardwarenaher Sicherheit. One UI 8.5 führt den “Auto Blocker 3.0” ein. Diese Funktion adressiert eine oft übersehene Schwachstelle: den physischen Datenzugriff per USB-Kabel.

Der neue Blocker verhindert jegliche Datenübertragung, wenn das Gerät gesperrt ist oder an einer öffentlichen Ladestation hängt. Für Diebe bedeutet das: Selbst im Besitz des Geräts können sie keine Daten mehr auslesen oder Schadsoftware aufspielen. Diese Hardware-Blockade ergänzt Googles KI-Erkennung zu einer mehrschichtigen Verteidigung.

On-Device-AI wird zum neuen Standard

Die Entwicklungen markieren einen Wendepunkt. Sicherheitsanalysten sehen die Verschiebung hin zur lokalen KI-Verarbeitung als notwendig an. Da Angriffe immer ausgefeilter werden, muss die Verteidigung ebenso schnell und autonom agieren.

Funktionen wie der verpflichtende “Identity Check” für kritische Einstellungen sind nun Standard auf den meisten Flaggschiffen. Das Januar-Update schließt bereits zwei aktiv ausgenutzte, kritische Lücken – ein Zeichen für die Dringlichkeit der Maßnahmen.

Satelliten-Ortung und Smart-Home-Alarm

Was kommt als Nächstes? Für 2026 wird erwartet, dass Google “Satellite SOS” in den Diebstahlschutz integriert. Künftig könnten gestohlene Geräte auch ohne Mobilfunknetz via Satellit geortet und gesperrt werden.

Zudem zeigt die CES die enge Verzahnung mit Smart-Home-Systemen wie Samsung Knox Matrix. Ein gestohlenes Handys könnte so in einem vernetzten Haushalt sofort Alarm schlagen. Der Kampf gegen Handy-Raub verlagert sich von der Reaktion zur präventiven Unbrauchbarmachung.

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