Goldman Sachs: Ölprognose angehoben
23.02.2026 - 09:36:23 | boerse-global.deDie US-Investmentbank Goldman Sachs hat am Montag ihre Preisprognosen für Rohöl nach oben korrigiert. Für das vierte Quartal 2026 rechnen die Analysten nun mit 60 Dollar pro Barrel Brent und 56 Dollar für WTI – jeweils 6 Dollar mehr als in der vorherigen Einschätzung. Als Begründung verweisen die Experten auf niedrigere Lagerbestände in den OECD-Staaten.
Die Anpassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ölmärkte zwischen geopolitischen Risiken und Nachfragesorgen schwanken. Während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zuletzt für einen Preisanstieg von über 5 Prozent sorgten, drücken nun neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf die Stimmung.
Überangebot trotz Iran-Risiko
Trotz der angehobenen Prognosen bleibt Goldman Sachs bei seiner Grundeinschätzung: Der globale Ölmarkt wird 2026 ein Überangebot aufweisen – zumindest solange es zu keinen Iran-bedingten Lieferunterbrechungen kommt. Die Bank betont dabei ein erhebliches Risiko: Sollten Sanktionen gegen den Iran oder Russland gelockert werden, könnte dies die Versorgung beschleunigt erhöhen und die Preise um 5 bis 8 Dollar drücken.
Am Montagmorgen zeigten sich die Ölpreise schwächer. Der WTI-Future fiel um 0,75 Dollar auf 65,75 Dollar, Brent gab um 76 Cent auf 71 Dollar nach. Die Märkte reagierten damit auf Trumps Ankündigung, temporäre Zölle von 10 auf 15 Prozent anzuheben – eine Maßnahme, die nach der Aufhebung seines vorherigen Zollprogramms durch den Obersten Gerichtshof erfolgte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Goldman Sachs?
Atomgespräche dämpfen Kriegsangst
Gleichzeitig entspannte sich die Lage im Nahen Osten leicht. Die USA und der Iran bereiten sich auf eine dritte Gesprächsrunde am Donnerstag in Genf vor. Teheran signalisierte Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen. Dies dämpfte die Befürchtungen eines unmittelbar bevorstehenden Militärschlags – zumindest vorerst.
Analysten schätzen, dass der Ölpreis aktuell eine Risikoprämie von mindestens 10 Dollar pro Barrel aufgrund der Iran-Spannungen enthält. Solange die US-Flotte im Nahen Osten stationiert bleibt, dürfte diese Prämie bestehen bleiben.
Goldman Sachs-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldman Sachs-Analyse vom 23. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Goldman Sachs-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldman Sachs-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Goldman Sachs: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


