Google, KI-Strategie

Google startet 2026 mit gemischter KI-Strategie

03.01.2026 - 22:12:12

Google setzt im neuen Jahr auf eine Doppelstrategie: Während die KI Gemini nur langsam den Google Assistant ersetzt, rollt das Unternehmen neue Hybrid-Suchfunktionen aggressiv aus. Die ersten Tage 2026 zeigen einen Kurswechsel hin zu mehr Pragmatismus.

Die wichtigste Neuerung für Nutzer ist „Web Guide“. Diese Funktion verwandelt die klassische Suchergebnisseite. Statt einer linearen Liste von Links gruppiert eine KI die Treffer in thematische Cluster. Eine Suche nach „Solo-Reisen in Japan“ zeigt so organisierte Unterthemen statt einzelner URLs.

Dieser hybride Ansatz ist eine Reaktion auf das „Zero-Click“-Phänomen, bei dem Nutzer nur KI-Zusammenfassungen lesen. Indem Web Guide bestehende Webseiten bündelt, statt reinen KI-Text zu generieren, will Google Verlage besänftigen und dennoch KI-Nutzen bieten. Die Funktion, bisher im Test, wird Anfang 2026 für immer mehr Nutzer zum Standard.

Android: Gemini-Integration verzögert sich – aber mit neuen Features

Der vollständige Ersatz des Google Assistant durch Gemini auf Android-Geräten verzögert sich. Das ursprünglich für Ende 2025 geplante Vorhaben wurde auf 2026 verschoben. Grund ist die Komplexität, alle legacy-Funktionen – wie die Steuerung älterer Smart-Home-Geräte – zuverlässig zu migrieren.

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Dennoch erhielt die Gemini-App ein wichtiges Update. Seit dem 2. Januar können Nutzer durch Tippen des „@“-Symbols schnell zwischen Modus wechseln: @Schnell für einfache Fragen, @Denken für komplexe Aufgaben oder @Pro für Code. Diese „schnelle Modusumschaltung“ reduziert die bisher umständliche Bedienung.

2026: Das Jahr der proaktiven KI-Agenten

Google positioniert 2026 als Jahr des KI-Agenten. Diese sollen über einfache Chat-Funktionen hinauswachsen und proaktiv digitale Arbeitsabläufe managen. Das neue Standardmodell Gemini 3 Flash ist auf solche „agentischen“ Workflows ausgelegt. Es kann mehrstufige Aufgaben wie „Plan eine Dinner-Party, finde Rezepte für diese Diäten und füge die Zutaten meiner Einkaufsliste hinzu“ eigenständig abarbeiten.

Für Abonnenten gibt es zudem „Deep Think“-Funktionen. Hier durchdenkt die KI komplexe Probleme, bevor sie antwortet. Dieses gestaffelte Modell – schnelle Antworten kostenlos, tiefgehende Analysen für Power-User – wird 2026 zum Standard in der Consumer-KI.

Kontext: Googles defensiver Schachzug im KI-Wettlauf

Beobachter deuten die Strategie als Verteidigung gegen die wachsende Konkurrenz. Zum einen bereitet Apple für Frühjahr 2026 eine massive Siri-Überholung vor, die möglicherweise externe Modelle wie Gemini integriert. Googles verfeinerte Android-Integration soll Nutzer binden, bevor „Apple Intelligence“ reift.

Zum anderen ist Web Guide ein Eingeständnis, dass das reine Generative-Search-Modell Schwächen hat. Der hybride Ansatz soll Verlage besänftigen, deren Traffic einbrach, und dennoch erwartete KI-Tools liefern. Nicht zuletzt zeigt die Verzögerung bei Assistant die harte Realität alter Hardware: Millionen „dummer“ Smart-Geräte lassen sich nicht überstürzt auf moderne LLM-Systeme umstellen.

Ausblick: Was Nutzer im ersten Quartal 2026 erwartet

  • Web Guide wird Standard: Das Hybrid-Format wird sich von einem Experiment zur Standardansicht für komplexe Suchanfragen auf Mobilgeräten und Desktop entwickeln.
  • Mehr On-Device-KI mit Gemini Nano: Nachdem „Safe Browsing“ bereits vom effizienten Gemini-Nano-Modell betrieben wird, sind weitere Datenschutzfunktionen direkt auf dem Gerät zu erwarten.
  • Verschmelzung der Marken: Im Laufe des Jahres wird die Unterscheidung zwischen „Assistant“ und „Gemini“ weiter verwischen. Die Marke „Assistant“ wird wohl verschwinden, sobald die Backend-Technologie vollständig vereinheitlicht ist.

Die Botschaft aus Mountain View ist klar: Die KI-Revolution findet statt, aber 2026 mit mehr Präzision und weniger Brüchen für den Nutzer.

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