Google, Millionen

Google blockiert 1,75 Millionen schädliche Android-Apps

23.02.2026 - 09:53:12 | boerse-global.de

Google entfernte über 1,75 Millionen schädliche Anwendungen und setzt KI zur Abwehr neuer, anpassungsfähiger Malware wie Keenadu und PromptSpy ein. Das Betriebssystem Android 16 soll zusätzlichen Schutz bieten.

Google hat im vergangenen Jahr mehr als 1,75 Millionen schädliche Anwendungen aus dem Play Store verbannt. Gleichzeitig warnten Sicherheitsforscher vor neuen, hochgefährlichen Android-Malware. Der Konzern setzt im Kampf gegen Cyberkriminelle verstärkt auf Künstliche Intelligenz.

Diese KI agiert als digitaler Türsteher und durchleuchtet jede App vor der Veröffentlichung mit über 10.000 Prüfungen. Die automatisierten Systeme unterbanden auch den unnötigen Datenzugriff bei 255.000 Programmen und löschten 160 Millionen gefälschte Bewertungen. Zudem sperrte Google dauerhaft 80.000 Entwicklerkonten.

Play Protect scannt täglich 350 Milliarden Apps

Die Verteidigung endet nicht am Store-Eingang. Das integrierte Sicherheitssystem Google Play Protect läuft direkt auf den Geräten. Es scannt täglich rund 350 Milliarden Apps – auch solche, die von außerhalb des Play Stores stammen. Im letzten Jahr entdeckte es so 27 Millionen neue Schadprogramme aus externen Quellen.

Ein globaler Betrugsschutz blockierte zudem 266 Millionen riskante Installationsversuche. Eine neue Funktion verhindert jetzt, dass Nutzer während eines Telefonats dazu überredet werden, Play Protect auszuschalten. Das soll Social-Engineering-Angriffe vereiteln.

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Neue Malware bedroht Android-Nutzer

Warum dieser massive Aufwand nötig ist, zeigen zwei aktuelle Bedrohungen. Sicherheitsexperten identifizierten kürzlich die Malware Keenadu. Sie steckt bereits ab Werk in der Firmware tausender günstiger Android-Tablets und überlebt sogar einen Werksreset.

Noch raffinierter agiert PromptSpy. Diese Schadsoftware nutzt selbst KI-Modelle, um sich auf infizierten Geräten zurechtzufinden. Statt starrer Klickrouten analysiert sie dynamisch den Bildschirm. So kann sie Deinstallationsversuche blockieren und die Fernsteuerung sichern.

Android 16 bringt tiefgreifenden Schutz

Als Antwort auf diese Angriffe rüstet Google das Betriebssystem weiter auf. Android 16 wird neue Code-Richtlinien einführen. Bank-Apps können damit per Zeile Code verhindern, dass Schadsoftware über Bedienungshilfen den Bildschirm ausspäht.

Der Diebstahlschutz wird ebenfalls verschärft. Nach fehlerhaften PIN-Eingaben verlängern sich die Sperrzeiten deutlich. Außerhalb vertrauter Orte ist für den Zugriff auf Passwortmanager oder Banking-Apps zukünftig biometrische Authentifizierung Pflicht.

KI-Wettrüsten auf beiden Seiten

Branchenbeobachter sehen einen fundamentalen Wandel. Die Bedrohung kommt nicht mehr nur aus dubiosen App-Quellen, sondern zunehmend aus der Lieferkette selbst – wie bei Keenadu. Das untergräbt das Vertrauen in die Hardware.

Gleichzeitig eskaliert das technologische Wettrüsten. Angreifer nutzen KI für anpassungsfähige Malware, Plattformbetreiber setzen maschinelles Lernen zur Abwehr ein. Die gewaltigen Zahlen blockierter Apps zeigen die Wirksamkeit der Filter, aber auch das industrielle Ausmaß der Cyberkriminalität.

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