Google schaltet POP3-Abruf für Gmail ab
07.01.2026 - 07:54:12Google stellt den POP3-Abruf für externe E-Mail-Konten ein. Ab dem 20. Januar 2026 funktioniert die Funktion „E-Mails von anderen Konten abrufen“ in Gmail nicht mehr. Millionen Nutzer müssen ihre E-Mail-Einrichtung auf Smartphones und im Web ändern.
Betroffen sind alle, die private Adressen von Anbietern wie Web.de, GMX oder Outlook in ihr Gmail-Postfach integriert haben. Ohne Umstellung landen neue Nachrichten ab Ende Januar nicht mehr im gewohnten Posteingang. Bereits abgerufene Mails bleiben erhalten.
Zwei beliebte Funktionen fallen weg
Google schaltet gleich zwei Dienste ab: den klassischen POP3-Abruf und den Service Gmailify. Letzterer erlaubte es, die Spam-Filter von Google auf fremde Konten anzuwenden. In den Einstellungen unter „Konten & Import“ wird die Option ersatzlos gestrichen.
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Für Smartphone-Nutzer ist der Einschnitt besonders spürbar. Die Gmail-App spiegelt meist nur, was der Google-Server sammelt. Fällt die serverseitige Bündelung weg, bricht für viele die bequeme „Unified Inbox“ – der vereinte Posteingang – zusammen.
Sicherheit als Hauptgrund für das Aus
Google begründet den Schritt mit gravierenden Sicherheitslücken im alten POP3-Protokoll. Dieses überträgt Anmeldedaten oft im Klartext oder nutzt veraltete Verschlüsselung. In Zeiten von Phishing und Identitätsdiebstahl stellt das ein hohes Risiko dar.
Der Konzern forciert daher den Umstieg auf das modernere IMAP mit Authentifizierung via OAuth 2.0. Diese Token-basierte Anmeldung gilt als deutlich sicherer. „Der Schutz der Nutzerdaten hat Vorrang vor Abwärtskompatibilität“, lautet das interne Mantra.
So richten Sie Ihr Smartphone neu ein
Die Gmail-App selbst unterstützt weiterhin Drittanbieter-Konten – aber direkt via IMAP. Statt eines zentralen Postfachs müssen Nutzer nun separate Verbindungen zu jedem Provider einrichten. Experten empfehlen drei Wege:
- Direkte Einbindung in der App: Fügen Sie externe Konten wie Yahoo oder Outlook direkt in der Gmail-App als separates Konto hinzu. Die Mails landen dann in getrennten Postfächern.
- Automatische Weiterleitung: Richten Sie beim ursprünglichen Provider (z.B. GMX) eine Regel ein, die alle eingehenden Mails sofort an Ihre Gmail-Adresse weiterleitet.
- Alternativer E-Mail-Client: Wer auf eine zentrale Bündelung nicht verzichten kann, muss sich nach anderen Apps umsehen, die diese Funktion noch unterstützen.
Ein branchenweiter Abschied von alten Protokollen
Googles Schritt ist kein Einzelfall. Microsoft und andere große Anbieter schränken seit Jahren die „Basic Authentication“ – die einfache Passwort-Anmeldung – ein. Der Trend weg von unsicheren Legacy-Protokollen ist klar.
Interessant ist der Wegfall von Gmailify. Dieses Tool war einst ein Lockmittel, um Nutzer an die Google-Oberfläche zu binden. Dass es nun aufgegeben wird, deutet darauf hin: Der Wartungsaufwand und die Sicherheitsrisiken überwogen den Nutzen.
Wer am 21. Januar keine externen Mails mehr in Gmail findet, wurde gewarnt. Die Ära des einfachen POP3-Abrufs ist endgültig vorbei.
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