Goldman, Sachs

Goldman Sachs Aktie: Kreditfonds unter Druck

09.05.2026 - 06:08:04 | boerse-global.de

Goldman Sachs BDC verzeichnet sinkenden Nettoinventarwert und steigende Problemkredite, während die Dividende stabil bleibt.

Goldman Sachs Aktie: Kreditfonds unter Druck - Foto: über boerse-global.de
Goldman Sachs Aktie: Kreditfonds unter Druck - Foto: über boerse-global.de

Goldman Sachs hat mit seinem Private-Credit-Vehikel, dem börsengelisteten Business Development Company (BDC), ein schwaches erstes Quartal hinter sich. Der Nettoinventarwert je Anteil sank auf 12,17 Dollar – ein Rückgang von rund 3,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Altlasten belasten die Bilanz

Als Haupttreiber dieser Abwertung gelten zwei Faktoren: gestiegene unrealisierte Verluste sowie gezielte Marktkorrekturen bei einzelnen Portfoliopositionen. Rund 60 Prozent der Bewertungsabschläge gehen auf borrower-spezifische Probleme zurück – allen voran zwei ältere Kredite an die Unternehmen 1GI LLC und 3SI Security Systems.

Auffällig ist zudem der Anstieg der sogenannten Non-Accruals, also Darlehen, bei denen Kreditnehmer erheblich im Rückstand mit Zinszahlungen sind. Diese Quote kletterte von 2,8 Prozent im Vorquartal auf nun 4,7 Prozent des Kreditportfolios. Die Führungsetage des Fonds betont jedoch, dass die große Mehrheit dieser Problemkredite aus dem Zeitraum vor März 2022 stammt – also vor dem Amtsantritt des aktuellen Managementteams.

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Anleiherekord und frisches Kapital

Abseits des BDC-Geschäfts läuft es für Goldman an anderer Front deutlich runder. Im Bereich Investment-Grade-Anleihen verzeichnete die Bank Rekordvolumina, sowohl in Dollar als auch in Euro. Treiber ist unter anderem der KI-Boom: Die Technologiebranche hat ihr Emissionsvolumen im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2025 auf ein Vielfaches gesteigert, da Unternehmen massiv Kapital für KI-Infrastruktur aufnehmen. Goldman hob daraufhin seine Nettoausgabeprognosen für Hochzinsanleihen in beiden Währungsräumen an.

Auch im Solar-Finanzierungsgeschäft hinterlässt die Bank Spuren – allerdings defensive. Gemeinsam mit anderen Wall-Street-Häusern hat Goldman Sachs die Steuerkapital-Finanzierung für bestimmte Solarprojekte zurückgefahren. Hintergrund sind regulatorische Unsicherheiten rund um chinesisch verbundene Hersteller und deren Anspruch auf US-Subventionen. Solange das Finanzministerium keine klaren Leitlinien veröffentlicht, bleibt das Engagement in diesem Segment begrenzt.

Für den BDC-Fonds selbst gibt es unterdessen auch konstruktive Signale: Im zweiten Quartal flossen bereits 100 Millionen Dollar an Kreditrückzahlungen ein, und ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 75 Millionen Dollar wurde aufgelegt. Die Dividende bleibt mit 32 Cent je Anteil stabil.

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