Google schließt Keep-Reminder in Tasks ein
16.01.2026 - 23:56:12Google vereinheitlicht seine Produktivitäts-Tools: Die lang erwartete Migration von Erinnerungen aus Google Keep zu Google Tasks rollt jetzt weltweit aus. Damit schließt der Konzern eine zentrale Lücke in seinem Ökosystem und zwingt Millionen Nutzer zu einem gewohnten Umstieg.
Einheitliches Task-Management als Kernziel
Die Änderung ist radikal: Die eigenständige Erinnerungsfunktion in Keep wird abgeschaltet. Tippt ein Nutzer auf das Glockensymbol in einer Notiz, erscheint der Hinweis „Erinnerungen sind jetzt Google Tasks“. Jede zeitbasierte Erinnerung – neu oder alt – wird automatisch als Aufgabe gespeichert und synchronisiert.
Dies ist der finale Schritt einer seit 2024 bekannten Strategie. Google will seine zersplitterten Erinnerungs- und Aufgaben-Systeme in Google Tasks bündeln. Bislang existierten Erinnerungen aus Assistant, Kalender und Keep in separaten Silos. Jetzt erscheint eine Aufgabe aus einer Notiz neben denen aus Gmail oder Docs. In Tasks und Kalender sind sie mit dem Label „Von Keep“ gekennzeichnet und verlinken zurück zur Originalnotiz.
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Was sich für Nutzer konkret ändert
Die größte Einschränkung: Standortbasierte Erinnerungen fallen weg. Google Tasks unterstützt diese Funktion nicht. Nutzer können also keine Alarme mehr setzen, die bei Ankunft am „Arbeitsplatz“ oder zu Hause auslösen. Bestehende Standort-Erinnerungen behalten die Ortsangabe – sie wandert in das Beschreibungsfeld der neuen Aufgabe.
Auch die Benachrichtigungen laufen anders. Die Keep-App selbst schickt keine Erinnerungen mehr. Nutzer benötigen dafür die Apps Google Kalender oder Google Tasks auf ihrem Smartphone. Das unterstreicht die neue Rolle dieser Apps als zentrale Aktions-Hubs. Bei der Migration informiert ein Pop-up über das neue System.
Neue Arbeitsabläufe erfordern Umgewöhnung
Die Integration soll nahtlos sein, doch es gibt neue Regeln. Datum und Uhrzeit einer Erinnerung lassen sich weiterhin in der Keep-Notiz bearbeiten – aber auch in Kalender oder Tasks. Ein entscheidender Unterschied: Der Titel der Aufgabe kann nur in Google Tasks oder Google Kalender geändert werden. Eine Änderung des Notiztextes in Keep aktualisiert den Aufgabentitel nicht.
Beim Löschen bietet Google eine Wahl: Nur die Notiz entfernen oder Notiz und zugehörige Aufgabe gemeinsam löschen. Für Nutzer mit vielen alten Erinnerungen gibt es in Tasks eine separate Liste „Alte Google Keep-Erinnerungen“. Hier landeten nicht wiederholende Erinnerungen, die älter als ein Jahr sind. Eine wichtige Grenze: Das System ist auf 100.000 Aufgaben limitiert. Sehr aktive Nutzer könnten daher älteste Keep-Erinnerungen verlieren.
Fazit: Vom Gedanken zur Aktion in einem System
Die globale Einführung ist der Höhepunkt einer mehrjährigen Konsolidierung. Erste Ankündigungen gab es 2024, einen gestaffelten Rollout startete Google im Oktober 2025. Jetzt ist die Migration für alle Nutzer auf Android, iOS und im Web verbindlich.
Damit festigt Google Tasks seine Position als zentrale Aufgaben-Verwaltung im Google Workspace-Ökosystem. Die Grenze zwischen flüchtigen Ideen in Keep und aktionierbaren Aufgaben in Tasks und Kalender verschwimmt. Für den Nutzer soll das weniger Verwirrung und mehr Produktivität bedeuten. Für Google ist es ein strategischer Schachzug, um im Wettbewerb mit anderen integrierten Plattformen besser bestehen zu können.
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