Google, Chrome

Google Chrome wird zum persönlichen KI-Assistenten

03.02.2026 - 19:51:12

Google integriert sein Gemini-Modell tiefgreifend in Chrome, um den Browser mit Funktionen wie Auto-Browse und Personal Intelligence zu einem proaktiven Assistenten zu machen.

Google verwandelt seinen Browser mit einer tiefgreifenden KI-Integration in einen aktiven digitalen Partner. Die umfassende Überarbeitung setzt auf Googles Gemini-Modell und soll das Surfen proaktiver und kontextbewusster machen.

Vom Werkzeug zum intelligenten Begleiter

Die Updates für Chrome auf Windows, macOS und Chromebook Plus gehören zu den größten Veränderungen des Browsers seit Jahren. Kernstück ist ein neu gestaltetes Seitenpanel für Gemini, das den bisher schwebenden KI-Dialog ersetzt. Es soll „Tab-Fatigue“ bekämpfen – die Überforderung durch zu viele offene Tabs. Nutzer können nun Artikel zusammenfassen, Produktvergleiche anstellen oder Kalender prüfen, ohne die aktuelle Seite verlassen zu müssen.

Das Seitenpanel dockt permanent rechts im Browser an. So wird Multitasking nahtlos: Wer etwa einen Kauf recherchiert, kann Gemini bitten, Optionen aus mehreren Tabs zu vergleichen. Die KI liefert eine Zusammenfassung direkt im Panel. Integriert ist auch Googles Bildbearbeitungstool Nano Banana. Nutzer können Web-Bilder mit Textbefehlen verändern, ohne extra Apps zu öffnen. Diese Features rollen zunächst in den USA aus.

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Auto Browse: Der Browser erledigt die Arbeit

Für Abonnenten der Google AI Pro und Ultra-Tarife kommt eine revolutionäre Neuerung: „Auto Browse“. Diese „agentische KI“ versteht und erledigt mehrstufige Aufgaben. Statt selbst Flüge zu buchen, Formulare auszufüllen oder Abos zu verwalten, delegieren Nutzer diese Arbeiten an Gemini.

Der Auto-Browse-Agent kann Reiserouten planen, indem er Flug- und Hotelpreise vergleicht und mit persönlichen Kalendern abgleicht. Im E-Commerce identifiziert er Artikel auf Fotos, sucht ähnliche Produkte, legt sie in den Warenkorb und wendet Rabattcodes an. Google betont: Die Sicherheit hat Priorität. Bei sensiblen Aktionen wie Käufen oder Logins hält das System an und fordert ausdrückliche Bestätigung.

Personal Intelligence: Der Browser, der Sie kennt

Die nächste Evolutionsstufe heißt „Personal Intelligence“. Dieses Opt-in-System verbindet Gemini mit der persönlichen Google-Ökosphäre – also Gmail, Kalender, Maps und Flights. Durch Kontext aus früheren Gesprächen und persönlichen Daten wird die KI proaktiv.

Ein Beispiel: Bei der Urlaubsplanung könnte Personal Intelligence den Schulkalender der Kinder aus Gmail abgleichen und Reisedaten in den Ferien vorschlagen. So wird der Browser vom Allerweltswerkzeug zum maßgeschneiderten Partner. Eine Beta-Version testen bereits berechtigte AI Pro- und Ultra-Abonnenten in den USA.

KI-Wettlauf im Browser-Markt

Googles massive KI-Offensive folgt einem klaren Branchentrend. Konkurrenten wie Microsoft Edge und Opera haben bereits KI-Assistenten integriert. Der Browser wird zum Schlachtfeld für die KI-Vorherrschaft. Google setzt dabei auf sein leistungsstarkes Gemini 3-Modell.

Die Einführung agentischer KI wie Auto Browse weist in eine Zukunft, in der Nutzer das Web mehr durch Delegation und Dialog als durch manuelle Klicks erkunden. Die Grenzen zwischen Browser, Betriebssystem und KI-Assistent verschwimmen. Nach dem Start in den USA soll eine breitere Verfügbarkeit folgen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der weltweit populärste Browser als persönlicher KI-Co-Pilot durchsetzt.

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