Gmail, Wechsel

Gmail erlaubt erstmals Wechsel der E-Mail-Adresse

16.01.2026 - 21:33:12

Google beendet eine 20-jährige Ära: Nutzer können jetzt ihre primäre @gmail.com-Adresse ändern, ohne Daten zu verlieren. Diese bahnbrechende Neuerung löst ein langjähriges Nutzerproblem.

Seit Gmail 2004 startete, war der einmal gewählte Nutzername in Stein gemeißelt. Wer als Teenager eine alberne Adresse wählte oder seinen Namen änderte, stand vor einem Dilemma: Entweder bei der alten Adresse bleiben oder mühsam alle Daten auf ein neues Konto umziehen. Diese Zeit ist vorbei. Seit Dezember 2025 rollt Google schrittweise eine Funktion aus, die genau das ermöglicht – und sie wird ab heute für immer mehr Nutzer verfügbar.

Der Prozess ist bewusst einfach gehalten. Nutzer wählen eine neue, verfügbare Gmail-Adresse. Die alte Adresse wird nicht gelöscht, sondern zu einem permanenten Alias umgewandelt. E-Mails, die dorthin gesendet werden, landen weiterhin im selben Postfach.

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Alle Daten bleiben erhalten: E-Mails, Google Drive-Dateien, Google Photos, YouTube-Verlauf und Käufe bei Google Play. Auch die Anmeldung funktioniert weiterhin mit beiden Adressen. Das ist besonders wichtig für Drittanbieter-Dienste, die Google zur Authentifizierung nutzen. Der digitale Lebenslauf bleibt intakt, nur das Visitenkärtchen wird ausgetauscht.

Die Regeln: Flexibilität mit Grenzen

Doch die neue Freiheit ist nicht grenzenlos. Google hat klare Spielregeln aufgestellt, um Missbrauch vorzubeugen:

  • Eine Änderung pro Jahr: Nutzer können ihre primäre Adresse nur alle zwölf Monate wechseln.
  • Drei Wechsel insgesamt: Pro Konto sind maximal drei Änderungen möglich. Am Ende sind also vier verschiedene primäre Adressen im Lebenszyklus eines Kontos möglich.
  • Keine sofortige Löschung: Eine neue Adresse kann ein Jahr lang nicht gelöscht werden.
  • Alte Adresse blockiert: Die ursprüngliche Adresse bleibt für immer an das Konto gebunden und kann nicht von einem neuen Nutzer registriert werden.

Technische Einschränkungen gibt es ebenfalls: In einigen älteren Kalendereinträgen kann vorübergehend noch die alte Adresse angezeigt werden.

So prüfen Sie, ob Ihr Konto bereit ist

Die Funktion wird etappenweise freigeschaltet. Nicht jeder Nutzer sieht sie sofort. So prüfen Sie den Status:

  1. Rufen Sie myaccount.google.com auf.
  2. Wählen Sie den Reiter “Persönliche Daten”.
  3. Klicken Sie im Abschnitt “Kontaktdaten” auf “E-Mail”.
  4. Auf der Seite “Google-Konto-E-Mail” sollte bei freigeschalteten Konten der Punkt “Google-Konto-E-Mail ändern” erscheinen.

Ist die Option nicht sichtbar, müssen Sie sich noch gedulden. Google wird die Funktion in den kommenden Monaten 2026 weiter ausrollen.

Ein strategischer Schritt im Wettbewerb

Diese Kehrtwende markiert einen tiefgreifenden Wandel in Googles Philosophie. Jahrelang hielt der Konzern an der Unveränderlichkeit der Gmail-Adresse fest – sehr zum Ärger der Nutzer. Die ersten Hinweise auf den Kurswechsel tauchten Ende 2025 in Googles Hindi-Support auf.

Die Neuerung holt gegenüber Wettbewerbern wie Microsoft Outlook auf, die ähnliche Flexibilität bei der Verwaltung von E-Mail-Aliassen schon länger bieten. Branchenbeobachter sehen darin eine kluge Strategie: Die Hürde, das Google-Ökosystem zu verlassen, wird höher, wenn man seine digitale Identität problemlos anpassen kann. Die Nutzerbindung dürfte steigen.

Für über eine Milliarde Gmail-Nutzer weltweit beginnt ein flexibleres Kapitel. Der digitale Fußabdruck muss nicht mehr für immer an eine jugendliche Entscheidung erinnern. Die Zeit der “E-Mail-Reue” geht zu Ende.

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