Google Chrome: Gemini-Agent soll künftig das Surfen übernehmen
24.01.2026 - 07:26:12Googles KI-Assistent Gemini wird zum aktiven Handlanger im Browser. Entdeckungen im Chrome-Code deuten auf eine neue „Skills“-Funktion hin, die komplexe Aufgaben automatisiert – vom Reiseplanen bis zur Marktanalyse. Damit startet der Tech-Riese den nächsten Schritt im Rennen um die KI-gesteuerte Zukunft des Webs.
Vom Helfer am Rand zum ausführenden Agenten
Bislang half Gemini in Chrome vor allem beim Verstehen: Er fasste Artikel zusammen oder beantwortete Fragen zu Webinhalten. Jetzt soll die KI aktiv werden. Ein internes Projekt namens „Auto Browse“ und die neu entdeckte „Skills“-Funktion zielen darauf ab, Gemini in einen autonomen Agenten zu verwandeln. Dieser könnte künftig selbstständig Websites navigieren, Links anklicken und mehrstufige Aufträge ausführen – allein auf Basis von Sprachbefehlen.
Der strategische Vorteil für Google ist enorm. Mit einem weltweiten Marktanteil von über 60 Prozent kann der Konzern diese Agenten-Funktionen tief in Chrome einweben. Das verspricht ein nahtloseres Erlebnis als bei Konkurrenten, die auf Erweiterungen angewiesen sind.
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„Skills“: Der Nutzer wird zum Trainer der KI
Der Schlüssel zu dieser neuen Fähigkeit liegt in den „Skills“. In einer versteckten Einstellungsseite von Chrome sollen Nutzer künftig eigene Fähigkeiten für Gemini definieren können. Man weist einem „Skill“ einen Namen zu und gibt individuelle Anweisungen – man „trainiert“ die KI also für spezielle Abläufe.
Ein Beispiel: Statt mühsam Flüge, Hotels und Termine zu koordinieren, ruft der Nutzer einen selbst erstellten „Reiseplaner“-Skill auf. Gemini navigiert dann zu Buchungsportalen, vergleicht Preise und trägt die bestätigte Reiseroute in den Google-Kalender ein. Die KI soll so nahtlos mit anderen Google-Diensten wie Maps oder Gmail zusammenarbeiten.
Sicherheit in der automatisierten Welt
Doch mehr Autonomie bedeutet auch neue Risiken. Eine große Gefahr sind „indirekte Prompt-Injection“-Angriffe, bei denen bösartige Anweisungen auf einer Website den Agenten zu unerwünschten Aktionen verleiten – etwa zur Preisgabe sensibler Daten.
Googles Sicherheitskonzept setzt auf eine mehrschichtige Architektur. Ein zentraler Baustein ist ein zweites KI-Modell, der „User Alignment Critic“. Dieses überwacht jeden Schritt des Hauptagenten. Passt eine geplante Aktion nicht zum ursprünglichen Nutzerauftrag, wird sie blockiert. Zudem sind explizite Nutzerbestätigungen für sensible Vorgänge wie Käufe vorgesehen. Die Nutzer behalten stets die Kontrolle und können den Agenten pausieren.
Das Rennen um die Zukunft des Browsens
Googles Vorstoß ist Teil eines branchenweiten Wettlaufs. Microsoft integriert Copilot in Edge, Start-ups wie Perplexity arbeiten an KI-gestützten Sucherlebnissen. Doch Googles Heimvorteil durch die Chrome-Integration ist beträchtlich.
Die „Skills“-Funktion befindet sich in der internen Testphase. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Wahrscheinlich wird sie, wie bei Google üblich, zunächst für zahlende Gemini-Nutzer und Beta-Tester verfügbar sein.
Die Vision ist klar: Der Browser soll vom Werkzeug zum intelligenten Partner werden. Er soll nicht nur Informationen finden, sondern auch handeln. Ob diese Revolution der Mensch-Computer-Interaktion gelingt, wird maßgeblich davon abhängen, wie sicher und vertrauenswürdig sich der KI-Agent im Alltag beweist.
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