Google, Gemini

Google Gemini testet verstecktes KI-Bildbearbeitungstool

06.03.2026 - 16:00:24 | boerse-global.de

In einer Beta-App entdeckter Code deutet auf eine integrierte Markup-Funktion für Gemini-Bilder hin, die den Bearbeitungs-Workflow revolutionieren würde.

Google Gemini testet verstecktes KI-Bildbearbeitungstool - Foto: über boerse-global.de
Google Gemini testet verstecktes KI-Bildbearbeitungstool - Foto: über boerse-global.de

Google arbeitet im Geheimen an einem neuen Werkzeug, um KI-generierte Bilder direkt im Chat zu bearbeiten. Entdeckt wurde die Funktion in einer Beta-Version der Google-App – ein Schritt, der die Nutzung von Generativer KI erheblich vereinfachen könnte.

Anzeige

Während neue Tools die Nutzung von Künstlicher Intelligenz vereinfachen, regelt der Gesetzgeber nun verbindlich den Rahmen für deren Einsatz in Unternehmen. Dieser kostenlose Leitfaden erklärt Ihnen kompakt die Anforderungen der neuen EU-KI-Verordnung. EU-KI-Verordnung kompakt: Jetzt Gratis-E-Book sichern

Versteckter Code verrät Pläne

Technologie-Analysten stießen Anfang März in der Beta-Version 17.8.59 der Google-App auf versteckten Code. Dieser beschreibt eine nicht veröffentlichte Markup-Funktion speziell für Bilder, die von der KI Gemini erstellt wurden. Es handelt sich um einen internen Test; Google hat das Tool weder angekündigt noch einen Zeitplan für eine Veröffentlichung genannt. Solche Entdeckungen in Betas sind üblich, garantieren aber kein fertiges Produkt.

Der Code sieht vor, dass ein Stift-Symbol in der oberen rechten Ecke von generierten Bildern erscheint. Ein Klick darauf würde sofort einen Bearbeitungsbildschirm öffnen. Für normale Nutzer ist die Funktion derzeit nicht zugänglich.

Revolution für den Bearbeitungs-Workflow

Das experimentelle Tool zielt auf ein großes Ärgernis ab: Bisher müssen Nutzer ein von Gemini erstelltes Bild erst herunterladen, um es dann erneut in den Chat hochzuladen und zu kommentieren. Der neue Ansatz wäre deutlich integrierter.

Die Beta-Oberfläche erlaubt es, direkt auf dem frisch generierten Bild Bereiche zu umkreisen, hervorzuheben oder zu bemalen. Das annotierte Bild wird automatisch wieder in die Eingabezeile eingefügt. Dort kann der Nutzer präzise Anweisungen für die gewünschte Änderung tippen.

Dieser räumliche Kontext ist für KI-Modelle entscheidend. Statt komplexe Textbeschreibungen zu verfassen, markiert der Nutzer einfach die exakten Pixel, die geändert werden sollen. Das verhindert, dass die KI bei einer Überarbeitung versehentlich andere Bildteile verändert – ein häufiges Problem aktueller Generatoren.

Logische Ergänzung zu „Nano Banana 2“

Die Entdeckung folgt kurz auf ein großes Update von Googles Bildgenerator. Ende Februar 2026 führte das Unternehmen Nano Banana 2 (offiziell: Gemini 3.1 Flash Image) als Standardmodell für alle Nutzer ein. Es bringt höhere Geschwindigkeit, bessere Textdarstellung in Bildern und verbesserte Komposition.

Das unbestätigte Markup-Tool wäre eine naheliegende Ergänzung dieser Fähigkeiten. Während das neue Modell die Generierung verbessert, hinkt die Benutzeroberfläche bei der einfachen Nachbearbeitung oft hinterher. Die Existenz des Tools im Code zeigt, dass Entwickler aktiv an dieser Lücke arbeiten.

Bereits Ende 2025 hatte Google ähnliche Markup-Fähigkeiten für hochgeladene Nutzerfotos eingeführt. Diese Logik nun auf KI-generierte Bilder auszuweiten, ist der nächste technische Schritt.

Trend zu interaktiverer KI-Bearbeitung

Die potenzielle Integration spiegelt einen Branchentrend wider: KI-Tools werden interaktiver und präziser. Konkurrenten setzen vermehrt auf „Inpainting“ und „Outpainting“, die granularere Kontrolle ermöglichen.

Anzeige

Mit der zunehmenden Integration von KI in den Arbeitsalltag wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an Entwickler und Anwender. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Umsetzungsleitfaden, wie Sie Kennzeichnungspflichten und Risikoklassen der neuen Gesetzgebung richtig handhaben. Kostenlosen Leitfaden zur KI-Verordnung herunterladen

Für Gemini könnte das Tool den Umgang mit der Plattform grundlegend verändern – von einer einfachen Prompt-Eingabe hin zu einem iterativen Design-Prozess. Die Abschaffung des umständlichen Download/Upload-Zyklus senkt die technische Hürde für Gelegenheitsnutzer erheblich.

Dennoch ist die Zukunft der Funktion ungewiss. Sie könnte noch Monate in der Testphase verbleiben oder auf technische Hürden stoßen. Solange Google nichts offiziell bestätigt, bleibt das Bild-Markup-Tool eine vielversprechende, aber verborgene Experimentierfunktion.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.

boerse | 68641792 |