Goldpreis stabil bei 5188 USD: Krügerrand-Spreads auf 5-Wochen-Hoch im Iran-Kriegs-Umfeld
14.03.2026 - 13:11:29 | ad-hoc-news.deDer Goldpreis zeigt Stabilität inmitten des Iran-Krieges. Am Freitag, 13. März 2026, notierte Spot-Gold um 13:30 Uhr bei 5.188 USD pro Feinunze, was 4.457 EUR entspricht. Das ist ein Plus von 1 Prozent in Dollar und 1,4 Prozent in Euro.
Stand: 14. März 2026
Dr. Markus Goldmann, Edelmetall-Marktanalyst. Spezialist für physische Goldmärkte und DACH-Investorentrends.
Dieser Kursverlauf resultiert aus einer anhaltenden Dollar-Aufwertung, die den Euro-Kurs stärker antreibt. Für deutsche, österreichische und schweizerische Investoren bedeutet das: Der Goldpreis in Euro bleibt attraktiv, trotz geopolitischer Spannungen.
Krügerrand-Spreads steigen: Was bedeutet das für Käufer?
Im deutschen Edelmetallhandel sind die Spreads bei Krügerrand-Münzen auf ein 5-Wochen-Hoch von durchschnittlich 6,85 Prozent geklettert. Der Durchschnittspreis für neue Krügerrands liegt bei 4.621 Euro, ein Plus von 58 Euro zur Vorwoche. Der Aufgeld beträgt nun 3,67 Prozent, nach zuvor 3,83 Prozent.
Ältere Jahrgänge sind 113 Euro günstiger. Der Anstieg der Spreads kommt durch rückläufige Ankaufspreise der Händler. Das signalisiert eine Engstelle im physischen Markt: Nachfrage übersteigt das Angebot an gehandelten Münzen, während Händler vorsichtiger beim Ankauf werden.
Für DACH-Investoren ist das relevant: Krügerrand bleibt ein Klassiker für physisches Gold kaufen. Höhere Spreads erhöhen die Einstiegskosten um bis zu 7 Prozent des Spot-Preises. Wer jetzt zugreift, zahlt mehr – eine Warnung vor Hype-getriebener Nachfrage im Krisenumfeld.
Goldbarren günstiger: Aufgelder sinken auf 2,26 Prozent
Im Kontrast dazu sinken die Aufgelder bei 100-g-Goldbarren. Der Durchschnittspreis beträgt 14.656 Euro (+162 Euro wöchentlich), Aufgeld nun 2,26 Prozent (zuvor 2,56 Prozent). Spreads hier bei 5,76 Prozent, leicht rückläufig.
Das macht Barren attraktiver für größere Käufe. In Deutschland und der Schweiz, wo physisches Gold steuerfrei oder niedrig besteuert ist, lohnen sich Barren derzeit mehr als Münzen. Der Grund: Bessere Liquidität und geringere Prägekapazitäten bei Münzen durch Lieferengpässe bei Prägeanstalten.
Bestätigte Fakten: Die Preise basieren auf Daten von sechs deutschen Händlern, Stand 13. März 2026. Produkteauswahl schränkt sich ein, Lieferzeiten verlängern sich – typische Zeichen eines straffen physischen Marktes.
Silber-Markt kontrastiert: Aufgelder und Spreads fallen
Beim Silber zeigen sich gegenteilige Tendenzen. Maple Leaf-Münzen (neu) kosten 100,38 Euro (+1,03 Euro), Aufgeld sinkt auf 37 Prozent (Vorwoche: 39 Prozent). 1-kg-Barren bei 3.088 Euro (+63 Euro), Aufgeld stabil bei 31 Prozent.
Spreads bei Silbermünzen (38 Prozent) und Barren (40 Prozent) gehen zurück, dank gestiegener Ankaufspreise. Silberpreis selbst: 92,07 USD (+2,1 Prozent wöchentlich) bzw. 73,29 EUR (+2,5 Prozent). Für DACH-Portfolios: Silber bietet derzeit bessere Einstiegschancen als Gold-Münzen.
Iran-Krieg als Treiber: Safe-Haven-Effekt für Spot-Gold
Der Spot-Gold-Preis profitiert vom Iran-Krieg. Geopolitische Risiken treiben Safe-Haven-Nachfrage. Der Kurs hält sich oberhalb von 5.100 USD, trotz technischer Pullbacks wie im 4-Stunden-Chart (Support bei March-Swing-Low).
Interpretation: Der Krieg verstärkt nicht nur Spot-Nachfrage, sondern auch physische Abflüsse in Europa. In der Schweiz, globalem Goldhandelshub, steigt die Nachfrage nach physischem Gold. Für DACH: Höhere Spreads spiegeln lokale Engpässe wider, unabhängig von COMEX-Futures.
COMEX-Gold: Technische Analysen sehen Bounce-Potenzial von Supports, aber limitiert auf 5.050-5.180 USD. Kein Breakout signalisiert.
ETF-Zuflüsse Februar: 5,3 Mrd. USD stützen Langfristtrend
Gold-ETFs verzeichneten im Februar 2026 Zuflüsse von 5,3 Mrd. USD, Bestände +26 Tonnen auf 4.171 Tonnen, AUM 701 Mrd. USD. Das unterstreicht institutionelle Allokation amid Geopolitik und Makro-Unsicherheiten.
Relevanz für Gold: ETF-Flows sind makro-hedging-getrieben, weniger safe-haven pur. Für DACH-Investoren via Xetra-Gold oder ETCs: Stabile Flows signalisieren Boden unter dem Preis. Physisch vs. ETF: Physische Spreads zeigen höhere Prämien durch lokale Nachfrage.
Europäischer Kontext: ECB-Inflationserwartungen und Euro-Schwäche machen Gold-ETCs attraktiv als Inflationshedge.
DACH-Perspektive: Warum jetzt handeln oder warten?
In Deutschland (MwSt-frei bei Anlagegold), Österreich und Schweiz (niedrige Steuern) dominieren physische Käufe. Krügerrand-Spreads bei 6,85 Prozent mahnen zur Vorsicht: Warten auf Normalisierung könnte 100-200 Euro pro Unze sparen.
Barren alternativer Einstieg. Risiken: Längere Lieferzeiten durch Prägekapazitäten. Chancen: Stabile Goldpreis in Euro bei Dollar-Stärke. Für Portfolios: 5-10 Prozent Goldanteil empfehlenswert in Krisenzeiten.
Ausblick: Nächste Katalysatoren und Risiken
Kurze Sicht: Iran-Krieg-Entwicklungen treiben Volatilität. Technisch: Support-Test bei 5.000 USD möglich. Langfrist: ETF-Flows und Zentralbanken (keine neuen Käufe letzte 72h) stützen.
Risiken: Dollar-Rally drückt Spot, aber Euro-Basis mildert. DACH-spezifisch: Schweizer Raffinerien unter Druck durch globale Nachfrage. Interpretation: Physischer Markt enger als Futures – priorisieren Sie Barren.
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